SZ 25.11.2025
15:01 Uhr

(+) 50 Jahre Münchner Nachtleben: „Das war, als ob ich nach New York gekommen wäre“


Ob im Babalu, dem Bei Cosy oder nun schon seit 30 Jahren als Barkeeper im Alten Simpl – Alexander Seidel ist eine Konstante im Münchner Nachtleben. Über seine Begegnung mit Freddie Mercury, Verletzungen als Türsteher und sein Ritual für Neulinge.

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Der Alte Simpl ist für Axel Seidel sein zweites Zuhause. (Foto: Robert Haas)

Mit männlichen Jungfrauen und weiblichen Skorpionen hat Alexander Seidel immer so seine Probleme gehabt. Am besten harmoniert hat es bislang mit Löwen, wie der 76-Jährige selbst einer ist. „Der Löwe gehört einfach in die Gastronomie“, sagt Seidel, von allen nur Axel genannt. Und Astrologie hin oder her, der Mann mit den weißen, fast schulterlangen Haaren, die er meist nach hinten gekämmt trägt, muss es wissen: Er arbeitet seit fünf Jahrzehnten im Münchner Nachtleben, allein drei davon mittlerweile im Alten Simpl in der Türkenstraße, das selbst mehr als 120 Jahre auf dem Buckel hat. Axel Seidel ist damit ebenso wie das Wirtshaus eine Münchner Institution. Eine mit einem etwas eigenwilligem Humor und dem Herz am rechten Fleck.

Wer an die Münchner Gastroszene denkt, denkt vermutlich vor allem an traditionelle Wirtshäuser, an Sterneküche. Doch mittlerweile gibt es auch immer mehr junge kulinarische Konzepte. Eine Auswahl.

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