Heise 03.06.2026
20:00 Uhr

Top 5: Der beste mobile Smart-TV im Test – Fernseher mit Akku auf Rollen


Großes Tablet auf Rollen, mobiler Smart-TV oder Monitor mit Akku? Wir haben fünf Modelle getestet und zeigen, warum die Geräte so spannend sind.

Top 5: Der beste mobile Smart-TV im Test – Fernseher mit Akku auf Rollen

Bereits im zarten Alter von fünf Jahren hatte Jonas seinen ersten PC und hat glücklicherweise noch die Zeit von Kassetten, CDs und Disketten miterlebt. Seitdem hat ihn Technik und der Spaß an Gadgets nicht mehr losgelassen. Angefangen hat er 2023 als Volontär bei TechStage, das 2024 in heise bestenlisten übergegangen ist. Seit 2025 ist er dort nun fest als Redakteur im Team tätig und allen voran Experte für Mini-PCs. Weiterhin testet er für allerlei PC-Zubehör, Saugroboter, Ladegeräte und Powerbanks. Privat ist er Vielleser, Bahn-Nerd und Musikliebhaber, wobei sein Musikgeschmack so vielfältig ist wie er selbst.

Großes Tablet auf Rollen, mobiler Smart-TV oder Monitor mit Akku? Wir haben fünf Modelle getestet und zeigen, warum die Geräte so spannend sind.

Sie sind weder klassisches Tablet noch echter Fernseher, und doch beides: Mobile Smart-TVs auf Rollen etablieren sich als eigene Produktkategorie für all jene, die einen flexiblen Großbildschirm suchen, der sich mühelos von Raum zu Raum bewegen lässt. Mit Displaygrößen zwischen 24 und 32 Zoll, Android-Betriebssystem oder Web OS und fahrbarem Untergestell sind sie flexibler als herkömmliche Smart-TVs oder stationäre Monitore.

Pünktlich zur WM zeigt sich der größte Trumpf dieser Geräte: Der Fernseher rollt mit. Ob bei Spielen am Abend auf der Terrasse oder spätnachts im Schlafzimmer – ohne Umstecken, ohne zweiten Fernseher, ohne Kabelsalat. Wer kein dauerhaftes TV-Gerät im Garten oder auf dem Balkon installieren will, aber für die WM-Wochen flexibel bleiben möchte, bekommt mit einem mobilen Smart-TV auf Rollen genau dafür die passende Lösung. Den integrierten Akku vorausgesetzt, läuft das Spiel auch dort weiter, wo keine Steckdose erreichbar ist.

Die Grundidee ist bei allen Geräten gleich: Ein großer Touchscreen auf einem rollbaren Standfuß, der sich flexibel im Raum positionieren lässt. Ideal für Videotelefonie im Büro, als smartes Display für die eigenen Smart-Home-Geräte, als Küchen-TV beim Kochen, für Präsentationen im Büro oder als Entertainment-Station im Schlafzimmer.

Achtung: Anders als klassische Fernseher besitzen diese Geräte keinen TV-Tuner, sondern setzen ganz auf Streaming-Apps und HDMI-Anschlüsse für externe Quellen. Wer die WM-Spiele in der ARD-Mediathek, im ZDF-Livestream oder über Magenta-TV verfolgt, kommt damit problemlos zurecht – wer auf klassischen DVB-T2-Empfang setzt, benötigt zusätzlich einen Tuner-Stick oder einen Camping-Fernseher (siehe unten).

Doch was können diese Hybrid-Geräte wirklich? Lohnt sich die Anschaffung oder handelt es sich nur um einen kurzlebigen Trend? In unserem Vergleichstest haben wir fünf aktuelle Modelle unter die Lupe genommen. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede in Verarbeitung, Displayqualität und Streaming-Fähigkeiten. Welches der riesigen Tablets am besten ist, zeigt unsere Top 5.

Um zu ermitteln, welcher der beste mobile Smart-TV ist – streng genommen ein großes Tablet auf Rollen – haben wir die Geräte mit verschiedenen Streaming-Diensten getestet. Die Lautsprecherqualität haben wir in einem Direktvergleich bewertet, die Helligkeit mit einem Messgerät überprüft. In die Gesamtbewertung flossen außerdem Verarbeitung, Ausstattung und insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis ein.

Testsieger unter den Riesen-Tablets auf Rollen ist der LG Stanbyme für 830 Euro. Er bietet nicht nur eine gute Lautsprecherqualität und ein schickes Design, sondern auch ein ansehnliches Display. Die Performance kann sich ebenso sehen lassen, der Einsatz des Betriebssystems Web OS hat sich ausgezahlt.

Technologiesieger dahinter ist der LC-Power LC-M32S4K Next2U dank 4K-Auflösung und cleverer Kamera-Lösung ab 1059 Euro. Unser Preis-Leistungs-Sieger ist der Auvisio ST-238 für 433 Euro.

Der Stanbyme ist der Gentleman unter den rollbaren Tablets. Statt mit 4K-Protzerei, punktet er mit Stil und Substanz. Das matte IPS-Display zeigt Inhalte knackscharf und aus jedem Blickwinkel gut erkennbar – selbst wenn man schräg daneben auf dem Boden sitzt, weil der Hund das Sofa besetzt hat.

Ein echter Pluspunkt für Netflix-Junkies: Anders als bei manchen Android-Konkurrenten wird das unterstützte Widevine Level 1 auch tatsächlich von allen Apps erkannt, wodurch selbst Netflix auf dem Stanbyme in voller Full-HD-Pracht erstrahlt. Der Preis von 830 Euro erscheint für das tadellose Gesamtpaket noch fair.

