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31.01.2026
20:00 Uhr
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Streaming im Auto: Mit einer Android-Box kann man Youtube, Netflix & Co. direkt auf dem Infotainment-Display sehen.

Lukasz beschäftigt sich seit über 15 Jahren als Redakteur mit Smartphones, Apps, Gadgets und Content-Marketing. Seit 2021 arbeitet er für Heise Medien und ist derzeit leitender Redakteur bei Heise Bestenlisten. Der studierte Historiker aus Tübingen begeistert sich sonst für Fitness, Fußball, Fotografie sowie basslastige Musik.
Streaming im Auto: Mit einer Android-Box kann man Youtube, Netflix & Co. direkt auf dem Infotainment-Display sehen.
Was nach Zukunftsmusik klingt, lässt sich schnell und unkompliziert nachrüsten: Fernsehen und Streaming direkt auf dem Fahrzeug-Bildschirm. Mit einem Adapter, der einen HDMI-Eingang bietet, können TV-Sticks oder smarte Boxen mit eigenem Android-Betriebssystem angeschlossen werden. So lassen sich Apps wie Youtube, Netflix, Magenta TV, Disney+ oder Prime Video auch unterwegs nutzen – und direkt auf dem Display des Infotainment-Systems abspielen.
Voraussetzung ist eine Carplay-Schnittstelle, die der Adapter für seine Zwecke nutzt. Die Internetverbindung wird entweder über den mobilen Hotspot des Smartphones oder – je nach Adaptermodell – über eine zweite SIM-Karte hergestellt.
Wer zum Beispiel während einer längeren Pause eine Folge seiner Lieblingsserie schauen möchte oder im Urlaub auf dem Campingplatz Unterhaltung sucht, aber kein Tablet zur Hand hat, kann das Infotainment-System dafür nutzen. Das kann auch eine praktische Lösung sein, um Kinder im Urlaub zu beschäftigen.
Wir stellen die besten Lösungen vor, um Inhalte von Streaming-Diensten komfortabel im Auto genießen zu können.
Unter keinen Umständen sollte man während der Fahrt fernsehen oder Videos streamen. Das ist nicht nur eine gefährliche Ablenkung, sondern verstößt auch gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) – konkret gegen das Handy- und Ablenkungsverbot (§ 23 Abs. 1a StVO).
Testsieger ist der Ottocast Nano Ai für 175 Euro (Code: TS20). Die smarte Box überzeugt mit einem modernen Design und einer praktischen Befestigung am Lüftungsgitter samt integriertem Display sowie Sprachsteuerung. Dank des vollwertigen Android-Systems kann man in Verbindung mit einem Google-Konto auch den Play Store nutzen.
Preis-Leistungs-Sieger ist die Ottocast Ottoaibox E2. Die smarte Box mag nicht die allerneueste Technologie bieten, überzeugt im Test aber mit zuverlässigem Betrieb. Der Preis von 112 Euro (Code: TS20) ist zudem fair.
Technologiesieger ist die Carlinkit Tbox Ultra für 216 Euro (Code: TechStage25). Das Gerät bietet bereits Android 15, den schnellsten Prozessor im Testfeld sowie viel Speicher und RAM. Dafür ist es vergleichsweise teuer.
Wer hingegen einen BMW besitzt, muss zur Ottocast Aibox i3 für 152 Euro (Code: TS20) greifen. Es ist die einzige Box dieser Bestenliste, die mit Fahrzeugen der Bayerischen Motoren Werke (BMW) kompatibel ist.
Hier folgt das komplette Ranking:
Hinweis: Käufe bei chinesischen Händlern sind oft günstiger, doch Service und Durchsetzung von Verbraucherrechten wie Rückgabe oder Gewährleistung können eingeschränkt sein. Wir verlinken Händler, mit denen wir meist gute Erfahrungen gemacht haben.
Die Preise sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können jederzeit abweichen.
Die Ottocast Nano Ai überzeugt im Test als smarte Android-Erweiterung fürs Auto, die sich leicht einrichten und praktisch am Lüftungsgitter befestigen lässt. Dank Mobilfunkanbindung kann das Gerät unabhängig vom Smartphone betrieben werden und ermöglicht den Zugriff auf nahezu alle Android-Apps direkt im Cockpit. Zusätzlich fungiert die Box als kabelloser Adapter für Android Auto und Apple Carplay.
Aktuell ist die Ottocast Nano Ai günstiger erhältlich: Mit dem Rabatt-Code TS20 kostet die smarte Box 175 Euro.
Die Ottocast Ottoaibox E2 überzeugt als einfache Aufrüstlösung fürs Auto. Einrichtung und Internetzugang per WLAN-Hotspot oder SIM-Karte funktionieren problemlos. Über den Play Store stehen zahlreiche Android-Apps bereit. Zudem dient die Box als Wireless-Adapter für Android Auto und Carplay.
