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15.11.2025
20:00 Uhr
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Aktuell liefern sich viele BKW-Händler eine Preisschlacht. Viele Top-Modelle unserer Bestenliste sind so günstig wie nie. Wir zeigen die besten Angebote.

Philipp hat seinen beruflichen Werdegang als Praktikant in einer Werbeagentur begonnen und ist mit verantwortlich für das Design von Bierdeckeln, Werbetafeln und einem Fan-Bus eines großen Fußballvereins. Danach folgte der erste Schritt zum Journalismus: Ein Volontariat bei PC-Zeitschriften, die heute kaum noch jemand kennt - PC Direkt und PC Professionell. Dann folgte ein mehrjähriger Ausflug in die Welt des Marketings, PR-Arbeit und Qualitätsmanagement in einem mittelständischen Handelsunternehmen.
Seit 2015 ist Philipp bei Heise im Team von Bestenlisten aktiv. Hier bringt er auch seine privaten Interessen ein und deshalb für Drohnen, Laser, Balkonkraftwerke, Powerstations und zahlreiche China-Gadgets wie Handwärmer, USB-Lötkolben oder Mini-Taschenlampen zuständig.
Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.
Aktuell liefern sich viele BKW-Händler eine Preisschlacht. Viele Top-Modelle unserer Bestenliste sind so günstig wie nie. Wir zeigen die besten Angebote.
Mit einem Stromspeicher kann ein Balkonkraftwerk über die Nutzungszeit einen höheren Gewinn (Ratgeber) als ohne Batterie erzielen und so die Stromrechnung weiter drücken. Wir zeigen die besten Solarspeicher für BKWs von Anker, Alpha ESS, Ecoflow, Hoymiles, Marstek, Priwatt, Solakon, Sun Energy XT (ehemals Sunlit), Zendure & Co. aus unseren Tests. Und die gibt es jetzt zu besonders günstigen Konditionen. Die Händler liefern sich derzeit eine Preisschlacht, die fast täglich neue Bestpreise bringt.
Letztlich kommt es hier, wie auch beim Balkonkraftwerk selbst, auf die individuellen Bedürfnisse, die örtlichen Gegebenheiten sowie den Preis an. Möchte man möglichst viele Solarpanels anschließen und den Speicher während der Dunkelflaute ebenfalls sinnvoll nutzen, sind Lösungen interessant, die vier MPP-Tracker bieten und ein bidirektionales Laden unterstützen. Apropos MPP-Tracker: Anders als noch vor wenigen Jahren verfügen die Speicher inzwischen über integrierte Anschlüsse für Solarpanels. Ein externer Wechselrichter entfällt in den meisten Fällen.
Unser Testsieger Solakon One bietet genau das: Vier integrierte MPP-Tracker und die Unterstützung dynamischer Stromtarife (Ratgeber) von Rabot Energy, Tibber & Co, sodass der Speicher auch während der Winterzeit oder bei schlechtem Wetter mit Strom wirtschaftlich sinnvoll geladen und zur Senkung der Stromkosten verwendet werden kann. Die Integration der dynamischen Stromtarife ist allerdings noch nicht in der App integriert, soll aber in Kürze zur Verfügung stehen. Auch die Lösungen Zendure Solarflow 800 Pro, Anker Solarbank 3 und Ecoflow Stream Ultra respektive Stream Ultra X sowie Sun Energy XT (ehemals Sunlit) BK215 bieten diese Eigenschaften.
Für viele Anwender ist auch eine lokale Steuerung des Speichers wichtig, wodurch man beim Ausfall der Hersteller-Cloud nicht von einer Funktionsbeeinträchtigung betroffen ist. Eine lokale Ansteuerung, etwa über Home Assistant, bieten die Lösungen von Maxxisun, Solakon und Zendure. Wie zu hören ist, planen auch andere Speicherhersteller wie Ecoflow eine lokale Ansteuerung. Für Ecoflow-Speicher gibt es derzeit nur eine Integration über deren Cloud.
Mit einem Speicher kann man die Eigenverbrauchsquote des vom Balkonkraftwerk erzeugten Strom deutlich steigern und spart damit gegenüber einer Mini-PV-Anlage ohne Speicher langfristig mehr Stromkosten. Optimal ist dabei eine dynamische Einspeisung, die sich anhand des realen Verbrauchs orientiert. Dafür wird ein Smart Meter wie der Shelly Pro 3EM für aktuell 80 Euro benötigt. Der Shelly Pro 3EM ist zu allen gängigen Speichern kompatibel und lässt sich darüber hinaus, anders als etwa von den Herstellern angebotenen Smart Meter, problemlos in Home Assistant einfügen.
Als Faustregel gilt: Wer ein Balkonkraftwerk mit vier Panels und einer maximal möglichen Solarleistung von 2000 Watt betreibt, sollte zu einem Speicher mit einer Kapazität von 4 kWh greifen. Für Standard-BKWs mit zwei Solarmodulen reichen Modelle mit 2 kWh.
