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20.07.2026
09:03 Uhr
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Angreifer können Nginx Open Source und Nginx Plus attackieren. Sicherheitsupdates sind verfügbar.

Die Webserver-Software Nginx ist verwundbar. Admins sollten zeitnah die reparierten Versionen installieren. Bislang gibt es seitens des Netzwerkausrüsters F5 keine Hinweise auf Attacken. Weil die Hürden für einen erfolgreichen Angriff nicht sehr hoch sind, kann sich das aber schnell ändern. Deswegen sollten Admins das Patchen nicht zu lange herauszögern.
Wie aus einer Warnmeldung hervorgeht, ist die Sicherheitslücke (CVE-2026-42533) als „kritisch“ eingestuft. Sie steckt im map-Direktive-Werkzeug zur Variablenzuordnung im Kontext der Verarbeitung von regulären Ausdrücken (Regex) und Variablen. Dort können entfernte Angreifer ohne Authentifizierung ansetzen, um mit präparierten HTTP-Anfragen Speicherfehler (Heap Buffer Overflow) auszulösen. Instanzen sind nur angreifbar, wenn eine map-Direktive Regex-Matching nutzt. Das ist eine spezifische Konfiguration. Demzufolge sind Instanzen mit Standardeinstellungen nicht verwundbar.
Klappt ein solcher Angriff, kommt es zu Abstürzen (DoS). Ist der Schutzmechanismus Address Space Layout Randomization (ASLR) deaktiviert oder können ihn Angreifer umgehen, kann Schadcode auf Systeme gelangen und diese kompromittieren.
Im Sicherheitsbereich der Nginx-Website schreiben die Entwickler, dass davon die Versionen 0.9.6 bis einschließlich 1.31.2 bedroht sind. Sie geben an, die Schwachstelle in den Ausgaben 1.31.3 und 1.30.4 geschlossen zu haben.
Ergänzend dazu listet F5 die Versionen seiner reparierten Softwareprodukte auf, die die aktuellen Nginx-Versionen implementiert haben. Offensichtlich sind aber noch nicht alle Produkte abgesichert und etwa für unter anderem Nginx App Protect WAF steht das Sicherheitsupdate noch aus.
Siehe auch:
(des)