Das Gerät arbeitet im Alltag zuverlässig. Angesichts des fairen Preises von 112 Euro (Code: TS20) bietet die Ottoaibox E2 das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Carlinkit Tbox Ultra zählt zu den besten Lösungen ihrer Klasse. Die smarte Box setzt bereits auf Android 15, kombiniert mit einem vergleichsweise flotten Prozessor. Auch 5G‑Unterstützung inklusive SIM‑Schacht ist an Bord. Damit lässt sich das Infotainmentsystem um vollwertiges Android erweitern.
Mit dem Code TechStage25 kostet die Box beim Hersteller aus China rund 216 Euro.
Die Ottocast Aibox i3 bringt ein vollwertiges Android-System per Carplay ins BMW-Infotainment – ruckelfrei und überraschend gut. Filme und Serien im geparkten Auto? Kein Problem. Preiswert, praktisch und schnell einsatzbereit bleibt die Box griffbereit in der Mittelkonsole.
Direkt beim Hersteller kostet das Produkt etwa 152 Euro mit dem Rabatt-Code TS20. Der Hersteller sitzt in China, deshalb gelten EU-Verbraucherrechte nicht – Rückgabe, Reparatur oder Erstattung sind teils eingeschränkt.
Alle hier gezeigten Geräte nutzen die Carplay-Schnittstelle des Infotainment-Systems als Zugang, um Inhalte auf dem Fahrzeug-Display anzeigen zu können. Kurz gesagt: Das Fahrzeug muss Carplay unterstützen, damit die hier vorgestellten Adapter verwendet werden können.
Eine uneingeschränkte Garantie dafür gibt es allerdings nicht – insbesondere bei BMW-Fahrzeugen funktionieren rund 90 Prozent der hier genannten Lösungen nicht. Deswegen bietet Ottocast mit der Aibox i3 eine spezielle Variante nur für Fahrzeuge der Bayerischen Motorenwerke an.
Die Adapter lassen sich grob in diese Kategorien einteilen:
In dieser Bestenliste konzentrieren wir uns weitgehend auf die erste Gerätekategorie. Dabei unterscheiden wir zwischen geschlossenen Systemen, die nur ausgewählte Streaming-Apps unterstützen, und vollwertigen Android-Lösungen mit integriertem Google Play Store. Letztere ermöglichen den Zugriff auf diverse Dienste wie Disney+, Netflix, Prime Video, MagentaTV oder Youtube – Apps, die unter Carplay und Android Auto normalerweise gesperrt sind.
Zu den vollwertigen Systemen gehören der Ottocast Nano Ai, Ottocast Ottoaibox E2, Atoto Carwave CB6B, Carlinkit Tbox Ultra und UHD sowie Carlinkit Tbox Plus. Die Ottocast Play2Video Ultra bringt zwar einen App-Store mit, aber nur mit eingeschränktem Angebot. Den Google Play Store gibt es hier nicht. Die Ottocast Play2Video Pro beschränkt sich auf Amazon Prime Video, Netflix oder Youtube.
Einige dieser Modelle bringen einen SIM-Karten-Slot mit, um eine eigene Internetverbindung aufzubauen – aber nicht alle. Alternativ können Nutzer das Internet auch über einen mobilen Hotspot vom Smartphone bereitstellen. Alle Boxen dieser Art dienen zeitgleich auch als Wireless-Adapter für Apple Carplay sowie Android Auto.
Zur zweiten Kategorie gehören HDMI-Adapter fürs Auto wie der Ottocast Car TV Mate Pro Max und der Carlinkit Firedrive Link. Beide Adapter besitzen einen HDMI-Eingang, an den man primär einen Streaming-Stick anschließen kann. Laut Hersteller eignet sich der Firedrive primär für den Fire TV-Stick von Amazon, auch wenn andere Zuspieler teilweise nutzbar sind.
Während der Fahrt darf man auf dem Auto-Display auf keinen Fall fernsehen oder Videos anschauen. Das stellt eine erhebliche Ablenkung vom Verkehrsgeschehen dar und ist nicht nur extrem gefährlich, sondern auch eindeutig verboten.
Laut § 23 Abs. 1a der Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt ein striktes Handy- und Ablenkungsverbot. Dieses Verbot schließt ausdrücklich auch das Betrachten von Videos oder TV-Sendungen auf Fahrzeugdisplays ein, wenn diese während der Fahrt genutzt werden.
Erlaubt sind solche Funktionen nur, wenn das Fahrzeug steht und der Motor ausgeschaltet ist und nicht läuft. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert nicht nur Bußgelder und Punkte in Flensburg, sondern gefährdet auch sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer.
Bei einem Verstoß drohen folgende Strafen:
Beifahrer dürfen zwar Videos schauen, allerdings nur auf separaten Bildschirmen, die den Fahrer nicht ablenken oder sichtbar sind. Wir empfehlen, Videos nur im stehenden Fahrzeug zu schauen – ausschließlich bei ausgeschaltetem Motor. Auch im Parkmodus darf der Motor dabei nicht laufen.
Streaming im Auto lässt sich mit den richtigen Adaptern überraschend einfach nachrüsten – vorausgesetzt, das Fahrzeug unterstützt Apple Carplay. Ob mit einer Android-basierten Box oder einem HDMI-Adapter für TV-Sticks: Die Auswahl an Lösungen ist groß und bietet für verschiedene Bedürfnisse passende Optionen.