Der klassische Einstieg in die Welt der Balkonkraftwerke besteht aus zwei Solarmodulen und einem Wechselrichter. Angebote von bekannten BKW-Händlern (siehe weiter unten) setzen inzwischen vermehrt auf 500-Watt-Module. Immer mehr Solarpanels nutzen dabei auch die Rückseite zur Energiegewinnung. Sogenannte bifaziale Solarmodule (Ratgeber) können unter optimalen Bedingungen bis zu 30 Prozent mehr Energie erzeugen.
Im Folgenden zeigen wir attraktive Angebote zu Balkonkraftwerken von Herstellern, von denen wir bereits einige Varianten getestet haben. Diese Komplettsets beinhalten bis auf eine Ausnahme sämtliches Zubehör wie Halterungen und MC4-Verlängerungskabel.
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Funktionen sowie die Preise der in dieser Bestenliste geführten Stromspeicher für Balkonkraftwerke. Am günstigsten pro kWh mit einem Preis von 169 Euro ist derzeit der Marstek Jupiter C Plus. Allerdings sind die Marstek-Modelle von einer Blutooth-Sicherheitslücke betroffen (s.o.), die aber per App-Update Ende des Monats geschlossen werden soll.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Preise pro kWh auch bei den anderen Speicherlösungen im Laufe des Jahres stark gefallen sind und sie aktuell zu Bestpreisen erhältlich sind.
Für die Zendure-Lösung spricht außerdem, dass der Hersteller inzwischen eine API und zusammen mit der Community eine Integration für Home Assistant vorgestellt hat. Damit kann man den Speicher unabhängig von der Cloud lokal betreiben. Das Gleiche gilt für den Solakon One, dessen lokale Integration für Home Assistant inzwischen das Auslesen sämtlicher Sensordaten sowie die Steuerung des Speichers erlaubt.
Fast Standard ist die Möglichkeit eines Stromspeichers, nur so viel Energie einzuspeisen, wie gerade benötigt wird. Sämtliche Modelle dieser Bestenliste bieten eine dynamische Einspeisung, sodass man den erzeugten PV-Strom größtenteils selbst nutzen kann und die Anlage sogar netzdienlich ist, weil sie nicht mehr unkontrolliert einspeist. Dynamisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Speicher die Einspeiseleistung anhand der realen Verbrauchswerte anpasst (siehe hierzu auch Balkonkraftwerk mit Nulleinspeisung: Shelly Pro 3EM & andere Smart Meter).
Natürlich funktioniert das nur bis 800 Watt, denn mehr darf ein Balkonkraftwerk/Speicher nicht ins Stromnetz einspeisen. Für die sogenannte Nulleinspeisung (Ratgeber) unterstützen die meisten Hersteller den Smart Meter Pro 3EM von Shelly, der aktuell für 80 Euro im Angebot ist. Überdies bieten die Hersteller auch eigene Lösungen an, die zwar oft als kostenlose Dreingabe mitgeliefert werden, aber selten mit Smart-Home-Lösungen (Bestenliste) wie Home Assistant kompatibel sind. Wer also seine PV-Anlage mit Home Assistant verwalten möchte, verwendet besser den Shelly Pro 3EM.
Und auch die zum Nachrüsten besonders gut geeigneten Varianten Hoymiles MS-A2 und Anker Solarbank 2 AC erlauben sowohl bidirektionales Laden als auch eine dynamische Einspeisung. Auch der AC-gekoppelte Speicher Marstek Venus E 3.0 bietet diese Funktion. Allerdings ist der mit 5,12 kWh für Balkonkraftwerke schon fast überdimensioniert und eher für klassische PV-Anlagen geeignet. Wegen einer Bluetooth-Lücke sollte man ihn außerdem dauerhaft mit einem Smartphone koppeln, damit Angreifer die Schwachstelle nicht ausnutzen können.
Wer hingegen nur Platz für zwei Solarmodule hat, erhält mit Zendure Solarflow 800 ein modernes und effizientes Speichersystem, das ebenfalls bidirektionales Laden unterstützt und somit vorwiegend für Nutzer eines dynamischen Stromtarifs Vorteile bietet.
Inzwischen gibt es auch Lösungen, die die Grenze von Standard-BKWs und großen PV-Anlagen verwischen. Sunlit bietet mit seiner Speicherlösung BK215 und der Erweiterungseinheit B215 ein System an, das eine Kapazität von bis zu 8,6 kWh bietet und in Verbindung mit dem optional erhältlichen bidirektionalen Wechselrichter EV3600 sogar das Laden eines E-Autos unterstützt. Das funktioniert sogar autark im Inselbetrieb, allerdings nur bis zu einer Leistung von 3,7 kW. Das mag für reinrassige E-Autos mit Batteriegrößen von bis zu über 100 kWh zu wenig sein, aber für Hybrid-Fahrzeuge reicht das zumindest für eine Teilladung. Verteilt auf zwei Tage gelingt der Lösung, die meisten Hybrid-Fahrzeuge voll aufzuladen. Wer das System zudem mit einem Starkstromanschluss verbindet, erreicht eine Ladeleistung von bis zu 11 kW.