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U punktet mit seiner 4K-Auflösung und der guten Pivot-Funktion, die das Display automatisch dreht. Die magnetische Kamera-Lösung ist durchdacht, und mit Mini-HDMI sowie USB-C lassen sich externe Geräte anschließen. Wer Wert auf eine hohe Auflösung legt und hauptsächlich Amazon Prime, Disney+ oder YouTube nutzt, findet hier eine brauchbare Lösung – zum allerdings hohen Preis von 1059 Euro.

Der Auvisio ST-238 richtet sich an preisbewusste Nutzer, die ein mobiles Display für den Heimgebrauch suchen. Mit 433 Euro (Ebay) ist er das günstigste Modell im Testfeld und bietet dennoch eine solide Grundausstattung. Wer ein Tablet auf Rollen hauptsächlich für einfache Anwendungen nutzen möchte, bekommt hier ein solides Gerät zu einem vergleichsweise niedrigen Preis. Für anspruchsvolle Streaming-Fans ist das Gerät jedoch aufgrund der fehlenden Widevine L1-Unterstützung weniger geeignet.

Mobiler Smart-TV, Tablet auf Rollen oder ein smartes Touch-Display? Wie auch immer – der große Vorteil liegt in der Kombination: Ein ordentlich dimensionierter Touch-Bildschirm mit vorinstalliertem Betriebssystem, der sich mühelos von Raum zu Raum bewegen lässt. Morgens die Nachrichten im Bad, mittags ein Kochvideo in der Küche, abends ein Film im Wohnzimmer – alles auf demselben Gerät. Tablets auf Rollen kombinieren die Vorteile eines Tablets mit der Bildschirmgröße eines klassischen Fernsehers.

Im Homeoffice macht sich der große, mobile Bildschirm ebenfalls bezahlt. Bildschirmgrößen von 24 bis 32 Zoll – also eine deutlich größere Bildschirmdiagonale als bei jedem Tablet – machen Videokonferenzen auf 27 oder 32 Zoll deutlich angenehmer als auf dem Laptop-Display, und bei Bedarf wechselt der Arbeitsplatz einfach vom Schreibtisch aufs Sofa. Die meisten Modelle können dank HDMI-Input zudem als externe Monitore für Laptops genutzt werden – mitunter sogar ohne Kabel.

So bietet das Gerät von Thomson eine eigene App zur drahtlosen Kopplung, sodass man seinen Laptop-Bildschirm komfortabel erweitern kann. Wer nach der Arbeit noch ein wenig Fitness macht, kann seine Workout-Videos direkt über den großen Bildschirm ansehen – und danach das Gerät zurück ins Wohnzimmer für den Fußball-Abend schieben.

Auch für den Familienanruf bei der Verwandtschaft eignen sich die riesigen Tablets. Bei Videoanrufen mit den Großeltern sitzen alle bequem vor dem großen Bildschirm, statt sich um ein Smartphone zu quetschen. Die Touch-Bedienung ist dabei intuitiver als die vieler Smart-TVs. In der Küche sind die Tablets besonders praktisch – Rezepte anzeigen, Kochvideos streamen oder nebenbei eine Serie schauen, ohne Arbeitsfläche zu blockieren. Außerdem kann man mit den Tablets auf Rollen mehrere Geräte ersetzen, etwa den Küchen-TV, den Zweitfernseher im Schlafzimmer und den Computermonitor. Ein einzelnes, mobiles Gerät reicht aus, statt in jedem Raum ein separates Display zu installieren.

Als mobiles Interface für Smart-Home-Anwendungen können die Geräte zur Überwachung von Sicherheitskameras oder zur Steuerung von Beleuchtung, Heizung und anderen vernetzten Geräten genutzt werden – und zwar genau dort, wo diese Funktionen gerade gebraucht werden. Home Assistant etwa lässt sich wahlweise per Browser oder mittels der Home-Assistant-Android-App betreiben.

Speziell zur Fußball-WM spielen die Geräte ihren Mobilitätsvorteil aus: Die WM-Spiele laufen über die Mediatheken von ARD und ZDF kostenlos, Magenta-TV überträgt zusätzlich exklusive Partien. Alle Apps lassen sich auf den Android-Modellen direkt aus dem Google Play Store installieren, auf dem LG Stanbyme über den Web-OS-Store. Wer auf dem Balkon oder im Garten schaut und keine Steckdose in Reichweite hat, kombiniert den mobilen Smart-TV mit einer Powerstation – damit reicht der Strom auch für ein komplettes Turnierwochenende.

Auf den meisten der von uns getesteten Tablets auf Rollen läuft klassisches Android. Die Geräte weisen sich dabei selbst bei der Einrichtung oder dem Blick in die Systemeinstellungen als „Tablet“ aus. Ebenjene Einrichtung verläuft eins zu eins so, wie man es von seinem Smartphone kennt. Die Wahl von Android hat Vor- und Nachteile. Dafür spricht natürlich die enorme Wandelbarkeit und Flexibilität von Android sowie das enorme App-Angebot durch den Google Play Store. Alle Modelle setzen hier auf ein kaum verändertes Android.

Problematisch sind hier viel mehr die Sicherheitspatches, die bei den Geräten mitunter veraltet sind. Zudem fehlen teilweise ein paar Optimierungen, wodurch es zu Problemen mit vorinstallierten Apps kommt. Auf zwei Geräten beendete sich der Chrome-Browser nach einem App-Update im Test jedes Mal selbst und war dadurch nicht mehr nutzbar. Abhilfe verschaffte das Zurücksetzen der Anwendung auf Werkseinstellungen und die Neuinstallation der Aktualisierung. Android bietet dafür mehr Spielraum für Zusatzfunktionen wie die Nutzung einer integrierten Webcam und ist zudem Touch-optimiert. Das Tippen auf virtuelle Tastaturtasten, die deutlich größer als die eigenen Fingerkuppen sind, wirkt zunächst etwas ungewohnt. Im Alltag funktioniert die Bedienung aber problemlos.