Besonders flexibel zeigen sich die Ottocast Ottoaibox E2, sehr fortschrittlich sind zudem die Ottocast Nano Ai sowie Carlinkit Tbox Ultra. Eine günstige Alternative ist die Carlinkit Tbox Plus und Ottocast Play2Video Ultra – letzterer aber ohne Play Store. BMW-Fahrer benötigen die Aibox i3 von Ottocast.
Wichtig ist jedoch: Streaming ist ausschließlich im stehenden Fahrzeug erlaubt – während der Fahrt ist es verboten und gefährlich. Wer die Technik verantwortungsvoll nutzt, kann sich unterwegs komfortabel unterhalten lassen, etwa beim Camping im Urlaub oder in der Mittagspause.
Lukasz Konieczny von 08.11.2025
In der Ottocast Nano Ai steckt ein komplettes Android-System samt Play Store. Damit wird das Infotainment-Display im Auto smart.
Android Auto und Apple Carplay ermöglichen es, Inhalte vom Smartphone zuverlässig auf das Infotainment-System zu spiegeln. Allerdings bleiben Streaming- und Video-Apps außen vor. Mit der Ottocast Nano Ai bringt der Hersteller vollwertiges Android direkt aufs Fahrzeug-Display. Gleichzeitig dient die Smart Box als kabelloser Adapter für Android Auto und Apple CarPlay. Wie sich das kleine Gerät im Alltag schlägt, zeigt unser Test.
Optisch hebt sich die Ottocast Nano Ai (auf der Schachtel steht hingegen der Name Ottoaibox Nano) deutlich von der Konkurrenz ab. Statt eines flachen Adapters oder halbmondförmigen Kunststoffplättchens erinnert das Modell von Ottocast an einen kleinen Bildschirm. Auf dem Display erscheint ein Emoji-Gesicht, sobald das Gerät aktiviert ist.
Auch die Befestigung ist clever gelöst. Während die meisten Smart-Boxen fürs Auto lose im Fahrzeug liegen, wird die Aibox mit einem Clip am Lüftungsgitter befestigt. Wer in einem kleineren Fahrzeug wenig Platz im Cockpit hat, kann die Box so sicher fixieren, ohne dass sie beim Fahren verrutscht oder durch den Innenraum fliegt.
Als Anschluss dient ein USB-C-Port. Ein Kabel von USB-C auf USB-A liegt bei. Wer allerdings ein Fahrzeug mit USB-C-Anschluss besitzt, benötigt einen Adapter. An der Box selbst befinden sich ein USB-C-Steckplatz, ein Schacht für eine microSD‑Karte sowie für eine SIM‑Karte. Einen Eingang für Zuspieler oder einen Ausgang für ein weiteres Display gibt es nicht.
Nachdem man die Box an der Lüftung im Auto befestigt und eingestöpselt hat, startet das System. Auf dem Infotainment-System wählt man dann üblicherweise das Icon für Carplay aus, um das Android-Betriebssystem des Geräts auf dem Bildschirm im Cockpit anzuzeigen. Dabei handelt es sich um eine angepasste Version von Android 13 mit dem Namen Ottodrive OS.
Möchte man die Box als drahtlosen Adapter für Android Auto oder Carplay nutzen, muss man das Smartphone per Bluetooth mit dem Gerät verbinden. Anschließend wählt man auf dem Infotainment-System das Icon Multiplay aus – das Gerät startet dann recht flott die Ansicht von Android Auto oder Carplay.
Für den Betrieb des Systems wird eine eigene Internetverbindung benötigt. Dazu legt man entweder eine SIM-Karte ein oder baut mit dem Smartphone einen WLAN-Hotspot auf. Die Nano AI verfügt außerdem über eine integrierte eSIM. Ab Werk stehen 1 GB Datenvolumen kostenlos zur Verfügung, danach lassen sich weitere Pakete hinzubuchen. Ein Jahresabo mit 10 GB pro Monat kostet rund 75 Euro, ein Monatspaket etwa 9 Euro.
Einige Google-Apps sind bereits vorinstalliert oder lassen sich über den Play Store nachladen. Für die Nutzung des Play Store sowie von Google-Apps wie Maps, Chrome oder YouTube ist ein Google-Konto notwendig, mit dem man sich am Infotainment-System anmeldet. Streaming-Apps wie Netflix, Disney+ oder Amazon Prime Video sind ebenfalls vorinstalliert, erfordern jedoch ein eigenes Konto und ein aktives Abo.
Wichtig: Die Ottocast Nano Ai ist – wie die meisten Boxen dieser Art – nicht mit Fahrzeugen von BMW kompatibel. Die einzige bekannte Alternative ist die Ottocast Aibox i3.
Der größte Vorteil der Aibox Nano ist das offene Android-System, das die Installation nahezu aller Android-Apps ermöglicht. Bei vielen anderen Geräten dieser Art sind nur wenige Apps vorinstalliert oder es gibt lediglich einen alternativen App-Store mit Fokus auf den chinesischen Markt.