Sämtliche der hier vorgestellten Speicherlösungen sind auch als Nachrüstlösungen für ein bestehendes Balkonkraftwerk geeignet. Sie werden aber auch im Set als komplettes Balkonkraftwerk angeboten. Sunlit-Partner DRBO Greenenergy bietet die maximale Konfiguration mit 8,6 kWh, bestehend aus einem Kopfspeicher (BK215) und drei Erweiterungseinheiten (B215) sowie bidirektionalem Wechselrichter EV3600 statt für 4799 Euro für nur 3129 Euro an. Die Kombination aus Kopfspeicher (BK215) und Erweiterungsspeicher (B214) mit 4,3 kWh kostet 1120 Euro.
Der Solakon One unterstützt bidirektionales Laden und bietet eine dynamische Einspeisung sowie eine Integration für Home Assistant. Das können in Kombination nur wenige. Das Set On Basic mit zwei 500-Watt-Modulen und Solakon One mit 2,11 kWh kostet inklusive Halterungen und Versand 998 Euro. Einzeln ist der Solakon One ab 618 Euro erhältlich.
Die Anker Solix Solarbank 3 bietet alles, was sich anspruchsvolle Nutzer eines Balkonkraftwerks wünschen: Bidirektionales Laden, Nulleinspeisung und eine große Speicherkapazität von bis zu 16 kWh. Während sie zur Einführung noch knapp 1200 Euro kostete, ist sie nun zum Bestpreis von 887 Euro erhältlich.
Neben den Kosten für einen Stromspeicher, die über die Amortisationsdauer und den Gewinn der Anlage entscheiden, sind auch dessen Funktionen relevant. Beherrscht ein Stromspeicher etwa eine dynamische Einspeisung auf Basis des tatsächlichen Strombedarfs? Kann man ihn auch als Powerstation und als Offgrid-Lösung, etwa für Camper interessant, nutzen? Unterstützt der Solarspeicher das Aufladen mit Strom vom Netzbetreiber oder nur mit PV? Ersteres ist etwa nützlich, wenn während der Dunkelflaute das Balkonkraftwerk die Batterien nicht vollständig laden kann. Lässt sich der Stromspeicher in ein Smart-Home-System wie Home Assistant integrieren, sodass man die Energieproduktion vollständig im Blick hat und statistische Auswertungen vornehmen kann?
Kleine Photovoltaik-Anlagen für Garten und Balkon, die sogenannten Balkonkraftwerke (Bestenliste), locken mit überschaubaren Anschaffungskosten und geringer Bürokratie. Eine Anmeldung im Marktstammdatenregister reicht aus. Eine separate Anmeldung der Mini-PV-Anlage beim Netzbetreiber ist dank des Solarpakets I (Ratgeber) nicht mehr notwendig. Mieter haben seit Oktober 2024 ein Recht auf ein Balkonkraftwerk, da dieses zu den privilegierten Maßnahmen zählt. Mehr dazu bietet der Beitrag Balkonkraftwerk für Mieter und Eigentümer: Ohne Zustimmung läuft nichts.
Im Unterschied zu einer großen Photovoltaik-Anlage muss der produzierte Strom bei der Plug-and-play-Variante direkt verbraucht werden, denn eine Vergütung für die Einspeisung ins Stromnetz gibt es in der Regel nicht. Um möglichst viel Strom zu sparen, muss man den Strom in dem Moment verwerten, in dem er produziert wird. Überschüssige Energie geht sonst kostenlos an den Netzbetreiber.
Das ist zeitlich aber oft nicht möglich, da Verbraucher wie Herd, Ofen, Waschmaschine und Trockner in der Regel erst abends und zu Feierabend eingeschaltet werden – nicht aber zur Mittagszeit, wenn der Stromertrag am höchsten ist. In der Praxis verschenkt man so tagsüber Strom, den man in den Abend- und Nachtstunden teuer bezahlen muss.
Einen Ausweg versprechen Balkonkraftwerke mit Stromspeicher. Mehr als die Hälfte der Balkonkraftwerke verkaufen die Händler inzwischen inklusive Speicher. Bereits im Einsatz befindliche Balkonkraftwerke lassen sich einfach mit einem Speicher nachrüsten. In diesem Artikel zeigen wir, welche Speicherlösungen in den Praxistests am besten abschneiden.
Hinweis: Da hiesige Stromzähler die einzelnen Phasen saldieren, ist es irrelevant, ob an der Phase, an die der Stromspeicher angeschlossen ist, ein starker Verbraucher die eingespeiste Energie auch abnimmt.
Wer von seinem Balkonkraftwerk maximal profitieren möchte, sollte inzwischen fast immer in einen zusätzlichen Speicher investieren. Die Kosten sind inzwischen derart gefallen, dass sich die Anschaffung praktisch immer lohnt. Es gibt aber auch Ausnahmen: Beträgt die Grundlast eines Haushalts im Durchschnitt weniger als 100 Watt, lohnt sich ein Speicher selten, weil die Effizienz bei einer niedrigen Einspeiseleistung erheblich sinkt, sodass der Einsatz wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. In diesem Fall ist ein Balkonkraftwerk ohne Speicher die sinnvollere Variante, um Strom zu sparen.
