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28.11.2025
17:55 Uhr
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Der Dezember bringt mit „Thief VR: Legacy of Shadow“, „Men in Black: Most Wanted“ und „Out of Sight VR“ gleich mehrere bekannte Marken in die Virtual Reality.

Zum Jahresende zeigt sich der VR-Markt noch einmal besonders vielfältig. Neben Neuinterpretationen etablierter Franchises wie „Thief“ und „Men in Black“ finden sich auch ungewöhnliche Perspektiven im Horrorgenre und neue VR-Simulatoren. Wer gerne erkundet, schleicht, sich gruselt oder als Detektiv auf Spurensuche geht, wird zum Jahresende mit den Veröffentlichungen auf Meta Quest, Playstation VR2 und PC-VR gut bedient.
Mehr als zehn Jahre nach dem letzten Serienteil kehrt die „Thief“-Reihe zurück – erstmals in Virtual Reality. Die Neuinterpretation „Thief VR: Legacy of Shadow“ erscheint am 4. Dezember 2025 für Meta Quest 3, Quest 3S, Playstation VR2 und PC-VR. Entwickelt wird das Spiel von Vertigo Games und Maze Theory in Zusammenarbeit mit Eidos-Montréal.
Als Diebin Magpie behaupten sich Spieler in der Steampunk-Metropole „The City“ gegen ein korruptes Regime. Die Handlung dreht sich um ein verschwundenes Artefakt, geheime Zugänge und klassische Thief-Elemente wie das Spiel mit Licht, Schatten und Geräuschen. VR-Diebe können HUD-Elemente abschalten und sich komplett auf visuelle und haptische Rückmeldungen verlassen. VR-spezifische Interaktionen wie das Ausblasen von Kerzen über das Mikrofon oder das Öffnen von Geheimgängen durch Berührungen ergänzen das Schleich-Gameplay.
Mit „Men in Black: Most Wanted“ bringt Sony Pictures Virtual Reality ein neues Kapitel des Alienjäger-Universums exklusiv auf die Meta Quest 3 und 3S. Entwickelt von Coatsink („Jurassic World Aftermath“), spielt der Titel im New York der frühen 90er Jahre und setzt auf einen Cel-Shading-Look, der stilistisch an Comic-Vorlagen erinnert.
Spieler werden zu Agent I, der mit Gedächtnislücken konfrontiert ist und gemeinsam mit Agent L eine Alien-Verschwörung aufdeckt. Die feindliche Spezies Cylathians hat sich unbemerkt unter die Bevölkerung gemischt. Spielmechanisch kombiniert der Titel klassische Shooter-Elemente mit Rätseln und verdeckten Ermittlungen. Ein Koop-Modus soll ebenfalls enthalten sein.
Eine ungewöhnliche Perspektive nimmt „Out of Sight VR“ ein, das nach der PC-VR-Veröffentlichung im Sommer zum Jahresende auch für Meta Quest erscheinen soll. Im Zentrum steht ein blindes Mädchen, das Spieler durch ein unheimliches Anwesen navigieren müssen – aus Sicht ihres Teddybären. Der Titel basiert auf dem gleichnamigen Indie-Spiel und wurde von Flat2VR Studios für Virtual Reality umgesetzt.
Spieler lenken die Aufmerksamkeit der Figur, leiten sie durch akustische Hinweise und schützen sie vor Gefahren. Das Ziel ist nicht nur das Überleben, sondern auch das Entschlüsseln traumatischer Ereignisse, die in der Vergangenheit des Hauses verborgen liegen. Der psychologische Horror verzichtet auf plumpe Schockeffekte und zielt stattdessen auf ein subtileres Unbehagen ab.
„Ghost Town“ ist eines der besten VR-Spiele des Jahres, gilt aber noch immer als Geheimtipp. Nachdem der psychologische Horror-Titel bereits für Meta Quest erschienen ist, kommen ab dem 1. Dezember 2025 auch Nutzer der Playstation VR2 in den Genuss. Als Edith Penrose suchen Spieler im London der 80er Jahre nach ihrem Bruder. Unterstützt werden sie von Mitbewohnerin Rina, mit der sie eine Detektei für paranormale Phänomene betreibt.
Ähnlich wie bei „Out of Sight“ setzen die Entwickler auch hier nicht auf klassische Jumpscares, sondern auf dichte Atmosphäre, detailreiche Schauplätze und eine cineastische Inszenierung. Die visuelle Qualität gilt als eine der besten auf der Quest-Plattform und dürfte auch auf der PS VR2 überzeugen.
Mit „Flight Unlimited“ erscheint am 11. Dezember ein VR-Flugsimulator, der sich bewusst von Arcade-lastigen Genrekollegen abgrenzen möchte. TAS Systems bietet zehn verschiedene Flugzeuge – darunter Boeing 747, F/A-18 Hornet und Douglas DC-3 – mit eigens gestalteten Cockpits.
Da Standalone-VR-Headsets natürlich engere Leistungsgrenzen als ihre PC-VR-Kollegen haben, sollten Spieler keine Produktion auf dem Level der „Microsoft Flight Simulator“-Reihe erwarten. Die Flugphysik orientiert sich an realistischen Parametern, komplexe Systeme wie ATC oder GPS fehlen jedoch. Auch bei der Steuerung müssen Flugsimulatorfans Abstriche in Kauf nehmen: Flight-Sticks werden nicht unterstützt. Damit es nicht auch noch grafische Einbußen gibt, streamen die Entwickler die Spielwelt aus dem Netz ins Headset, weshalb eine permanente Internetverbindung nötig sein wird. Neben einem Freiflug-Modus sollen auch missionsbasierte Inhalte enthalten sein.
Bereits für Meta Quest verfügbar, erscheint „Les Mills XR Dance“ im Dezember nun auch für PC-VR. Das Fitnessspiel kombiniert Tanz, Aerobic und rhythmische Bewegungen mit über 25 Choreografien. Spieler folgen dabei holografischen Trainern, die Bewegungen und Körperhaltung vorgeben. Eine Kalorienanzeige, Leaderboards und visuelle Hilfen wie Spiegelbilder unterstützen dabei den Fortschritt.
TAS Systems
(joe)