Eine Ausnahme im Testfeld bildet der LG Stanbyme, der mit dem hauseigenen Web OS kommt – einem waschechten Smart-TV-Betriebssystem. Das merkt man bei der Touch-Bedienung, für die das System merklich nicht gemacht ist, man kommt aber zurecht. Auch hier gibt es einen App-Store, der die meisten wichtigen Apps beinhaltet – im Test haben wir hier nichts vermisst. Die daraus bezogenen Applikationen kommen in einer TV-angepassten Variante, die ebenfalls merklich nicht für die Bedienung mit dem Finger optimiert ist. Insgesamt gefällt uns die Zuverlässigkeit des Betriebssystems aber besser, alles läuft flüssig.

Welches Betriebssystem das bessere ist, hängt vom Einsatzzweck ab: Web OS eignet sich besonders fürs Streaming von Serien und Online-TV, Android punktet mit größerer Flexibilität – allerdings auf Kosten der Herstelleroptimierung.

Ein entscheidender, wenn auch komisch klingender Begriff bei Streaming-Geräten ist Widevine, genauer das Widevine-Level. Dabei handelt es sich um Googles DRM-System (Digital Rights Management), das von fast allen großen Streaming-Anbietern wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ oder HBO Max verwendet wird. Die Zertifizierungsstufen reichen von L1 (höchste Sicherheit) bis L3 (niedrigste Sicherheit). Nur Geräte mit Widevine L1 können Inhalte in HD, Full-HD oder 4K streamen – je nach Abonnement und Anbieter. Geräte mit Widevine L3 sind auf SD-Qualität (Standard Definition, meist 480p) beschränkt, was besonders auf großen Bildschirmen unbefriedigend ist.

Das höchste Widevine-Level 1, das die hochauflösende Wiedergabe von DRM-Inhalten beim Streaming erlaubt, setzt zwingend eine hardwarebasierte, sichere Ausführungsumgebung im Prozessor voraus. Die eigentlichen Zertifikate lassen sich zwar prinzipiell nachträglich per Software-Update einspielen, was aber aufwendig sein kann. Trotzdem sollte man sich vor dem Kauf informieren, ob das gewünschte Gerät L1 unterstützt – am besten über unabhängige Testberichte, denn in den offiziellen Produktspezifikationen schweigen sich die Hersteller dazu meist aus. Gerade bei günstigen Geräten wird die nötige Zertifizierung zudem oft von vornherein eingespart, um Aufwand und Kosten zu sparen.

Im Test offenbaren sich deutliche Unterschiede zwischen den getesteten Modellen. Während der LG Stanbyme und der LC-Power LC-M32S4K Widevine Level 1 unterstützen, müssen sich die Käufer beim Auvisio ST-238 und beim Auvisio ST-320 mit Widevine Level 3 und damit SD-Auflösung begnügen.

Besonders tückisch ist das Zusammenspiel von Netflix und Widevine: Für Full-HD ist eigentlich Widevine L1 erforderlich, sonst bleibt die Wiedergabe auf SD beschränkt. Auf keinem der getesteten Android-Modelle lief Netflix jedoch in Full-HD – selbst Geräte mit Level-1-Zertifizierung wurden von der App fälschlich als Level 3 erkannt. Andere Streamingdienste wie Disney+ oder Amazon Prime Video erkannten die Zertifizierung dagegen korrekt und spielten Inhalte in Full-HD ab. Ausgelesen haben wir die Zertifizierung mit der App DRM Info. Dass es ausgerechnet bei Netflix hakt, ist uns bereits beim Test klassischer Tablets aufgefallen.

Eine Umgehungslösung ist die Nutzung externer Streaming-Geräte wie FireTV-Stick, Google TV Streamer oder Apple TV über den HDMI-Eingang. Diese bieten in der Regel Widevine L1 und ermöglichen so hochauflösendes Streaming. Allerdings entfällt dabei der Vorteil der direkten Touch-Bedienung, und man benötigt die zusätzliche Fernbedienung des Streaming-Sticks. Wer hauptsächlich Streaming-Dienste nutzen möchte, sollte also unbedingt auf die Widevine-L1-Zertifizierung achten oder zumindest den Kauf eines zusätzlichen Streaming-Sticks einkalkulieren. Passende Lösungen für TV-Streaming zeigen wir im Rahmen unserer Top 10: Der beste TV-Stick im Test – Streaming mit Fire TV, Waipu, Magenta & Co.

Helligkeit und Blickwinkelstabilität sind zwei Schlüsselfaktoren, die über die praktische Einsatzfähigkeit eines Tablets auf Rollen entscheiden. Ein zu dunkles Display macht die Nutzung auf der Terrasse oder im Garten nahezu unmöglich, während schlechte Blickwinkel die gemeinsame Nutzung in Gruppen einschränken.

Angefangen bei der Helligkeit: Die wird in der Messeinheit Candela pro Quadratmeter (cd/m²) angegeben, was die standardisierte Maßeinheit für Leuchtdichte ist, die in der Displaytechnologie zur Messung der Bildschirmhelligkeit verwendet wird.