Wie schnell sich die Investition in Balkonkraftwerk und einen Speicher auszahlt, zeigen wir anhand konkreter Zahlen in unserem Artikel Balkonkraftwerk & Amortisation: Gewinn maximieren mit der richtigen Auswahl.
Wer ein Balkonkraftwerk nutzt, möchte Stromkosten sparen. Ein weiteres Einsparpotenzial sollte man außerdem durch die Wahl des günstigsten Stromanbieters erschließen. Spätestens wenn man Post vom Stromlieferanten über eine Preiserhöhung erhält, lohnt sich ein Wechsel. Neutarife sind meist wesentlich günstiger. Gleiches gilt für Gastarife. Auch hierfür bieten wir ein entsprechendes Vergleichsangebot im heise Tarifvergleich.
Wer sich nicht selbst um günstige Preise und Anbieterwechsel kümmern will, kann zu Wechselservices wie Remind.me gehen. Der Anbieter bietet kostenlose Wechsel zwischen Strom- und Gasanbietern an. Dabei erhält der Kunde vorab eine Empfehlung und kann sich dann für oder gegen das jeweilige Angebot entscheiden. Vorteil: Remind.me vergleicht über 12.000 Tarife und meldet sich automatisch, wenn man einen Vertrag wechseln kann.
Wer sich für einen Stromspeicher mit bidirektionaler Lademöglichkeit entscheidet, kann diesen bei Nutzung eines dynamischen Stromtarifs, etwa von Rabot Energy (mit Code RABOT120 erhält man 120 Euro nach einem Jahr ausgezahlt, bei sechs Monaten sind es mit dem Code RABOT60 60 Euro) oder von Tibber, besonders profitabel einsetzen. So ist es möglich, diesen etwa während der Dunkelflaute über die Wintermonate oder bei schlechtem Wetter bei günstigen Konditionen zu laden und ihn bei teuren Strompreisen zu entladen. Wegen der doppelten Stromumwandlung sollte der Preisunterschied aber deutlich über 20 Prozent liegen, damit sich das lohnt. Weitere Details dazu gibt es in unserem Ratgeber Balkonkraftwerk & dynamischer Stromtarif: Speicher im Winter profitabel.
Stromspeicher für Balkonkraftwerke werden leistungsfähiger und günstiger. Daher rechnen sich Balkonkraftwerke mit günstigem Solarspeicher bereits nach wenigen Jahren und benötigen damit nur etwas länger als das gleiche Modell ohne Speicher. Für eine maximale Ersparnis ist es außerdem nötig, dass der Speicher mithilfe eines Smart Meters wie Shelly Pro 3EM eine bedarfsgerechte Einspeisung unterstützt (siehe dazu unseren Ratgeber Nulleinspeisung). Damit wird die Anlage außerdem netzdienlich, da sie in Spitzenzeiten an sonnigen Tagen nicht ins Netz einspeist, sondern in den Speicher. Die in dieser Bestenliste aufgeführten Modelle unterstützen allesamt diesen Betriebsmodus, entweder auf Basis des Shelly Pro 3EM oder mit Smart Metern des Speicherherstellers.
Top-Modelle wie Anker Solix Solarbank 3, Ecoflow Stream Ultra, Solakon One sowie Zendure Solarflow 800 und 800 Pro können zudem per Netz aufgeladen werden. Das ist etwa bei Nutzung dynamischer Stromtarife, etwa von Rabot Energy oder von Tibber, sinnvoll. So kann man den Stromspeicher, etwa während der Dunkelflaute im Winter oder bei Schlechtwetter, zu günstigen Tarifen laden und bei einem teuren Strompreis entladen. Damit kann man mithilfe des Stromspeichers auch im Winter Stromkosten sparen, wenn die Sonne nicht genügend scheint, aber die Windkraft naturgemäß mehr Energie liefert und für günstige Preise bei dynamischen Stromtarifen (Ratgeber) sorgt, um den Speicher aufzuladen.
Immer mehr Anwender möchten außerdem unabhängig von der Cloud ihr Balkonkraftwerk und Speicher betreiben. Hierfür ist eine lokale Ansteuerung Voraussetzung. Bislang unterstützen diese Betriebsart nur Maxxisun und seit Kurzem auch Zendure. Auch für den Solakon One und für das nahezu baugleiche Modell Orbit M von Priwatt gibt es eine Integration für Home Assistant, mit der man den Speicher lokal steuern kann.
Weitere nützliche Informationen zum Thema bieten folgende Beiträge:
Kai Schmerer von 06.11.2025
BKW-Hersteller Solakon setzt mit dem One auf einen eigenen Speicher. Wir haben die neue Lösung getestet und zeigen, wie man sie in Home Assistant integriert.
Mit einem Speicher erwirtschaftet ein Balkonkraftwerk mehr Gewinn als ohne. Die Amortisationszeit dauert zwar etwas länger, doch langfristig ist ein BKW mit Speicher lukrativer.
