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21.02.2026
20:00 Uhr
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Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen bieten mehr Komfort als analoge Varianten. Wir haben sieben Modelle getestet.

Nach seinem Studium begann Kai seine journalistische Laufbahn Mitte der 90er bei der PC Professionell. Für Heise Bestenlisten by TechStage berichtet er über interessante Produkte aus den Bereichen Smart-Home, Überwachungskameras, Balkonkraftwerke, Mähroboter und vieles mehr.
Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen bieten deutlich mehr Komfort als analoge Varianten. Wir haben sieben Modelle getestet – auch unter Home Assistant.
Wer vor dem Winterurlaub die Fußbodenheizung herunterregelt, merkt bei der Rückkehr, wie lange es dauert, bis die Räume wieder angenehm temperiert sind. Die thermische Trägheit des Estrichs und die niedrigen Vorlauftemperaturen machen schnelle Anpassungen unmöglich. Smarte Thermostate bieten hier vor allem Komfort: Sie lassen sich vorab per App auf die gewünschte Wohlfühltemperatur einstellen, sodass das Zuhause bei der Ankunft bereits angenehm warm ist.
Energetisch betrachtet hängen die Einsparpotenziale stark von Gebäude und Nutzung ab. In sehr gut gedämmten Neubauten mit kontinuierlicher Nutzung und niedriger Vorlauftemperatur liegt der Gewinn durch ein Thermostat meist nur im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bei älteren oder energetisch weniger effizienten Gebäuden, bei unregelmäßiger Nutzung wie Ferienwohnungen oder Büros, bei schlecht abgeglichenen Heizsystemen oder bei hohen Vorlauftemperaturen können Thermostate deutlich mehr Heizenergie sparen – teils 10 – 20 % pro Jahr.
Ein entscheidender Vorteil der getesteten Thermostate ist die Möglichkeit, sie in Home Assistant einzubinden. Dadurch werden sie nicht nur zu isolierten Komponenten, sondern Teil des gesamten Smart-Home-Systems. Verbrauchsdaten lassen sich erfassen, analysieren und langfristig für die Optimierung von Heizprofilen nutzen. So unterstützt die Integration eine vorausschauende und effiziente Steuerung, reduziert Überhitzung und erhöht den Komfort – während die physikalischen Trägheitsgrenzen einer wassergeführten Fußbodenheizung die kurzfristigen Einsparungen begrenzen.
Der Hauptnutzen smarter Thermostate liegt damit weniger in spektakulären Energieeinsparungen, sondern in präziser Temperaturregelung, transparenter Verbrauchsübersicht, komfortabler Urlaubssteuerung und systematischer Optimierung des Heizsystems.
Sämtliche von uns in dieser Bestenliste getesteten Thermostate arbeiten zuverlässig und geben nur wenig Anlass zu Kritik. Nur weil Modell A bei uns auf dem ersten und Variante B auf dem letzten Platz steht, bedeutet das noch lange nicht, dass diese Reihenfolge auf jeden Anwendungsfall zutrifft.
Wem etwa Design und Haptik wichtig sind und Geld keine Rolle spielt, wird unseren Technologiesieger, das Homematic IP Glas-Wandthermostat, bevorzugen. Es sieht nicht nur gut aus, sondern kann auf seinem Display Temperatur, Luftfeuchte und CO₂ abwechselnd anzeigen.
Wenn hingegen eine besonders gute App oder eine leistungsfähige Integration für Home-Assistant im Vordergrund stehen, dann ist unser Testsieger, das Tado X, die erste Wahl. Es zeigt in der App nicht nur, wann, sondern auch, wie stark geheizt wird. Diese Daten stehen auch unter Home Assistant zur Verfügung.
Am zweitbesten für Home Assistant sind die Thermostate Bosch Raumthermostat II 230 V, Meross MTS215B und Shelly Linked Go ST1820 geeignet, die zumindest über die Heizdauer informieren. Das Meross MTS215B ist mit einem aktuellen Preis von nur 60 Euro unser Preis-Leistungs-Sieger.
Das Fußbodenheizungsthermostat Tado X kommt zwar etwas klobiger daher als Konkurrenzmodelle, macht optisch aber dennoch eine gute Figur. Im Alltag überzeugt es durch einen zuverlässigen Betrieb. Wer Home Assistant ohnehin mit einem Thread Border Router nutzt, kann sich zudem den Kauf der separaten Bridge sparen. Mit einem aktuellen Preis von 64 Euro zählt das Tado X außerdem zu den günstigsten Thermostaten für wassergeführte Fußbodenheizungen.
Mit dem Homematic IP Glas-Wandthermostat bietet eQ-3 ein hochwertiges Thermostat für Fußbodenheizungen, das höchsten ästhetischen Ansprüchen genügt. Die Variante mit integriertem CO₂-Sensor sorgt nicht nur für eine smarte Regelung der Fußbodenheizung, sondern informiert über das aus jedem Blickwinkel gut ablesbare Glas-Display über Temperatur, Luftfeuchte und CO₂-Konzentration.
Mit dem MTS215B liefert Meross ein elegantes und gut verarbeitetes Thermostat für wassergeführte Fußbodenheizungen, das auch in puncto Leistungsumfang überzeugen kann. Aktuell ist es für 60 Euro im Angebot. Wer auf Matter verzichten kann, etwa Home-Assistant-Anwender, kann zum Meross MTS205B greifen, das mit 50 Euro etwas günstiger ist.