Im Prinzip verwandelt die Nano Ai das Auto in ein Android-Tablet. Zusätzlich lässt sich weiterhin kabellos das fürs Autofahren optimierte Android Auto oder Apple CarPlay nutzen. Verwendet man die Box mit einer SIM-Karte, erhält man im Fahrzeug ein autarkes System, das sich über GPS und Apps wie Google Maps auch als Navi einsetzen lässt. Eine Sprachsteuerung ist ebenfalls integriert, unterstützt derzeit aber nur Englisch und Japanisch.
Damit lässt sich auch Streaming direkt auf dem Fahrzeug-Display nutzen – etwa in der Pause oder beim Camping. Dabei sollte man jedoch niemals den Motor laufen lassen, wenn man im Auto Videos ansieht, und selbstverständlich nicht während der Fahrt.
Software-Updates können installiert werden, sobald eine Internetverbindung besteht. Der Hersteller verspricht regelmäßige OTA-Updates. Als Mobilfunkstandard nutzt die Box LTE. Alternativ zum Emoji lässt sich auf dem Display auch eine Uhrzeit anzeigen – es gibt zahlreiche Optionen zur Personalisierung. Das System reagiert insgesamt schnell und läuft ohne nennenswerte Ruckler, was vorwiegend dem großzügigen Arbeitsspeicher von 8 GB RAM zu verdanken ist. Der interne Speicher beträgt 128 GB.
Achtung: Das Abspielen von Videos oder Streams während der Fahrt ist verboten und verursacht eine erhebliche Ablenkung (§ 23 Abs. 1a StVO). Verstöße werden mit mindestens 100 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg geahndet – bei Gefährdung drohen 150 Euro, 2 Punkte und ein Monat Fahrverbot. Das Ansehen von Videos ist nur im geparkten Fahrzeug bei ausgeschaltetem Motor erlaubt.
Regulär liegt der Preis im Onlineshop bei 354 Euro, derzeit ist das Produkt aber stark reduziert. Mit dem Rabatt-Code TS20 kostet die Ottocast Nano Ai aktuell nur 175 Euro statt 219 Euro.
Hinweis: Wer bei Ottocast bestellt, sollte beachten, dass die EU-Verbraucherschutzrichtlinien nicht gelten, da das Unternehmen seinen Sitz in China hat. Eine einjährige Garantie lässt sich für rund 10 Euro zusätzlich erwerben. Eine Rückgabe ist innerhalb von 30 Tagen zwar möglich, jedoch können für den Rückversand nach China erhebliche Versandkosten anfallen. Käufer sollten diesen Punkt vor dem Kauf unbedingt einkalkulieren.
Die Ottocast Nano Ai hat uns als smarte Lösung fürs Auto überzeugt. Nicht nur das Design ist gelungen, auch die Befestigung am Lüftungsgitter erweist sich in der Praxis als besonders praktisch. Fahrzeughalter erhalten hier ein vollwertiges Android-System mit Zugriff auf fast alle gängigen Apps. Über eine SIM-Karte oder eSIM lässt sich das Gerät unabhängig vom Smartphone nutzen – inklusive der Möglichkeit, Videos, Filme oder Serien direkt über das Infotainment-Display zu streamen.
Wer lieber klassisch während der Fahrt Android Auto oder Apple CarPlay verwenden möchte, kann das ebenfalls tun – kabellos und ohne zusätzliche Hardware. Einziger Wermutstropfen: Ein Adapter von USB-A auf USB‑C fehlt im Lieferumfang, falls das eigene Fahrzeug nur über einen Typ‑C‑Anschluss verfügt. Solche Adapter sind jedoch günstig erhältlich. Eine Sprachsteuerung auf Deutsch gibt es bisher nicht.
Trotzdem zählt die Ottocast Nano Ai zu den ausgereiftesten Lösungen ihrer Art – und rechtfertigt damit auch den vergleichsweise hohen Preis.
Lukasz Konieczny von 29.01.2026
Die Ottoaibox bringt nicht nur drahtloses Android Auto und Carplay – sie rüstet das Infotainment mit vollwertigem Android und Play Store nach.
Fahrzeugschnittstellen wie Apple Carplay oder Android Auto ermöglichen es, Musik vom Smartphone über das Autoradio zu streamen oder mit Google Maps zu navigieren. Aus Sicherheitsgründen ist der Zugriff jedoch auf ausgewählte Apps beschränkt – Streaming-Dienste wie Netflix oder Youtube sind ausgeschlossen.
Wer sein Infotainment-System um ein vollwertiges Android erweitern möchte, um auf die gesamte App-Vielfalt zuzugreifen, findet mit der Ottocast Ottoaibox E2 eine interessante Lösung. Wie sich die smarte Box in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.
Hinweis: Das Abspielen von Videoinhalten während der Fahrt ist gefährlich und daher zu Recht verboten. Die Nutzung sollte ausschließlich im Stand und bei ausgeschaltetem Motor erfolgen.