HINWEIS: Aktuelle Black-Month-Angebote im Abschnitt Preise integriert
Der Solakon One hat der gleichnamige Hersteller von Balkonkraftwerken zusammen mit dem chinesischen Konzern Fox ESS entwickelt. Die gleiche Idee hatten auch Priwatt und Tepto und vermarkten den Speicher unter Avocado Pro (Tepto) und Avocado Orbit M (Priwatt). Technisch unterscheiden sich die Lösungen allerdings im Detail. Während Solakon einen Ausbau auf bis zu 12,26 kWh erlaubt, ist bei Priwatt und Tepto bei 10,55 kWh Schluss. Tepto hat außerdem ein Brandschutzsystem, ähnlich wie bei Zendure-Lösungen, integriert und ermöglicht, drei Avocados pro Phase anzuschließen, um somit insgesamt 3600 Watt einspeisen zu können. Letzteres bietet Solakon ebenfalls. Dann ist die Anlage aber kein Balkonkraftwerk mehr, sondern muss von einem Elektriker angeschlossen und angemeldet werden.
Dafür wartet Solakon mit einer Extra-WLAN-Antenne auf. Zudem gibt es von Solakon eine App, die den Speicher nahtlos integriert, ohne dass man wie bei Tepto und Priwatt auf die App von Fox ESS angewiesen ist.
Ansonsten sind die Funktionen der auf Fox ESS basierten Speichermodelle identisch:
Der folgende Test zeigt, wie Solakon One in Betrieb genommen wird, wie man den Speicher für eine Nulleinspeisung konfiguriert und wie die Anlage in Home Assistant integriert wird. Begutachtet wird dabei auch die Zuverlässigkeit und die Effizienz des Systems.
Für den Test hat uns Solakon den One inklusive einer Erweiterungseinheit zur Verfügung gestellt. Der Aufbau ist relativ schnell erledigt, da sich die Einheiten einfach stapeln lassen. Wir schrauben anschließend die externe WLAN-Antenne an den entsprechenden Anschluss und verbinden vier Solarmodule (2x 500 Watt und 2x 420 Watt) mit den vier MPP-Trackern an der Steuerungseinheit und das Schukokabel mit der Steckdose und dem Solakon One. Beim Anschluss des Solarpanels ist darauf zu achten, dass man nicht zwei in Reihe an einen MPP-Tracker verbindet, da dies dazu führt, dass die Eingangsspannung 60 Volt überschreitet und das Gerät beschädigt wird. Wer mehr als vier Module mit dem Solakon One verbinden möchte, benötigt Y-Kabel für einen parallelen Anschluss. Das Vorgehen erläutert auch das deutschsprachige Handbuch.
Liegt genügend Spannung durch die PV-Module an, startet das Gerät automatisch. Relevante Betriebsdaten lassen sich am kleinen Display an der Oberseite ablesen. Dazu zählen Gesamtsolarleistung sowie die Eingangsleistung der einzelnen MPPT-Eingänge in Watt, Ladeleistung, Spannung und Strom der Batterie, Leistung des Wechselrichters, sowie Spannung und Strom, Firmwareversion von Wechselrichter, Batteriemanagementsystem und PV-Eingang und Ladestatus des Speichers in Prozent. Um zwischen den einzelnen Anzeigen zu wechseln, drückt man links neben dem Display auf den Schalter mit zwei gekrümmten Pfeilen. Drückt man diesen für 20 Sekunden, wird WLAN und Bluetooth zurückgesetzt. Links befindet sich die Powertaste, mit der man Solakon One sowie die Notstromsteckdose ein- und ausschaltet. Anders als beim Marstek Jupiter C Plus können Anwender über das Display allerdings keine Einspeisepläne anlegen. Dafür wird die Solakon-App benötigt.
Für die Nutzung der Solakon-App muss man sich per E-Mail registrieren. Anschließend erhält man einen sechsstelligen Zahlencode. Ein Passwort ist nicht nötig, da ein neuer Logincode verschickt wird, sobald eine neue Anmeldung erforderlich ist.
Anschließen wählt man aus den Optionen Balkonkraftwerk, Balkonkraftwerk mit Speicher und Solakon One, letztere aus, legt die Anzahl der angeschlossenen Solarmodule fest und benennt die Anlage. Dann folgt die Konfiguration, die einen Hinweis zum Anbringen der Antenne zeigt. Über Bluetooth erfolgt nun die Verbindung zum Speicher, den man mit dem heimischen Router koppelt. Weitere Einzelheiten zeigt die Bildergalerie.
Jetzt ist das Balkonkraftwerk samt Solakon One betriebsbereit. Auf der Startseite werden die wesentlichen Betriebsparameter angezeigt. Doch bevor wir auf diese eingehen, konfigurieren wir zunächst die Einspeiseleistung. Hierfür tippen wir am unteren Bildschirmrand auf das Symbol mit den vier Vierecken. Anschließend wird der Speicher mit der Bezeichnung WF-2000 samt Erweiterungseinheit x1, die Seriennummer und die aktuelle PV-Leistung angezeigt. Diesen wählen wir aus und gelangen zu detaillierten Angaben des Speichers. Das eingeblendete Symbolbild stellt den Speicher samt installierten Erweiterungseinheiten dar. Direkt darunter wird der aktuelle Einspeiseplan angezeigt. Dabei hat man die Auswahl zwischen Energieplan, für den man Zeiten und Einspeiseleistung definiert, und Smart Meter. Der Energieplan erlaubt außerdem die Auswahl einer Strategie, ob die Einspeisung oder die Speicherladung vorrangig behandelt werden soll.