Candela (cd) ist die SI-Basiseinheit der Lichtstärke und beschreibt, wie viel Licht in eine bestimmte Richtung abgestrahlt wird. Eine Candela entspricht etwa der Lichtstärke einer herkömmlichen Kerze (daher auch der Name, der vom lateinischen Wort für Kerze stammt). Wenn diese Lichtstärke auf eine Fläche bezogen wird, erhält man die Leuchtdichte in Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Diese Einheit wird auch als „nit“ bezeichnet, wobei 1 nit = 1 cd/m² ist.

Bei Displays gibt die Leuchtdichte an, wie hell der Bildschirm erscheint. Je höher der Wert in cd/m², desto heller wirkt das Display für den Betrachter. Moderne Smartphones erreichen typischerweise 700 bis 1000 cd/m², mit Ausnahmen im High-End-Bereich bis 2000 cd/m², während hochwertige HDR-Fernseher und -Monitore 1000 bis 2000 cd/m² oder mehr erreichen können.

Die Messung erfolgt üblicherweise mit einem Kolorimeter oder Spektrometer, das direkt auf die Displayoberfläche aufgesetzt wird. Dabei wird oft ein weißes Testbild mit 100 Prozent Helligkeit angezeigt und an mehreren Stellen des Displays gemessen, um einen Durchschnittswert zu ermitteln. Das haben wir im Test auch so gemacht.

Eine ausreichende Leuchtdichte ist besonders wichtig für die Nutzung in hellen Umgebungen. Als Faustregel gilt:

Neben der rein nominellen Helligkeit ist auch die Beschaffenheit des Displays entscheidend. Während Glossy-Displays, also solche mit glänzender Oberfläche, intensivere Farben und höheren Kontrast bieten, reflektieren sie jedoch Lichtquellen stark. Das führt gerade bei hellem Umgebungslicht zu störenden Spiegelungen. Matte Displays verfügen über eine spezielle Beschichtung, die Lichtreflexionen diffus streut, wodurch sie in hellen Umgebungen und bei direktem Lichteinfall deutlich besser ablesbar sind, allerdings auf Kosten einer leicht reduzierten Farbbrillanz und Bildschärfe.

In unserem Test zeigten die Modelle erhebliche Unterschiede. Keines der getesteten Tablets auf Rollen erreicht eine ausreichende Helligkeit für den Außeneinsatz – der LC-Power LC-M32S4K und der Auvisio ST-320 führen mit jeweils rund 360 cd/m² das Feld an, gefolgt vom Thomson Go Plus mit etwa 340 cd/m² und dem Auvisio ST-238 mit rund 330 cd/m². Der LG Stanbyme bleibt mit maximal rund 250 cd/m² überraschend dunkel.

Die matten Displays des Thomson Go Plus und des LG Stanbyme reduzieren Reflexionen effektiv, während die glänzenden Oberflächen des LC-Power, des Auvisio ST-238 und des Auvisio ST-320 bei Lichteinfall störende Spiegelungen verursachen. Bei der Blickwinkelstabilität hat das IPS-Panel des LG Stanbyme Vorteile gegenüber den VA-Panels der anderen Modelle, die bei seitlicher Betrachtung unter Farbverschiebungen leiden – ein wichtiger Aspekt für die gemeinsame Nutzung in Gruppen.

Für den Einsatz als geselliger Mittelpunkt beim Fußballabend oder für Familienvideokonferenzen sollten Käufer daher besonders auf gute Blickwinkel achten. IPS-Panels haben hier generell Vorteile gegenüber VA- oder TN-Panels.

Bei Tablets auf Rollen sind die richtigen Anschlüsse entscheidend für die Vielseitigkeit – unverzichtbar ist mindestens ein Vollformat-HDMI-Eingang, um externe Geräte wie Laptops, Spielkonsolen oder Streaming-Sticks anzuschließen. Mehrere USB-A-Ports gehören zur Pflichtausstattung, da sie Tastaturen, Mäuse, Webcams oder externe Speichermedien aufnehmen können. Einige Modelle wie der LC-Power LC-M32S4K und der Auvisio ST-320 bieten zusätzlich USB-C, was Datenübertragung und in manchen Fällen auch DisplayPort-Signale per Kabel ermöglicht.

Alle getesteten Modelle bieten USB-A sowie HDMI-Anschlüsse – diese aber in unterschiedlichen Ausführungen. Der LC-Power kommt etwa mit Mini-HDMI, was zusätzliche Adapter erfordert und daher weniger praktisch ist als die Vollformat-HDMI-Ports der anderen Geräte. Für stabiles Internet fehlt allen Geräten ein Ethernet-Anschluss – wer nicht ausschließlich auf WLAN angewiesen sein möchte, kann für etwa 10 Euro einen USB-auf-Ethernet-Adapter anschließen. Am Ende ist die Frage „Welchen Anschluss brauche ich unbedingt?“ aber nur je nach Anwendungsfall zu beantworten.

Alle getesteten mobilen Smart-TVs verfügen über einen integrierten Akku, der netzunabhängiges Streamen ermöglicht. Die Kapazitäten liegen zwischen 7800 mAh (Auvisio ST-238 und ST-320) und 9800 mAh (LC-Power LC-M32S4K). In der Praxis bedeutet das Laufzeiten von rund 3 bis 4 Stunden – genug für einen Spielfilm oder ein Fußballspiel inklusive Verlängerung, aber nicht für einen kompletten Serien-Marathon. Wer länger schauen will, muss das mitgelieferte Netzteil anschließen.

Der Auvisio ST-320 wird über ein klassisches 12-V-Netzteil mit Rundhohlstecker geladen, was theoretisch auch den Betrieb über einen 12-V-Anschluss im Wohnmobil oder Auto erlaubt – ein passender Adapter vorausgesetzt. Für den Garten- oder Balkoneinsatz ohne Steckdose bietet sich die Kombination mit einer Powerstation an, die die Laufzeit beliebig verlängert.

