Heise 18.08.2026
10:30 Uhr

Intel-Macs: Adobe dreht demnächst Support für Premiere Pro & Co. ab


Apple hat den Switch zu Apple-Silicon-Chips bereits seit Längerem vollzogen. Nun folgt dem auch Adobe. Version 27 wichtiger Apps laufen nicht unter Intel.

Intel-Macs: Adobe dreht demnächst Support für Premiere Pro & Co. ab

Wichtige Teile von Adobes Creative Cloud werden mit dem kommenden Release 27 nicht mehr auf Intel-Macs lauffähig sein. Das hat Adobe in seinem offiziellen Nutzerforum angekündigt. Die Betaphase für die neue Version läuft bereits, mit einer Veröffentlichung wird in den kommenden Monaten gerechnet. Dann können nur noch Apple-Maschinen, die mindestens einen M1 (oder, beim MacBook Neo, einen A18 Pro) enthalten, die Apps nutzen. Betroffen sind das populäre Schnittprogramm Adobe Premiere (Pro), das mit Final Cut Pro konkurriert, das Videoeffektprogramm After Effects, die Audioproduktionslösung Audition sowie die Media-Encoder-Produkte.

Laut Adobe, dass die Information neben dem Foreneintrag auch auf Reddit verbreitete, werden Intel-Systeme von Apple für Video- und Audio-Anwendungen im Rahmen der Creative Cloud künftig grundsätzlich nicht mehr mit Aktualisierungen bedacht. Nutzer könnten weiterhin die 26.x-Versionen verwenden, für die es im Rahmen des „Standard Support Lifecycle“ weitere Aktualisierungen gibt. Die brandneuen Features der 27er Varianten werden aber nicht geliefert, Nutzer müssen hierzu auf einen Apple-Silicon-Rechner upgraden.

Apple selbst hatte den Umstieg auf eigene ARM-Chips bereits im Jahr 2020 eingeleitet und dann gut drei Jahre später abgeschlossen. Bei den M-Chips ist der Konzern mittlerweile bei Generation M5 angekommen, im Herbst werden erste M6-Modelle erwartet. Intel-Macs werden seit Jahren nicht mehr verkauft. Zuletzt hatte Apple den eigenen Support für Intel-Software abgekündigt. macOS 27 in diesem Herbst läuft nicht mehr auf diesen Rechnern, zudem wird mit macOS 28 auch die Unterstützung von Intel-Code über die Übersetzungsschicht Rosetta 2 vom Markt genommen, so dass nicht für Apple Silicon optimierte Software nicht mehr läuft.

Adobe betonte in seiner Ankündigung, dass man mit dem vollständigen Umstieg auf Apple Silicon auch eine Konzentration auf eine „moderne Architektur und Hardware-Beschleunigung“ vornehmen könne. Das Unternehmen folgt laut eigenen Angaben damit Apples eigenen Plänen. „Apple hat angekündigt, dass macOS 27 (Golden Gate) keine Intel-basierten Macs mehr unterstützt.“

Entsprechend folgt Adobe diesem Trend. Die erste Software, bei der Adobe den Intel-Support gestrichen hatte, war das Tool Substance 3D Painter. Hier kam der Zwangsumstieg bereits im Frühjahr 2025.

(bsc)