Alternativ dazu kann man mit der Option Smart Meter eine dynamische Einspeisung realisieren. Dafür muss man allerdings einen solchen, wie den Shelly Pro 3EM, in der Stromverteilung installiert haben. Dieser misst anhand von drei Induktionsspulen jede einzelne Phase und teilt dem Solakon One den aktuellen Strombedarf des Haushalts mit, sodass dieser die Einspeiseleistung entsprechend anpassen kann.
Außer dem Shelly unterstützt die Solakon-App neben einigen hierzulande unbekannten Modellen noch den Everhome Ecotracker. Dessen Integration erfolgt allerdings über die Cloud, während der Shelly, sofern er sich im selben Netzwerk wie der Solakon One befindet, lokal eingebunden wird. Nach der Auswahl von Shelly findet die Solakon-App diesen automatisch. Das passiert so schnell, dass wir zunächst eine Fehlfunktion vermuteten. Schließlich gelingt den meisten anderen Speicheranbietern das nicht so elegant. Meistens muss man den Shelly manuell auswählen und gegebenenfalls Zugangsdaten für die Shelly-Cloud eingeben. Doch einen Nachteil hat diese automatische Erkennung des Shelly noch. Befinden sich in einem Netzwerk zwei Shellys, die etwa in unterschiedlichen Stromverteilungen sitzen, kommt die Solakon-App derzeit noch durcheinander und nimmt mal den einen, mal den anderen zur Konfiguration der Einspeiseleistung. Der Fehler ist Solakon bekannt, an einer Behebung arbeiten die Entwickler bereits. Für eine korrekte Nulleinspeisung haben wir den zweiten Shelly deaktiviert.
Derzeit gibt es noch einen Fehler in der Solakon-App, der beim Wechsel der Einspeisemöglichkeiten Smart Meter und Energieplan auftritt. Die zuvor eingestellten Werte für den Energieplan muss man leider neu eingeben, da sie nicht abgespeichert werden. Solakon kennt den Fehler und arbeitet bereits an einer Lösung.
Während der gut dreiwöchigen Testphase hat der Solakon One einwandfrei und zuverlässig funktioniert. Nach dem Problem mit dem zweiten Shelly Pro 3EM gab es auch an der dynamischen Einspeisung nichts auszusetzen. Bis der Stromspeicher mit integriertem Wechselrichter die Einspeiseleistung anpasst, vergehen ein paar Sekunden, was auch bei den Mitbewerbern der Fall ist, aber in der Praxis kaum relevant ist. Den genauen Verlauf der Einspeiseleistung kann man anhand der Daten des Shelly Pro 3EM sehr genau nachvollziehen. Da die Solakon-App derzeit diese nur rudimentär darstellt, nutzt man dafür entweder die Shelly-App oder Home Assistant (siehe obiges Diagramm).
Der Blick auf den Shelly ist auch dann empfehlenswert, wenn man an Echtzeitdaten interessiert ist. Die Solakon-App stellt noch nicht alle Daten so schnell dar. Bei einigen Werten wie dem aktuellen Stromfluss, PV-Erzeugung, AC-Ausgabe, Speicherentladung, Smart Meter liegt die Aktualisierungsrate bei wenigen Sekunden, die PV-Leistung im großen Diagramm wird aber nur alle fünf Minuten aktualisiert.
Verbesserungspotenzial bieten auch die Verlaufsdiagramme in der App zur produzierten Menge an Strom. So meldet die Tagesstatistik einen niedrigeren Wert als die Monatsstatistik für den betreffenden Tag. Ein Tages-,Wochen- oder Monats-Verlaufsdiagramm des Speicherstatus gibt es bislang nicht, soll aber noch kommen. Aktuell sieht man den Verlauf nur über einige Stunden. Wünschenswert wäre außerdem eine getrennte Auflistung der Leistungsabgabe nach Netzeinspeisung und Ausgabe der Notstromsteckdose. Aktuell liefert die App nur einen Wert für die Gesamtausgabe (AC-Leistung).
Die als Notstromsteckdose (EPS, Emergency Power Supply) bezeichnete Schuko-Steckdose am Solakon One leistet im Offgrid-Betrieb 1200 Watt und wenn der Speicher mit dem Stromnetz verbunden ist, sogar 2200 Watt. Dann werden allerdings 1000 Watt aus dem Netz bezogen. Im Alltag erweist sich die Steckdose als ungemein praktisch. Steht auf der Terrasse oder dem Balkon nur eine Außensteckdose parat, hat man damit eine Alternative für eventuellen Strombedarf, etwa für Leuchten, Ladestation für Mähroboter oder andere Verbraucher. Mit der Notstromsteckdose kann der Solakon One das reguläre Einspeiselimit von 800 Watt auf 1200 Watt ausdehnen. Doch nicht nur das: An die Steckdose kann man ein zweites Balkonkraftwerk mit Wechselrichter anschließen, das laut Hersteller mit bis zu 1200 Watt den Speicher laden kann. Das funktioniert allerdings nur im Netzbetrieb. Im Inselmodus kann die EPS-Steckdose nur zur Versorgung eines Verbrauchers genutzt werden.
