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27.02.2026
08:40 Uhr
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iPhones mit iOS 26 sind jetzt für NATO-Verschlusssachen zugelassen – in ihrer Standardkonfiguration mit gängigen Apple-Apps.

Nach dem Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) hat nun die NATO iPhones und iPads als sicher genug für Verschlusssachen eingestuft – bis zur Stufe „NATO restricted“ („Nur für den Dienstgebrauch“). Die Verwendung der Geräte mit iOS und iPadOS 26 ist für die Verwendung in allen NATO-Staaten zertifiziert, wie Apple am Donnerstag mitteilte. Es handelt sich damit um die „ersten und einzigen Consumer-Endgeräte“, die diese Anforderungen erfüllen, betonte der Hersteller.
Die NATO hat die Apple-Geräte und Betriebssysteme bereits in den aktualisierten „Information Assurance Product Catalogue“ aufgenommen, der die für den Einsatz in NATO-Umgebungen sicherheitsrelevanten Produkte listet. iPhones bieten sicheren Zugang zu E-Mails, Kalender- und Kontaktdaten mit Apples zugehörigen Standard-Apps, vermerkt das Verteidigungsbündnis. Ebenso wie beim BSI kommt hier die „Indigo-Konfiguration“ zum Einsatz – die Smartphones und Tablets werden dabei über eine mobile Geräteverwaltung (MDM) konfiguriert und verwaltet. Indigo ist das Akronym für „iOS Native Device In Government Operation“.
Das BSI hatte nach einer Prüfung schon im Jahr 2022 iPhones eine Freigabe für den Einsatz in Bundesbehörden erteilt – auch hier für die Verwendung mit Verschlusssachen bis zur Kategorie „Nur für den Dienstgebrauch“. Dabei handelt es sich um die am häufigsten vorkommende Stufe sensibler Dokumente, drei striktere Geheimhaltungsstufen bis zu streng geheim liegen noch darüber. Die technischen Bewertungen für die NATO-Freigabe hat ebenfalls das BSI durchgeführt, heißt es in der Apple-Mitteilung. Der Hersteller arbeite kontinuierlich daran, „das höchste Sicherheitsniveau auf allen seinen Geräten aufrechtzuerhalten“.
Die Zertifizierung durch das Bundesamt für Informationssicherheit hat bei Apple bereits für Großaufträge gesorgt: Bis Ende 2027 will die Bundesverwaltung bis zu 300.000 Geräte des US-Konzerns kaufen. Sollte der geschlossene Rahmenvertrag voll ausgeschöpft werden, könnte der Deal fast 770 Millionen Euro wert sein.
(lbe)