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08.07.2026
06:15 Uhr
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Datenbrillen leichter & dünner + Update für Microsoft-Flugsimulator + Regulierung von China-KI + Millionenklage gegen Spyware-Firma + Drohnenabwehr per 3D-Druck

Die dünnen Solos AirGo A6 Smart Glasses ohne Kamera wiegen nur noch 19 Gramm und setzen auf Sprachsteuerung mit KI. Das erleichtert das Tragegefühl und soll Datenschutzbedenken ausräumen. Für Brillenmodelle mit Kamera gibt es ein physisches Datenschutz-Kit, das die Linsen abdeckt. Derweil beschert die neueste Beta von Microsoft Flight Simulator 2024 der Playstation-VR2-Version einen Qualitätssprung, den in dieser Form niemand erwartet hätte. Denn durch die höhere Auflösung wirkt das Landschaftsbild markant schärfer und es ist kaum noch Kantenflimmern zu erkennen. In China diskutierte die dortige Regierung mit KI-Unternehmen mögliche Beschränkungen ihrer Produkte. Der Zugriff auf Chinas fortschrittlichste KI-Modelle könnte künftig schwieriger werden, wenn Peking entscheidet, dass KI als Frage der nationalen Sicherheit eingestuft wird – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Einige Hersteller von Smart Glasses haben die Datenschutzbedenken vieler Menschen offenbar verstanden. So bringt Solos spezielle Abdeckungen für Brillenmodelle mit Kameras, die die Linse komplett verbergen. Das soll wohl Datenschützer und EU-Parlamentarier besänftigen, die heimliche Aufnahmen und mögliche Gesichtserkennung befürchten. Parallel dazu hat der Hersteller neue Smart Glasses ohne Kamera angekündigt, die besonders dünn und leicht sind. Während die bisherigen und ebenfalls Kamera-losen AirGo A5 je nach Gestell 36 bis 40 Gramm wiegen, bringen die neuen Solos AirGo A6 ohne Gläser nur noch 19 Gramm auf die Waage. Diese Datenbrillen werden per Sprache gesteuert, die KI antwortet per Lautsprecher hinter den Ohren: Smart Glasses werden immer dünner und leichter und setzen auf mehr Privatsphäre.
Diese Woche ist die Beta des Sim Update 6 für den Microsoft Flight Simulator 2024 erschienen. Es bringt zahlreiche Fehlerbehebungen und technische Verbesserungen wie die Unterstützung für DLSS 4.5 und FSR4, eine Visualisierung von Luftströmungen, Beleuchtung auf generischen Flughäfen sowie Verbesserungen an Avionik, Wetterdarstellung und Karrieremodus. Besonders stark profitiert der VR-Modus der Playstation 5. Das Entwicklerstudio Asobo will die Grafikpipeline für Playstation VR2 weiter verbessert haben. Das soll sich in einer höheren Auflösung, besserer Leistung und einem geringeren Speicherbedarf niederschlagen. Außerdem wurden Probleme mit dem Nachtsichtmodus behoben und die Darstellung der Wolken verbessert: Update für Microsoft Flight Simulator 2024 wertet PS-VR2-Grafik merklich auf.
Chinesische Behörden haben mit führenden Technologiekonzernen des Landes Beratungen über eine mögliche Einschränkung des Zugangs aus dem Ausland zu Chinas fortschrittlichsten KI-Modellen geführt. Die Gespräche, an denen unter anderem Vertreter von Alibaba, ByteDance und des KI-Start-ups Zhipu AI (bekannt als Z.ai) teilnahmen, unterstrichen laut Medienbericht, dass Peking ähnlich wie Washington modernste künstliche Intelligenz (KI) mittlerweile als kritisches nationales Gut betrachtet, das staatlicher Kontrolle bedarf. Bei den vom chinesischen Handelsministerium geleiteten Treffen ging es um Beschränkungen für die fortschrittlichsten chinesischen KI-Modelle – sowohl für Closed-Source- als auch für offenere Versionen, so der Bericht: Peking prüft Einschränkung des Zugangs zu Chinas führenden KI-Modellen.
Acht Opfer des als „griechisches Watergate“ oder „Predatorgate“ bekannt gewordenen Abhörskandals in Griechenland haben das in Athen ansässige Überwachungsunternehmen Intellexa sowie 13 mit diesem in Verbindung stehende Personen auf Schadenersatz verklagt, darunter den Gründer von Intellexa, Tal Dilian. Auf den Handys der acht Kläger war die ausgefeilte Spionagesoftware Predator von Intellexa nachgewiesen worden. Die Kläger fordern jeweils eine Million Euro Schadenersatz für immaterielle Schäden aufgrund der „rechtswidrigen Verletzung ihrer Privatsphäre, der Vertraulichkeit ihrer Kommunikation und ihrer personenbezogenen Daten“, so ihr Anwalt Zacharias Kesses. Die Verhandlung des Falls ist für April kommenden Jahres geplant: Betroffene verklagen Spyware-Firma auf Schadenersatz im „Griechischen Watergate“.
Das US-Unternehmen SkyDefense hat eine autonome, vertikal startende Drohne mit der Bezeichnung CobraJet entwickelt, die Angriffe von Drohnenschwärmen selbstständig abwehren können soll. CobraJet ist in unterschiedlichen Versionen erhältlich, die Hülle der Abfangdrohne stammt aus dem 3D-Drucker. Die fünf Varianten CobraJet V4, V6, V8 und V10 sind vollelektrisch angetrieben und unterscheiden sich in Größe und Flugzeit voneinander. Die Größe reicht von rund 116 cm bis 293 cm Spannweite. Die Drohnen erreichen mit ihren elektrischen Impeller-Triebwerken Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 260 km/h. CobraJet VT10 besitzt dagegen zwei Hybrid-Triebwerke aus Turbine und elektrischem Propeller-Antrieb für Geschwindigkeiten von bis zu 560 km/h: 3D-gedruckte, autonome VTOL-Drohne bekämpft Drohnen-Schwärme mit bis zu 560 km/h.
Auch noch wichtig:
(fds)