Wer noch einen überschüssigen Fernseher herumstehen hat, kann diesen auch in eine Art „TV-Wagen“ einsetzen. Diese Halterungen haben ebenfalls Rollen und sind somit mobil. Hier kann man dank Vesa-Halterung normale Fernseher einsetzen, sie unterstützen meist Modelle bis 70 Zoll und 20 kg. Welcher Ständer zum eigenen Fernseher passt, hängt vom jeweiligen Modell ab. Die entsprechend benötigte Vesa-Größe kann man üblicherweise der Bedienungsanleitung oder den Herstellerspezifikationen online entnehmen.

Den Einstieg bildet der eher spartanisch aussehende Aokcos TV Ständer Rollbar, der für etwa 33 Euro bis 40 kg und 65 Zoll aufnehmen kann. Wer es schicker haben möchte, bekommt vom selben Hersteller ein weißes Modell mit ansehnlicherem Design und integrierter Holzablagefläche für 51 Euro – oder in Schwarz und ohne Holzregal für 70 Euro. Schick und bis 70 Zoll tragfähig ist der Fitueyes TV Bodenständer Rollbar, ebenfalls mit Holzablage, zum Preis von 68 Euro. Besonders ausgefallen und edel wirkt das Design des Fitueyes Design TV Ständer aus Buchenholz, der aber mit 200 Euro preislich deutlich über den übrigen Modellen liegt.

Für Fernseher jenseits der 80 Zoll geeignet sind etwa der Onkron TV Ständer mit Rollen für 155 Euro (bis 60 kg) oder für 213 Euro (bis 75 kg).

Wer für den Camping-Urlaub einen klassischen TV mit Tuner für lineares Fernsehen möchte, aber wenig Platz hat, kann sich nach einem mobilen Camping-Fernseher umsehen. Diese kommen mit einer Empfangsantenne für DVB-T2 und sind meist zwischen 10 und 22 Zoll groß. Häufig verfügen sie über einen integrierten Akku mit 3 bis 5 Stunden Laufzeit und lassen sich sowohl über 12V-Anschlüsse im Fahrzeug als auch über normale Steckdosen betreiben. Anders als Tablets auf Rollen bieten sie jedoch selten Smart-TV-Funktionen oder Touchscreens, haben kleinere Displays und sind weniger flexibel in der Raumnutzung. Dafür sind sie aber robuster gebaut, oft wetterfester und für den mobilen Outdoor-Einsatz optimiert.

Preislich liegen viele Geräte etwa zwischen 100 und 150 Euro. Mit 98 Euro vergleichsweise günstig ist der mobile Fernseher von KCR mit 14 Zoll und Akku, aber nur 720p-Auflösung. Ähnlich groß, aber mit 1080p höher auflösend ist der Fernseher von Desobry für 108 Euro (16-Prozent-Coupon anwählen). Der noch kleinere Amazon-Bestseller mit Akku ist der August DA-383 mit 10 Zoll für 145 Euro. Dazu gibt es auch noch 6 Monate HD+. Eine gute Zwischengröße bietet der 19-Zoll-Fernseher von Red Opticum Led für 150 Euro.

Wer noch mehr Flexibilität bei der Bildgröße sucht, kann statt eines mobilen Smart-TVs auch zu einem Mini-Beamer greifen. Aktuelle Modelle projizieren Bilder von 60 bis über 100 Zoll an die Wand, sind ähnlich kompakt wie ein Buch und haben ebenfalls einen Akku an Bord. Der Nachteil: Sie brauchen eine möglichst dunkle Umgebung und eine ebene Projektionsfläche. Eine passende Übersicht liefert unsere Top 10: Der beste Mini-Beamer mit Akku im Test.

Wer am mobilen Smart-TV vor allem mit dem Klang hadert – etwa beim Auvisio ST-238 mit seinen blechernen Lautsprechern – kombiniert das Gerät einfach mit Bluetooth-Lautsprechern oder schließt klassische PC-Lautsprecher per Klinkenkabel an. Damit verbessert sich der Sound spürbar, ohne dass die Mobilität verloren geht.

Wer statt Smart-TV auf Rollen oder Camping-TV nach einem klassischen Fernseher sucht, bekommt derzeit einige spannende Tiefstpreis-Angebote geboten, die wir nachfolgend zusammengefasst haben:

Smart-TVs auf Rollen sind eine ungewöhnliche Produktkategorie, die allerdings noch Verbesserungspotenzial hat, derzeit aber zu teuer ist. Dank des rollbaren Stativs und des integrierten Akkus sind die Geräte überaus flexibel – wahlweise als Smart-Home-Display, Streaming-Gerät oder für Videotelefonie. Das große Display und der Touchscreen sind praktisch, die Bedienung orientiert sich weitgehend am gewohnten Smartphone. Gerade bei sportlichen Großereignissen zeigt sich der Mehrwert: Der Fernseher wandert mit dem Spielplan durch die Wohnung oder auf die Terrasse.

Nachteilig ist bei allen Modellen die geringe Displayhelligkeit von unter 400 cd/m², die für den Außeneinsatz bei Tageslicht viel zu niedrig ausfällt. Hinzu kommen bei den Android-Geräten Probleme mit der Widevine-Zertifizierung, wodurch Netflix die Inhalte nur in SD-Qualität wiedergibt – auf einem so großen Bildschirm ist das besonders bitter.

