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15.09.2026
21:57 Uhr
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Weil Apple den Chatbot Grok im App Store nicht gehypet hat, zog Elon Musk vor Gericht. Jetzt stellt er die Klage ein – aber nur bezüglich Apple.

SpaceX Exploration Technologies lässt eine gegen Apple und OpenAI erhobene Wettbewerbsklage fallen – aber nur bezüglich Apple. Gegen OpenAI, auf das SpaceX-Chef Elon Musk besonders sauer ist, läuft der Prozess weiter. Im Zentrum des Verfahrens steht die Frage, ob Apple und OpenAI in der gelebten Form zusammenarbeiten dürfen.
Musk, reichster Mensch der Welt, hat sich speziell darüber ereifert, dass die App seines Chatbots Grok es in Apples App Store für iPhones nicht auf die „Must have‟-Liste geschafft hat, während Apple dort sehr wohl OpenAIs Chatbot ChatGPT, die App für TikTok und gleich mehrere Dating-Apps bewarb. Außerdem kooperieren Apple und OpenAI offiziell, ChatGPT ist in das iPhone-Betriebssystem iOS integriert worden. Und das exklusiv, sodass Grok nicht denselben direkten Zugang zu iPhone-Nutzern genießt.
Musk vermutet dahinter eine Verschwörung der beiden Datenkonzerne zu dem Zweck, einander dabei zu helfen, Monopole auf den Märkten für Smartphones und/oder generative KI-Chatbots zu ergattern respektive zu verfestigen. Das, so die vor gut einem Jahr eingebrachte Klage, verstoße mehrfach gegen US-Wettbewerbsrecht sowie gegen Recht des US-Staates Texas (X Corp et X.AI v Apple et OpenAI, US-Bundesbezirksgericht für den Norden Texas’, Az. 4:25-cv-00914). Die Firmen X und X.AI sind inzwischen Teil des SpaceX-Konzerns.
Am Montag hat Musks Unternehmen die Klage gegen Apple fallengelassen. Die entsprechende Eingabe bei Gericht führt aus, dass die gegen Apple erhobenen Vorwürfe ausgeräumt seien. Weitere Erläuterungen dazu gibt es nicht; daher ist nicht bekannt, worauf Musk und Apple sich verständigt haben. Gegen die OpenAI-Gruppe bleibt die Klage ausdrücklich aufrecht.
Das Verfahren ist nicht zu verwechseln mit dem Milliardenprozess Prozess Musk v Altman. Dort wolle Musk klären lassen, ob es rechtens war, dass sich das ursprünglich spendenfinanzierte und als gemeinnützige Einrichtung gegründete Projekt OpenAI gegen den Willen des Großspenders Musk in ein gewinnorientiertes Unternehmen unter Beteiligung Microsofts gewandelt hat. Die Frage wurde nie beantwortet, weil Musk die Klage zu spät eingebracht hat.
Doch der Gerichtsprozess Musk v Altman ist damit keineswegs zu Ende. Denn zu klären ist noch OpenAIs Gegenklage: Musk führt demnach einen Rachefeldzug gegen das Projekt, was diesem wiederholt geschadet habe. Dagegen muss sich nun Musk verteidigen.
(ds)