Die Ottocast-Aibox ist quadratisch gestaltet und verfügt über abgerundete Ecken. Das Kunststoffgehäuse wirkt trotz des Materials hochwertig: Dazu trägt die silberne Lackierung an den Rändern bei, die einen edlen Eindruck hinterlässt. Spaltmaße sind nicht erkennbar. Die Abmessungen betragen 76 × 76 × 15 mm. Damit ist die Box zwar größer als Wireless-Adapter für Carplay oder Android Auto, aber auch nicht zu groß, um im Cockpit störend aufzufallen.
An einer Seite befindet sich ein USB-C-Anschluss, auf der gegenüberliegenden ein SIM-Karten-Slot sowie ein microSD-Karten-Slot. Eine LED unterhalb des Ottocast-Schriftzugs signalisiert Stromversorgung und Datenübertragung. Zum Lieferumfang gehören ein USB-C-auf-USB-A-Kabel, ein USB-C-auf-USB-C-Kabel sowie ein USB-A-Verlängerungskabel.
Die Einrichtung ist unkompliziert: Die Box wird per Kabel an einen USB-A- oder USB-C-Port im Fahrzeug angeschlossen, der normalerweise für das Smartphone zum Betrieb von Android Auto oder Carplay vorgesehen ist. Anschließend erscheint im Infotainment-System ein Carplay-Icon. Das ist kein Grund zur Irritation – die Box nutzt lediglich die Schnittstelle, um ihr eigenes Bildsignal auf dem Fahrzeugdisplay auszugeben. Nach dem Antippen des Icons startet das System der Box.
Zunächst blendet das Gerät einen Warnhinweis ein, der vom Abspielen von Videos während der Fahrt abrät. Danach erscheint der Startbildschirm mit der aufgeräumten, eigenständigen Oberfläche. Ein Hinweis auf die optionale Nutzung einer kostenpflichtigen eSIM kann man überspringen. Vorinstalliert sind unter anderem Youtube, Google Chrome, Google Maps sowie der Play Store.
Für die Internetverbindung stehen zwei Optionen zur Verfügung: Entweder verbindet sich die Box über einen WLAN-Hotspot des Smartphones oder über eine handelsübliche SIM-Karte. Beim Systemstart fragt die Oberfläche nach der PIN, was reibungslos funktioniert. Alternativ bietet Ottocast ein kostenpflichtiges eSIM-Datenpaket an.
Zusätzlich fungiert die Ottoaibox als Wireless-Adapter für Android Auto und Carplay. Dafür wird das Smartphone per Bluetooth gekoppelt; anschließend bauen die Geräte eine lokale WLAN-Verbindung auf. Android Auto oder Carplay lassen sich dann über die App „Multiplay“ starten. Zu beachten ist allerdings, dass das Smartphone in diesem Wireless-Betrieb nicht gleichzeitig als WLAN-Hotspot genutzt werden kann.
Die Ottoaibox E2 ist grundsätzlich mit allen Fahrzeugen kompatibel, die kabelgebundenes Carplay unterstützen – mit Ausnahme von BMW. Lediglich die Ottocast Aibox i3 ist für Fahrzeuge der Bayerischen Motorenwerke geeignet.
Das Betriebssystem ist nicht mehr auf dem neuesten Stand und basiert auf Android 13. Die Oberfläche Ottodrive 2.5 ist jedoch übersichtlich gestaltet. Bei bestehender Internetverbindung lassen sich Firmware-Updates drahtlos („Over-the-Air“) installieren. Der Hersteller stellt regelmäßig Aktualisierungen bereit, nennt jedoch keinen festen Update-Rhythmus.
Als Prozessor kommt ein Snapdragon 665 zum Einsatz. Der inzwischen deutlich in die Jahre gekommene Chip reicht für einen flüssigen Betrieb aus, früher wurde er häufig in günstigen Mittelklasse-Smartphones verbaut. Mit 4 GB Arbeitsspeicher fällt die Ausstattung knapp aus, für den vorgesehenen Einsatzzweck genügt sie jedoch. Der interne Speicher umfasst 64 GB. Konkurrenzmodelle von Carlinkit setzen teils auf leistungsstärkere Chips und mehr RAM.
Für die Datenübertragung nutzt die Box Wi-Fi 5. Für die mobile Nutzung ist ein integriertes LTE-Modem (4G) vorhanden. Angesichts aktueller Standards wäre 5G wünschenswert gewesen – ist aber mangels ausreichender Netzabdeckung auf dem Land zu verschmerzen. Die maximale Ausgabeauflösung beträgt Full-HD und ist für gängige Infotainment-Displays mehr als ausreichend. GPS ist ebenfalls an Bord.
Regulär kostet die Ottoaibox E2 beim Hersteller 187 Euro. Aktuell ist sie bereits auf 140 Euro reduziert – mit dem Code TS20 gibt es zusätzlich 20 Prozent Rabatt. So kostet die Smart Box nur noch 112 Euro. Der Versand ist kostenlos.
Da der Hersteller seinen Sitz in der Volksrepublik China hat, finden die EU-Verbraucherschutzbestimmungen keine Anwendung. Allerdings gewährt Ottocast freiwillig eine zweijährige Garantie sowie ein 30-tägiges Umtauschrecht. Beim Rückversand können jedoch Versandkosten anfallen, die vom Käufer zu tragen sind.