Im Test überzeugte vor allem der LG Stanbyme, der sich damit den Testsieg sichert – allerdings zu einem stolzen Preis, für den es bereits ordentliche klassische Fernseher gibt. Dass es auch günstiger geht, zeigt der Pearl Auvisio ST-238, wenn auch mit deutlichen Abstrichen bei Software und Verarbeitung. Besonders erstaunt hat uns die Klangqualität des Thomson Go Plus – so gut sollten Lautsprecher in jedem Fernseher oder Monitor klingen.

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Jonas Bettger von 24.05.2025

Der LG Stanbyme ist unser Testsieger unter den rollbaren Tablets. Mit Web OS statt Android, mattem Display und hochwertiger Verarbeitung setzt er sich an die Spitze unserer Top 5.

LG geht beim Stanbyme (mehr oder weniger absichtlich angelehnt an Ben E. Kings „Stand by me“) einen anderen Weg als die Konkurrenz: Statt auf Android setzt der Hersteller auf Web OS, das Betriebssystem der hauseigenen Smart-TVs. Auf den ersten Blick fällt auch die stoffbezogene Rückseite auf, die dem Gerät eine wohnlichere Optik verleiht. Ob das matte Display wirklich besser ist als die glänzenden Screens der Konkurrenz und warum Web OS hier tatsächlich Vorteile bringt, klären wir in unserem Test. Spoiler: Es gibt einen triftigen Grund, warum dieses Gerät unseren Testsieg einfährt.

Der LG Stanbyme sieht aus, als hätte er einen Design-Award verdient (vielleicht hat er den auch). Mit seinem stoffbezogenen Rücken wirkt er wohnlicher als die Plastikkonkurrenz und besticht durch seine hochwertige Verarbeitung und das durchdachte Design. Das 27-Zoll-Display ist in einen eleganten Rahmen eingebettet, während die Rückseite komplett mit einem hochwertigen Stoffgewebe bezogen ist, was dem Gerät eine wohnliche Anmutung verleiht. Mit Abmessungen von 621 × 361 × 29,9 mm ohne Standfuß und einem Gewicht von nur 4,8 kg ist der eigentliche Bildschirm erstaunlich kompakt.

Der Ständer wird am Stück geliefert und lässt sich mit nur einer Schraube im Fuß fixieren. Anschließend muss lediglich der Bildschirm in der Stativ-Arretierung eingehängt und das USB-C-Kabel aus dem Stativ angeschlossen werden. Ein Plastikdeckel verbirgt die Verbindung sauber. Die Montage gelingt intuitiv und ohne Anleitung. Mit dem Standfuß steigt das Gesamtgewicht auf 17,5 kg, was für einen mobilen TV recht hoch ist, aber für gute Standfestigkeit sorgt.

Die Materialqualität ist durchweg hochwertig, alle Teile sind präzise gefertigt und sauber verarbeitet. Der Bildschirm lässt sich in der Höhe verstellen und neigen, was eine optimale Ausrichtung in verschiedenen Nutzungsszenarien ermöglicht. Das Aufladen des integrierten Akkus erfolgt über einen externen Ladeziegel mit Rundhohlstecker.

Der LG Stanbyme bietet trotz seiner kompakten Bauweise eine solide Ausstattung. Als Betriebssystem kommt LGs bewährtes Web OS zum Einsatz, das eine flüssige und zuverlässige Bedienung ermöglicht. Interessanterweise reagiert das System sowohl auf Touch-Eingaben als auch auf die mitgelieferte Fernbedienung, was eine flexible Nutzung erlaubt. Im Vergleich zu den Android-basierten Konkurrenten arbeitet Web OS spürbar zuverlässiger und reaktionsschneller.

Bei den Anschlüssen ist der Stanbyme minimalistisch ausgestattet: ein HDMI 1.4-Eingang und ein USB 2.0-Port – das war es. Daneben gibt es Wi-Fi 5, Bluetooth 5.0 und ein NFC-Feld auf der Rückseite, mit dem sich Inhalte vom Smartphone übertragen lassen – vorausgesetzt, man hat die LG ThinQ App installiert, einen Account erstellt und das Smartphone gekoppelt. Apple-Fans dürfen jubeln: Der Stanbyme unterstützt AirPlay 2 und ist HomeKit-kompatibel – ein seltener Luxus in dieser Geräteklasse.

Der verbaute A7 Gen4 AI-Prozessor sorgt für flüssige Menüführung und gute Bildverarbeitung. Unterstützt werden verschiedene HDR-Formate wie HDR10 und HLG, was für ein Gerät dieser Klasse bemerkenswert ist. Ein echter Tuner ist nicht vorhanden, der Stanbyme ist also primär als Streaming-Display konzipiert. Besonders positiv: Netflix erkennt Widevine Level 1, wodurch Inhalte in Full-HD genossen werden können – etwas, mit dem insbesondere die Android-Modelle Schwierigkeiten haben. Wie auch allen anderen rollbaren Fernsehern fehlt ihm zum vollwertigen TV ein integrierter Tuner.

Das 27-Zoll-Display macht im Test eine ausgezeichnete Figur, trotz der „nur“ Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel) wirkt das Bild knackscharf und detailreich. Besonders beeindruckend sind die exzellenten Blickwinkel, die eine gute Erkennbarkeit aus nahezu jeder Position gewährleisten – ein wichtiges Kriterium für einen mobilen Fernseher, der oft von mehreren Personen gleichzeitig betrachtet wird.

