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21.01.2026
15:23 Uhr
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Europas Freihandelskritiker setzen sich durch, das Mercosur-Abkommen soll vom EuGH überprüft werden. Damit ist die EU als politischer Partner diskreditiert – und die Kommissionspräsidentin muss eine schwierige Entscheidung treffen.

Mit nur zehn Stimmen Mehrheit überweist das Europaparlament das Mercosur-Abkommen an den Europäischen Gerichtshof. (Foto: FREDERICK FLORIN/AFP)
Es erstrecken sich viele Tausend Kilometer zwischen Grönland und den Mercosur-Staaten, aber für Ursula von der Leyen liegen die beiden Regionen ganz nah beieinander. Die EU müsse stärker und unabhängiger werden in einer „Welt voller Gefahren“, sagte die Kommissionspräsidentin am Mittwoch vor dem Europaparlament. Die gefährliche Welt verkörpert für Ursula von der Leyen der US-Präsident Donald Trump, der den Europäern die Insel Grönland abpressen will. Und für die neue Stärke und Unabhängigkeit der EU stehen Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay – die Mercosur-Staaten, mit denen die Kommissionspräsidentin am Samstag ein Freihandelsabkommen unterzeichnet hat.
Analysen zeigen, dass der Handelsvertrag Mercosur für europäische Landwirte kaum Folgen haben dürfte. Doch eine seltene Allianz von extremen Rechten und Grünen schürt weiterhin Ängste.
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