Die Ottocast Ottoaibox E2 hat uns als Aufrüstlösung fürs Auto überzeugt. Die Einrichtung gelingt unkompliziert. Sowohl per WLAN-Hotspot als auch mit SIM-Karte ließ sich problemlos eine Internetverbindung herstellen, über den Play Store stehen zahlreiche relevante Android-Apps zur Verfügung.
Zusätzlich fungiert die Box als Wireless-Adapter für Android Auto und Carplay, sodass sich das Smartphone während der Fahrt komfortabel einbinden lässt. Insgesamt entwickelt sich die Aibox damit zur vielseitigen Entertainment-Station.
Technisch liegt das Gerät hinter einigen Mitbewerbern zurück: 4 GB RAM, ein älterer Prozessor und Android 13 wirken nicht mehr zeitgemäß. In der Praxis zeigt sich die Ottoaibox E2 jedoch zuverlässig, zudem ist der Preis fair. Daher können wir das Gerät empfehlen.
Lukasz Konieczny von 26.01.2026
Mehr Leistung und aktuelle Software: Die Carlinkit Tbox Ultra rüstet Fahrzeuge mit Android 15 und Apps nach. Wireless Carplay und Android Auto gibt es ebenfalls.
Aus Sicherheitsgründen bleiben Entertainment-Apps im Auto gesperrt: Youtube oder Netflix lassen sich somit nicht per Carplay oder Android Auto nutzen. Das ist während der Fahrt absolut sinnvoll – im Stand, etwa während einer Pause oder im Urlaub, wirkt diese Einschränkung jedoch streng.
Genau an dieser Stelle setzt die Carlinkit Tbox Ultra an. Der Nachfolger der Carlinkit Tbox UHD bietet eine schnellere CPU und bringt zudem ein vollwertiges Android 15 ins Auto. Das ermöglicht den Zugriff auf den Google Play Store und nahezu alle gängigen Apps.
Getestet haben wir die Carlinkit Tbox Ultra in einem Opel Astra K (Baujahr 2017). Als Smartphones kamen ein Honor Magic V3 sowie ein iPhone 12 Pro Max zum Einsatz. Achtung: Bei BMW-Fahrzeugen funktioniert diese Lösung nicht.
Hinweis: Das Streamen oder Ansehen von Videos während der Fahrt ist unzulässig, gefährlich und verstößt gegen das Handy- und Ablenkungsverbot gemäß § 23 Abs. 1a StVO. Im Stand darf die Nutzung nur bei ausgeschaltetem Motor erfolgen.
Optisch erinnert die Tbox Ultra mit ihrem konsolenähnlichen Design stark an den Vorgänger. Statt in Weiß ist das Gehäuse aus ABS nun in Blau gehalten. Die Box fällt erneut recht wuchtig aus und wirkt dadurch im Cockpit vergleichsweise präsent. An den Abmessungen hat sich kaum etwas geändert: Mit 90 × 84,9 × 17,1 mm entspricht sie weitgehend dem Vorgängermodell.
Seitlich befindet sich ein USB-C-Anschluss, über den die Box mit dem Fahrzeug verbunden wird. Ebenfalls an der Seite sitzen zwei Steckplätze – jeweils für eine SIM-Karte und eine microSD-Karte. Zum Lieferumfang gehören passende Kabel von USB-C auf USB-A sowie von USB-C auf USB-C, zusätzlich liegt ein Verlängerungskabel mit USB-A-Anschluss bei.
Die Tbox Ultra wird per Kabel mit dem Fahrzeug verbunden – an dem USB-Anschluss, an dem normalerweise das Smartphone für Carplay oder Android Auto steckt. Auf dem Infotainment-Display erscheint anschließend ein Carplay-Icon. Das ist zunächst etwas irreführend: Wird es ausgewählt, startet nicht Carplay, sondern das integrierte System auf Basis von Android 15. Direkt zum Start blendet die Box einen Warnhinweis ein, der darauf hinweist, dass das System nicht während der Fahrt genutzt werden soll.
Für die Internetverbindung gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder richtet man über das Smartphone einen WLAN-Hotspot ein und verbindet die Box damit, oder man nutzt eine SIM-Karte direkt im Gerät. Letztere Option ermöglicht einen autarken Betrieb, unabhängig vom Smartphone. Um Apps aus dem Google Play Store zu installieren, ist eine Anmeldung mit dem eigenen Google-Konto erforderlich – eine aktive Internetverbindung vorausgesetzt. Die Einrichtung gelingt in wenigen Minuten.
Soll Carplay oder Android Auto genutzt werden, wird die Tbox zunächst per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt. Anschließend baut die Box automatisch eine WLAN-Verbindung auf. Einmal tippen auf das „Autokit“-Icon im Startbildschirm genügt, um den jeweiligen Modus zu starten. Danach erscheint – abhängig vom verbundenen Smartphone – die gewohnte Oberfläche von Android Auto oder Carplay. Nutzt man das Smartphone als WLAN-Hotspot, wird diese Verbindung beim Wechsel in den Carplay- oder Android-Auto-Modus getrennt.