Die matte Displayoberfläche reduziert Reflexionen effektiv und sorgt für ein angenehmes, fast papierähnliches Bild. Mit einer Helligkeit zwischen 199 cd/m² (dunkelste Messstelle) und 247 cd/m² (hellste Messstelle) ist der Stanbyme allerdings kein Sonnenanbeter, in Innenräumen reicht die Helligkeit aber aus. Die rückseitig abstrahlenden 10-Watt-Lautsprecher im Gehäuse klingen erstaunlich gut für ein Gerät dieser Größe. Sie liefern klare Höhen, ordentliche Mitten und sogar einen Ansatz von Bass – nicht genug, um die Nachbarn zu stören, aber ausreichend für gemütliche Netflix-Abende.

Mit aktuell 830 Euro bei Alza ist der LG Stanbyme für sich genommen nicht gerade günstig. Für diesen Preis könnte man auch einen ordentlichen 55-Zoll-Fernseher bekommen – allerdings keinen, den man mal eben ins Schlafzimmer rollen kann, wenn man im Bett weiterschauen möchte. Im Vergleich zu ähnlichen mobilen TVs liegt er preislich im Mittelfeld, bietet dafür aber dennoch Premium-Qualität und das zuverlässigere Betriebssystem.

Der LG Stanbyme ist der Anti-Android unter den Riesen-Tablets mit Rollen – und unser verdienter Testsieger. Web OS läuft stabiler als die Android-Konkurrenz, die Netflix-App zeigt Inhalte in Full-HD, und die Bildqualität des matten Displays ist ein Augenschmaus. Dazu kommen die hochwertige Verarbeitung mit Stoffbezug und die überraschend guten Lautsprecher.

Wie bei allen mobilen TVs gibt es natürlich auch hier Kompromisse: Die Anschlussausstattung ist überschaubar, und für sonnige Terrassen ist das Display nicht hell genug. Aber diese Einschränkungen teilt er mit praktisch allen Konkurrenten. Der Preis von 789 Euro ist zwar kein Schnäppchen, aber für die gebotene Qualität angemessen.

Wer Wert auf Bildqualität, Zuverlässigkeit und ein smartes TV-Erlebnis ohne Android-Eigenheiten legt, für den ist der Stanbyme die richtige Wahl. Fünf Sterne und den Testsieg hat er sich redlich verdient.

Jonas Bettger von 23.05.2025

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U will mit 32-Zoll-4K-Auflösung und Android 13 punkten. Ob das 1059-Euro-Gerät die Konkurrenz hinter sich lässt, zeigt unser Test.

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U positioniert sich mit 4K-Auflösung für 1059 Euro im oberen Segment der mobilen Android-Displays. Das Gerät kommt mit einem markanten Standfuß, der nicht nur für stabilen Halt sorgt, sondern auch die Lautsprecher beherbergt. Dazu gesellt sich eine magnetisch montierbare 8-Megapixel-Kamera, die sowohl im horizontalen als auch vertikalen Betrieb genutzt werden kann. Der verbaute MTK-8395-Prozessor, 8 GB RAM und 128 GB interner Speicher sollen für flüssige Performance sorgen, während der integrierte Akku mobilen Betrieb ermöglicht.

Die Frage ist: Rechtfertigt die gebotene Leistung den stolzen Preis? Und kann der Next2U mit seinen technischen Daten im Vergleich zur Konkurrenz überzeugen? Genau das wollen wir im Test herausfinden.

Auf den ersten Blick macht der LC-Power LC-M32S4K Next2U mit seinem silbernen Design einen ansprechenden Eindruck. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch Schwächen in der Verarbeitung. Sowohl der Monitor als auch das Stativ bestehen aus silbernem Kunststoff, der sich nicht besonders hochwertig anfühlt – trotz der metallischen Optik. Besonders auffällig ist der sichtbare Spalt zwischen Displayglas und Gehäuse, der dem Qualitätseindruck schadet.

Die Displayränder fallen recht breit aus, was bei der 32-Zoll-Diagonale aber noch akzeptabel ist. Auch die Kunststoff-Rückseite vermittelt keinen Premium-Eindruck. Positiv hervorzuheben ist hingegen der massive Standfuß, der dem immerhin 16,5 kg schweren Gerät stabilen Halt bietet und die beiden 10-Watt-Lautsprecher beherbergt.

Die etwas wackelig sitzenden Bedienknöpfe befinden sich an der Unterseite, wobei der rechte Knopf für Ein/Aus oder Displaysperre zuständig ist. Eine Beschriftung gibt es leider nicht, erfühlen kann man die Funktion der Knöpfe nur durch einen mittig sitzenden Strich auf dem Ein-/Aus-Knopf, den die anderen beiden Knöpfe (Lautstärke +/-) nicht haben. Neben der Bedienung per Gehäuseknopf und Display liegt auch eine IR-Fernbedienung bei.

Der Aufbau gestaltet sich unkompliziert: Die zweiteilige Standsäule wird zusammengesteckt und verschraubt, wobei eine magnetische Klappe die Schraube verdeckt. Nach der Befestigung am Standfuß wird der Monitor einfach eingehakt und festgeklickt. Die Konstruktion erlaubt eine Höhenverstellung von etwa 200 mm, einen Neigungswinkel von -18° bis +18° sowie einen Schwenkbereich von -30° bis +30°. Der Monitor lässt sich um 90 Grad drehen (Pivot-Funktion), wobei Android die Ausrichtung automatisch erkennt.

Ein cleveres Detail ist die mitgelieferte 8-Megapixel-Webcam, die über magnetische Kontakte am Monitor befestigt wird. Für horizontalen und vertikalen Betrieb gibt es jeweils eigene Kontaktstellen – eine durchdachte Lösung, die ohne Kabelgewirr auskommt.

