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28.11.2025
07:30 Uhr
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Fraunhofers zweite Studie zeigt Fortschritte bei Technik und bestätigt: Luft-WP sind fast so effizient wie Erdwärme, aber viel billiger.

Das Fraunhofer-Institut hatte 2020 eine viel beachtete Studie zu Wärmepumpen in Bestandsgebäuden veröffentlicht: „WPsmart im Bestand“. Dabei formulierte die Pressestelle noch konservativ, dass Wärmepumpen im Bestand „zuverlässig“ funktionieren und zur CO₂-Reduktion beitragen können. Kein Wort von „Effizienz“. Während die Ergebnisse für teilsanierte Bestandshäuser mit Flächenheizungen gut aussahen, waren die Daten für viele der untersuchten Bestandshäuser mit Heizkörpern sehr durchwachsen, mit Arbeitszahlen unter 2 in einigen Objekten. In der nun erschienenen Folgestudie hat sich das Feld deutlich verbessert.
Bei den Luft-Wasser-Wärmepumpen (LWWP) lagen die Jahresarbeitszahlen (JAZ) zwischen 2,6 und 4,9 – gemessen inklusive Brauchwasserbereitung. Die beste Anlage mit nur Heizkörpern (HK) als Wärmeüberträger kam auf eine JAZ von 4,0. Selbst die schlechteste Anlage schaffte noch eine JAZ von 2,6 und alle schlechten Anlagen zeigten eindeutige, behebbare Fehler in Auslegung, Hydraulik oder Parametrierung. Fraunhofers Studie belegt also, was wir auch in unseren Beratungs-Artikeln feststellen: Die aktuelle Technik der LWWP eignet sich als Wärmeerzeuger für die Mehrzahl der ganz typischen deutschen teilsanierten Bestandshäuser. Es hat riesige Fortschritte gegeben, nicht nur bei den Herstellern, sondern vor allem bei der Erfahrung der Installateure.
Der Artikel fasst die Studie zusammen, aber weil das letztlich auch ein LLM könnte, geht er weiter in die Einzelfälle und Einzelaspekte. Aus denen lässt sich eine Menge lernen für Ihr Haus, sowohl für die Planung als auch für den Betrieb von Wärmepumpen. Die Untersuchung von Best Practices und Planungsfehlern Dritter liefert das nötige Praxiswissen, um beim eigenen Projekt teures Lehrgeld zu vermeiden.