Trotz einer Leistungsaufnahme von nur 5 W war die Autobatterie bei unserem Opel Astra nach rund 15 Minuten leer. Primäre Ursache war vermutlich das eingeschaltete Licht – die Automatik aktiviert es automatisch und verlangt mindestens Standlicht, ein Ausschalten ist nicht möglich bei aktiver Zündung. Zudem war die Autobatterie bereits geschwächt. Wer das Gerät länger bei ausgeschaltetem Motor betreiben möchte, sollte daher auf eine gut geladene, intakte Autobatterie achten und alle zusätzlichen Verbraucher konsequent abschalten.
Als Betriebssystem kommt eine herstellereigene Bedienoberfläche auf Basis von Android 15 zum Einsatz, die übersichtlich gestaltet ist. Vorinstalliert sind unter anderem Youtube, Chrome, Netflix und Google Maps. Zusätzlich steht der Google Play Store zur Verfügung, wodurch eine große Auswahl weiterer Apps installiert werden kann.
Als Prozessor arbeitet ein Qualcomm SM6350, unterstützt von 8 GB RAM. Damit reagiert die Tbox Ultra deutlich flüssiger als der Vorgänger Tbox UHD, der im Alltag teils träge wirkte. Der interne Speicher beträgt 128 GB; eine Variante mit 256 GB ist derzeit nicht verfügbar. Per microSD-Karte lässt sich der Speicher um bis zu 512 GB erweitern. Zur Positionsbestimmung stehen GPS, Glonass und Beidou bereit. Ein HDMI-Ausgang ist nicht vorhanden.
Für lokale Netzwerkverbindungen unterstützt die Tbox Ultra WLAN nach Wi-Fi-5-Standard. Mobil ist das Gerät erstmals auch per 5G über eine SIM-Karte nutzbar – der Vorgänger beschränkte sich auf LTE. Allerdings hatten wir im Test Probleme, unsere SIM-Karte zu nutzen. Wir stehen hier im Kontakt mit dem Hersteller und werden es noch mit einer anderen Karte bei einem anderen Netzanbieter ausprobieren. Möglicherweise muss man die PIN der SIM-Karte deaktivieren – was aber ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko wäre. Zufdem werden wir ein Firmware-Update durchführen.
Laut Hersteller Carlinkit sollen bis zu 98 Prozent aller Fahrzeuge mit Carplay-Unterstützung kompatibel sein. Eine Ausnahme sind Fahrzeuge von BMW, die nicht mit diesem Modell zusammenarbeiten.
Mit dem Rabattcode TechStage25 kostet die Tbox Ultra für kurze Zeit direkt beim Hersteller nur 216 Euro statt regulär 278 Euro. Andere Händler verlangen um die 240 Euro. Dauerhaft gültig ist der Code TechStage, der zu einem Preis von 222 Euro führt.
Hinweis: Da der Hersteller seinen Sitz in China hat, gelten die EU-Verbraucherschutzbestimmungen nicht. Der Anbieter gewährt jedoch eine Garantie von einem Jahr sowie ein 30-tägiges Umtauschrecht. Beim Rückversand ist allerdings mit Versandkosten zu rechnen.
Die Carlinkit Tbox Ultra ist eine gelungene Weiterentwicklung des Vorgängers. Mit 5G-Unterstützung per SIM-Karte und Android 15 erweitert die smarte Box ihren Funktionsumfang deutlich. Das System arbeitet schnell und flüssig und bietet vollen Zugriff auf den Google Play Store. Wer sein Fahrzeug um ein vollwertiges Android-System erweitern möchte, erhält hier eine überzeugende Lösung. Nur für BMW-Besitzer eignet sich die Box nicht.
Per Hotspot funktionierte die Box tadellos. Das größte Ärgernis waren jedoch unsere Probleme, die SIM-Karte zum Laufen zu bringen. Wir stehen in Kontakt mit dem Hersteller und werden nach einer Lösung suchen. Sobald wir mehr wissen, aktualisieren wir diesen Testbericht.
Die Box fällt relativ groß aus und kann im Cockpit sichtbar Platz einnehmen, was im Test jedoch nicht störte. Wichtig ist der verantwortungsvolle Einsatz: Streaming-Apps dürfen während der Fahrt nicht genutzt werden. Bei Verwendung im Stand sollte der Motor ausgeschaltet sein. Dann ist aber darauf zu achten, Licht und andere Verbraucher abzuschalten – wir raten dazu, die Box nur mit einer ausreichend geladenen Autobatterie zu nutzen.
Benjamin Otterstein von 06.11.2025
Vom Dongle zum Entertainment-Center: Der Carwave-Adapter von Atoto kombiniert Carplay, Android Auto und ein vollwertiges Android-System im Auto.
Apple Carplay und Googles Android Auto sind seit Jahren feste Größen im Infotainment-Bereich von Fahrzeugen. Adapter wie der Atoto Carwave CB6 sind daher praktische Lösungen, um diese Funktionen auch in älteren Fahrzeugen kabellos zu nutzen.