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U kommt mit einer überschaubaren, aber zweckmäßigen Ausstattung. Als Betriebssystem dient Android 13 in einer weitgehend unveränderten Version („Stock Android“), lediglich eine Kamera-App wurde vom Hersteller hinzugefügt. Allerdings wirkt die Oberfläche des System-Update-Menüs mit ihrem veralteten Design wie aus der Android-2.3-Ära – ein merkwürdiger Kontrast zur sonst modernen Software und für ein 1059-Euro-Gerät eigentlich nicht angemessen. Der Monitor selbst bezeichnet sich im Übrigen als Innocn 32S2U Pro, eine kurze Recherche fördert auch das identische Gerät bei Innocn zutage. Auch Hersteller Dahua Security bietet ein gleich aussehendes Gerät unter dem Namen LM32-U400P an. Es scheint ganz so, als würde dieses Modell von einem Hersteller für viele weitere Firmen gefertigt zu werden.

Für die Konnektivität sorgen ein Mini-HDMI-2.0-Anschluss (4K @ 60 Hz) und ein USB-C-Port. Drahtlose Verbindungen werden durch einen WiFi-6-Adapter ermöglicht. Der integrierte Lithium-Akku mit 14,8 V und 9800 mAh soll für mobile Nutzung sorgen, wobei LC-Power keine konkreten Angaben zur Laufzeit macht.

Die Hardware-Spezifikationen umfassen einen Mediatek-MTK-8395-Prozessor, 8 GB RAM und 128 GB internen Speicher. Für die Tonausgabe sind zwei 10-Watt-Lautsprecher im Standfuß verbaut, die zwar voluminös, aber nicht ausgewogen klingen. Tiefe Frequenzen dröhnen stark hervor und überlagern die Mitten, während es auch an Höhen mangelt. Für Videotelefonie steht neben der Kamera auch ein 4-Mikrofon-Array zur Verfügung.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Display und dem Standfuß auch die 8-MP-Kamera, ein Netzteil sowie HDMI- und USB-C-Kabel und das nötige Montagematerial.

Das 31,5-Zoll-Display des LC-Power LC-M32S4K Next2U löst mit 3840 x 2160 Pixeln (4K Ultra HD) auf und nutzt ein VA-Panel mit 60 Hz Bildwiederholrate. In der Praxis misst das glänzende Display an der hellsten Stelle 363 cd/m² – knapp über den vom Hersteller angegebenen 350 cd/m². Für den Außeneinsatz oder bei starkem Lichteinfall ist das allerdings zu wenig, zumal die glänzende Oberfläche zusätzlich Spiegelungen verursacht.

Auffällig ist das Verhalten des Displays bei Berührung, wo es deutlich sichtbar flackert und sich verfärbt. Das ist grundsätzlich bei LCDs normal, beim LC-Power LCM32S4K allerdings wesentlich stärker – trotz dickem Schutzglas über dem Panel. Die Blickwinkelstabilität geht in Ordnung, könnte aber für ein VA-Panel mit angegebenen 178° (horizontal/vertikal) besser sein.

Die Farbdarstellung mit 16,7 Millionen Farben und einer Abdeckung von 99 Prozent sRGB, 85 Prozent AdobeRGB, 88 Prozent NTSC und 93 Prozent DCI-P3 ist auf dem Papier überzeugend. Das Kontrastverhältnis von 3000:1 (statisch) bzw. 1.000.000:1 (dynamisch) sorgt für satte Schwarzwerte, wie man sie von VA-Panels erwarten darf.

Ein wichtiger Punkt für Streaming-Fans: Obwohl das Gerät laut DRM-Info über Widevine Level 1 verfügt (nötig für Full-HD-Streaming), erkennt die Netflix-App nur Level 3 an. Das bedeutet, dass Netflix-Inhalte nur in SD-Qualität (480p) wiedergegeben werden können – auf einem 32-Zoll-4K-Display ein echtes Problem. Amazon Prime Video und Disney+ funktionieren hingegen in Full-HD, ebenso YouTube. Als Workaround könnte man einen TV-Stick über den Mini-HDMI- oder USB-C-Anschluss nutzen – bei einem 1059-Euro-Gerät sollte das aber nicht nötig sein.

Mit einem Preis von 1059 Euro positioniert sich der LC-Power LC-M32S4K Next2U im gehobenen Segment. Im Vergleich zur Konkurrenz fehlt es an Alleinstellungsmerkmalen, die diesen Preis rechtfertigen würden. Die Kombination aus mittelmäßiger Verarbeitung und funktionalen Einschränkungen macht das Preis-Leistungs-Verhältnis fragwürdig.

Der LC-Power LC-M32S4K Next2U bleibt hinter den Erwartungen zurück – das Konzept ist spannend, die Umsetzung weist jedoch einige Schwächen auf. Zu den Stärken zählen die 4K-Auflösung, die flexible Positionierung dank des stabilen Standfußes und die clevere magnetische Kamera-Lösung. Auch die Pivot-Funktion mit automatischer Ausrichtungserkennung ist gut gelöst. Die Android-13-Plattform mit Google Play Store bietet zudem eine breite Software-Basis.

Auf der anderen Seite stehen die mittelmäßige Verarbeitung, die Eigenheiten des VA-Panels bei Berührung, die unausgewogene Klangqualität und vor allem die Probleme mit Netflix-Streaming in HD-Qualität. Für ein Gerät, das primär als Entertainment-Center gedacht ist, wiegt letzteres besonders schwer.

Zum Preis von 1059 Euro kann der LC-Power LC-M32S4K Next2U daher nur bedingt überzeugen und bekommt im Test 3,5 von 5 Sternen.