Die Anlage erzielte am 6. September den Tagesrekord mit einer Solarproduktion von 7,6 kWh. In der Spitze ernteten die vier Solarpanels (2x 500 Watt, 2x 420 Watt) 1577 Watt, was nahe dem theoretischen Maximum von 1840 Watt entspricht. Am 18. September schien zwar auch den ganzen Tag die Sonne, doch ist die Tageslänge über 30 Minuten kürzer als am Rekordtag. Außerdem werden die PV-Module aufgrund des niedrigeren Sonnenstands früher von den umliegenden Gebäuden verschattet. Während die vier PV-Module um 18 Uhr am Rekordtag noch 395 Watt lieferten, waren es am 18. September zur gleichen Zeit nur noch 77 Watt. Und so betrug der Gesamtertrag „nur“ 5,8 kWh. Begonnen hat die Tagesproduktion bereits um 6.42 Uhr. Das deckt sich mit Werten anderer Speicher wie Anker Solarbank 3 und Zendure Solarflow 800 Pro, die mit denselben Modulen ähnlich früh den Betrieb aufnehmen.
Angegeben ist der Solakon One mit einer Bruttokapazität von 2,11 kWh. Die maximale Entladetiefe liegt bei 10 %, also 1,9 kWh. Bei der Entnahme bei 800 Watt haben wir knapp 1,7 kWh Wechselstrom erhalten, was einer Effizienz von über 89 Prozent entspricht. Beim Entladen mit 150 Watt sinkt die Effizienz auf etwa 75 Prozent. In puncto Effizienz gehört Solakon One damit zur Spitze der aktuellen Speicherlösungen.
Die Einbindung in Home Assistant (Testbericht) ist dank einer offiziell von Solakon bereitgestellten Integration möglich. Allerdings ist diese bislang nicht final. Wesentliche Daten, etwa der Batteriestatus sowie die Möglichkeit zur Konfiguration, fehlen noch. Solakon will bis Ende des Jahres diese Funktionalitäten nachliefern.
Update 13.10.2025: Inzwischen sind zumindest sämtliche Sensor-Daten integriert.
Update 23.10.2025: Nun erlaubt die Integration auch die Steuerung des Speichers. Auch ist eine Einbindung ins Energy Dashbord möglich. Dafür muss man allerdings einige Hilfssensoren manuell anlegen (siehe Bildergalerie Energy Dashboard und Helfer).
Für die Integration, die lokal erfolgt, wird die IP-Adresse des Speichers benötigt. Da die App darüber noch keine Auskunft gibt, muss man sie mit einem IP-Scanner wie Angry IP (Heise Download) ermitteln. Der Speicher meldet sich im Netzwerk mit Inverter, gefolgt von der Seriennummer, die man in der App ablesen kann. Außerdem steht die Integration bisher nicht im Home Assistant Community Store zur Verfügung, sodass man das Repository manuell hinzufügen muss. Wie man dabei vorgeht, zeigt die folgende Bildergalerie.
Solakon verkauft den Stromspeicher Solakon One einzeln oder im Set. Die Basiseinheit mit 2,11 kWh kostet mit Versand 748 Euro. Mit einer Erweiterungseinheit steigt die Kapazität auf 4,22 kWh und mit zweien auf 6,33 kWh und die Preise auf 1357 Euro und 1956 Euro.
Die Preise pro kWh liegen dabei zwischen 293 und 273 Euro. Damit ist der Solakon One in etwa genauso teuer wie die Anker Solarbank 3 und der Zendure Solarflow 800 Pro. Gegenüber dem Ecoflow Stream Ultra X mit etwa 274 Euro pro kWh ist der Solakon One sogar etwas teurer.
Im Rahmen der Rabatt-Aktion Black Month ist der Speicher bis zum 7.12. im Preis reduziert. Die Basiseinheit (2,11 kWh) kostet mit Versand 619 Euro und mit Erweiterungsspeicher (4,22 kWh) 1178 Euro. Das 4-kWh-Set erreicht mit 279 Euro pro kWh in etwa das Preisniveau eines Ecoflow Stream Ultra X.
Das Set On Basic mit zwei 500-Watt-Modulen und Solakon One mit 2,11 kWh kostet inklusive Halterungen und Versand 1049 Euro 998 Euro und mit einer Erweiterungseinheit mit insgesamt 4,22 kWh rund 1600 Euro 1497 Euro. Das Set On Power mit vier 500-Watt-Modulen kostet mit Solakon One 1279 Euro knapp 1200 Euro und mit 4,22 kWh etwa 1829 Euro 1700 Euro. Weitere Angebote listet folgende Tabelle:
Wer mit dem Solakon-BKW eine an den tatsächlichen Strombedarf angepasste Einspeiseleistung umsetzen möchte, muss einen Smart Meter verwenden. Dafür kommt entweder der Shelly Pro 3EM, der aktuell zum Tiefstpreis für 78 Euro im Angebot ist, infrage oder der für digitale Stromzähler geeignete Everhome Ecotracker für aktuell rund 70 Euro. Während der Shelly von einem Elektriker in der Stromverteilung eingebaut werden muss, kann man den Ecotracker selbst an einem kompatiblen Zähler anbringen. Passende Modelle listet Everhome in einem PDF.
Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung mit dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin nehmen wir einen Stromverbrauch eines Zwei-Personen-Haushalts in Höhe von 3500 kWh an und betrachten einen Zeitraum von 20 Jahren. Der Stecker-Solar-Simulator ermöglicht auch, die Ersatzkosten für Wechselrichter und Speicher zu berücksichtigen. Das ist zwar für die Amortisationszeit nicht entscheidend, wohl aber für die Gesamtbilanz. Dabei fallen Ersatzkosten für den Wechselrichter nach 15 Jahren und für die Batterie nach 10 Jahren an. Für letztere kalkuliert er einen Wiederbeschaffungswert von 75 Prozent der ursprünglichen Investitionssumme, während diese für den Wechselrichter auf ein Drittel taxiert wird. Die Stromkosten setzen wir mit 35 Cent pro kWh an und gehen von einer Verteuerung von 2 Prozent pro Jahr aus.
Laut Stecker-Solar-Simulator ist die Amortisationszeit beim Solakon On Power mit 2000 Watt und dem Speicher Solakon One genauso lange wie das Pendant ohne Speicher. Über die gesamte Laufzeit erzielt das BKW mit Speicher allerdings einen um 2764 Euro höheren Gewinn. Dabei hat der Simulator auch die Ersatzkosten für Speicher und Wechselrichter berücksichtigt.
Solakon zählt hierzulande nicht umsonst zu den beliebtesten BKW-Anbietern. Günstige Angebote gibt es zwar auch von anderen, doch eine eigene App hat nicht jeder zu bieten. Vor allem nicht eine, die auch für Tablets optimiert ist.
Mit dem Solakon One bringt der schwäbische BKW-Fachbetrieb jetzt einen konkurrenzfähigen Stromspeicher für Balkonkraftwerke auf den Markt, der es mit den Spitzenprodukten in diesem Segment, der Anker Solarbank 3, dem Zendure Solarflow 800 Pro und dem Ecoflow Stream Ultra aufnehmen kann. Diese haben zwar in puncto Skalierung noch mehr zu bieten, aber in den Kerndisziplinen wie einer dynamischen Einspeisung, einer Notstromsteckdose sowie bidirektionalem Laden kann er es mit diesen locker aufnehmen.
Für den Solakon One spricht außerdem die lokale Integration für Home Assistant. Die ist zwar bisher nicht ganz fertig, doch bis zum Jahresende plant Solakon fehlende Funktionen nachzuliefern. Bis dahin will der Hersteller außerdem dynamische Stromtarife in seine App integrieren, sodass man den Speicher auch während der Dunkelflaute im Winter lukrativ betreiben kann. Dafür muss man allerdings einen entsprechenden Tarif, etwa von Rabot Energy (mit Code RABOT120 erhält man 120 Euro nach einem Jahr ausgezahlt, bei sechs Monaten sind es mit dem Code RABOT60 60 Euro) oder von Tibber, nutzen.
Bis auf kleinere Bugs in der App hat der neue Stromspeicher von Solakon während der gut dreiwöchigen Testphase zuverlässig funktioniert. Mit den gebotenen und versprochenen Funktionen gehört er für uns zu den besten Speichern am Markt.
Der Testbericht zum Solakon One erschien am 20.9.2025
Update 23.9.: Ladeleistung über Steckdose korrigiert. Möglichkeit zum Anschließen von drei Solakon Ones pro Phase ergänzt.
Update: 6.11.: Black-Month-Angebote integriert.
Update 17.11.: Offgrid-Modus präzisiert
Kai Schmerer von 19.10.2025
Das Balkonkraftwerk von Priwatt kommt mit einem eigenen Speicher und zwei 450-Watt-Modulen. Wie gut die Lösung in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.
Mit einem Balkonkraftwerk lässt sich eine große Menge an Strom sparen. Aufgrund stark gefallener Preise für einen Speicher und hohen Energiepreisen von etwa 35 Cent pro kWh lohnt sich die Anschaffung eines solchen. Zwar verlängert sich die Amortisationszeit, doch über einen Zeitraum von 20 Jahren erwirtschaftet das Balkonkraftwerk mit Speicher einen höheren Gewinn als das gleiche Modell ohne Speicher. Siehe dazu auch Balkonkraftwerk & Amortisation: Gewinn maximieren mit der richtigen Auswahl.
Mit dem Avocado Orbit M liefert BKW-Fachhändler Priwatt seinen ersten eigenen Speicher, der in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Konzern Fox ESS entstanden ist. Auch Solakon (Testbericht) und Tepto bieten einen OEM-Speicher von Fox ESS an. Technisch unterscheiden sich die Lösungen nur im Detail. Während Solakon einen Ausbau auf bis zu 12,66 kWh erlaubt, ist bei Priwatt und Tepto bei 10,55 kWh Schluss. Tepto hat außerdem ein Brandschutzsystem integriert, ähnlich wie bei Zendure-Lösungen.