Doch der Adapter kann viel mehr: Er rüstet das Auto mit einem Android-System aus und bietet zusätzlich den Zugriff auf Apps wie Youtube, einen Webbrowser und sogar einen auf ChatGPT basierenden KI-Assistenten fürs Auto. Doch stellt sich die Frage: Taugt das wirklich etwas in der Praxis? Das beantwortet unser Testbericht.
Mit dem Rabatt-Code LCLZL33I kostet der Adapter bei Amazon nur 143 Euro statt 286 Euro.
In der kleinen Pappbox liegen neben dem Adapter mehrere Kabel: ein USB-C-Kabel, ein USB-C-auf-USB-A-Kabel sowie ein Splitkabel mit zwei USB-A-Steckern und Adapter für schwächere Stromquellen. Dazu gibt es eine Kurzanleitung, ein SIM-Werkzeug und eine SIM-Karte mit 100 MB Datenvolumen.
Der Adapter ist handtellergroß und rund, mit einer abgeflachten Seite. Dort sitzt der einzige Anschluss: USB-C zur Verbindung mit dem Fahrzeug. Links davon sind zwei Slots – einer für eine SIM-Karte, der andere für eine microSD‑Karte. Auf der gegenüberliegenden Seite leuchten kleine Status‑LEDs. Die dunkelgraue Oberfläche zeigt ein Rautenmuster und in der Mitte eine kreisrunde LED zur Statusanzeige. Auf zusätzliche Anschlüsse wie HDMI verzichtet Atoto.
Eigentlich ist das Setup sehr einfach, wenn man sich an die Anleitung hält und auch auf der offiziellen Website überprüft, ob das System auch für das eigene Fahrzeug geeignet ist. Konkret werden Hersteller wie BMW (mit iDrive 7 und 8) nicht unterstützt.
Sobald die SIM‑Karte eingesetzt und der Adapter per USB-Kabel mit dem Auto verbunden ist, lässt sich das Smartphone koppeln. Wir haben dazu ein iPhone 17 Pro sowie ein Google Pixel 9a in einem Mercedes-Benz Vito verwendet, um die drahtlose Verbindung sowohl für Carplay als auch Android Auto überprüfen zu können. Alternativ war der Adapter auch in einem Hyundai Ioniq 6 mit einem iPhone 16 Pro sowie Honor Magic V3 im Einsatz.
Nach der Kopplung startet das Gerät ein integriertes Android-Betriebssystem, das zahlreiche Zusatzfunktionen bietet und eine Internetverbindung benötigt, um korrekt zu funktionieren – entweder über eine SIM-Karte oder einen WLAN-Hotspot per Smartphone. Allerdings hatten wir beim ersten Versuch mit dem Vito Probleme, da der Adapter eine SIM-Karte verlangte und den WLAN-Hotspot ignoriert hat. Beim zweiten Versuch klappte es dann reibungslos.
Das integrierte Betriebssystem des Adapters erlaubt Zugriff auf vorinstallierte Apps, aber man kann auch eigene Apps aus dem Google Play Store installieren. Alternativ dazu kann man das Smartphone auch via Apple Airplay oder Google Cast spiegeln und sämtliche Smartphone-Inhalte und Apps auf dem Infotainment-System wiedergeben. Oder man aktiviert einfach nur die drahtlosen Varianten von Carplay und Android Auto mit einem Fingertipp. Wie man den Atoto Carwave verwendet, bleibt einem selbst überlassen.
Bevor wir zu den vielfältigen Möglichkeiten des Adapters kommen, sei erwähnt, dass es im Test mit dem Vito kleinere Probleme mit Carplay und Android Auto gab. Während iPhone und Android-Gerät bei einer Direktverbindung Fahrzeugdaten auslesen können, funktioniert dies bei der kabellosen Verbindung nicht immer reibungslos.
Im Test am Vito passten sich beide Systeme nicht optimal an das Display an, wodurch die Anzeigen teilweise zu klein wirkten. Beim Test mit dem Hyundai Ioniq 6 und einem riesengroßen Display hatten wir hingegen keine Probleme bei der Darstellung von Android Auto oder Apple Carplay.
Der Adapter lässt sich dank integrierter SIM-Karte, ausreichend Arbeitsspeicher, internem Speicher und Snapdragon-Chip mit Android-Betriebssystem auch ganz ohne Smartphone nutzen. Dann kommt das integrierte Android-System zum Tragen anstatt Android Auto oder Carplay. Als Arbeitsspeicher stehen wahlweise 8 GB RAM oder 4 GB RAM zur Auswahl. Der interne Speicher beträgt 128 GB oder 64 GB.
Navigation ist über das integrierte GPS möglich, ebenso die Verwendung eines Webbrowsers als App. Weitere Apps können installiert werden, und Filme oder Serien laufen über Streaming-Apps. Außerdem steht ein gut funktionierender KI-Assistent auf ChatGPT-Basis zur Verfügung, der auf Fragen reagiert, jedoch keine Fahrzeugfunktionen steuert. Verglichen mit anderen Boxen anderer Hersteller reagierte das Modell von Atoto in diesem Modus sehr flott.