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29.01.2026
15:49 Uhr
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Das Mittelklasse-SUV Leapmotor C10 war bisher als Elektroauto erhältlich. Das neue Modell mit Range Extender konnten wir kurz fahren.

Die chinesische Marke Leapmotor geht im Stellantis-Konzern gerade in eine Produktoffensive. Das Mittelklasse-SUV Leapmotor C10 wird von Stellantis als Elektroauto mit der Option auf Allradantrieb angeboten. Jetzt kommt das Modell auch als serieller Hybrid mit Range Extender.
Der Leapmotor C10 ist ein Mittelklasse-Crossover, mit 4,74 Metern etwa so lang wie ein Tesla Model Y (Test), und bietet 435 bis 1410 Liter Laderaum. Damit liegt er im Fokus des Beuteschemas der meisten Elektroautokunden. Seine neue Antriebsoption ist hierzulande allerdings exotisch und wird es aller Voraussicht nach auch bleiben. Eine erste Probefahrt zeigt Stärken und Schwächen.
Wie sinnvoll ein Range Extender im Vergleich mit einem modernen batterieelektrischen Auto heute noch sein kann, sei dahingestellt. Vielleicht findet der eine oder andere Kunde Anwendungsfälle in Randbereichen. Range Extender waren hier schon vor rund einem Jahrzehnt nicht grundlos rar. Heute muss sich die Technik an einer deutlich gewachsenen Reichweite und stark verkürzten Ladezeiten batterieelektrischer Autos messen lassen – und das bei einem nennenswerten Zuwachs an Ladesäulen.
Stellantis kann ein Auto mit Range Extender in Europa anbieten, weil es für den Massenmarkt in China ohnehin produziert wird. Dort stößt die Technologie aufgrund anderer Randbedingungen als in Europa auf großes Kundeninteresse. Leapmotor-Chef Tianshu Xin hält den C10 auch außerhalb seines Heimatmarkts für eine „optimale Lösung für Vielfahrer, die gleichzeitig auch elektrisch unterwegs sein möchten“. Xin geht davon aus, „dass jeder zweite in Europa verkaufte C10 einer mit Reichweitenverlängerer sein wird.“ Das tönt ausgesprochen optimistisch für eine Brückentechnologie, von der man nicht mehr sagen kann, was sie hierzulande noch überbrücken soll. Der Vorteil gegenüber Hybridantrieben mit der Möglichkeit zu direkter Kraftübertragung besteht in seiner technischen Einfachheit. Das macht die Produktion deutlich einfacher und den Endpreis potenziell günstiger.
Stellantis
Für 37.600 Euro bekommt man auch beim C10 REEV ein gutes Platzangebot und ordentliche Serienausstattung. Das stärkste Argument für den Doppelantrieb liefert Leapmotor ironischerweise selbst: Die Ladeleistung des etwa gleich teuren elektrischen C10 (Fahrbericht) mit 69,9 kWh, einer Reichweite von 420 Kilometern im WLTP und 400-Volt-Technik, liegt mit maximal 84 kW an Gleichstrom und 6,6 kW an Wechselstrom deutlich unter den meisten Produkten der Konkurrenz. Das schneller ladende Modell mit 800-Volt-Spannungsebene und Allradantrieb ist zwar noch deutlich teurer, es ist aber absehbar, dass auch der Einstiegs-C10 unter dem Druck
Für den C10 mit Range Extender gibt Leapmotor mit voller Batterie und gefülltem 50-Liter-Tank eine Reichweite von mehr als 970 Kilometern an. Allerdings liegt die Ladeleistung für die 28,4 kWh mit bestenfalls 65 kW noch niedriger als bei der batterieelektrischen Ausführung. Laut Norm beträgt die DC-Ladezeit von 30 (!) auf 80 Prozent 18 Minuten
Im Normalbetrieb treibt der 158 kW leistende Elektromotor mit 320 Nm Drehmoment die Hinterräder an. Auch auf längeren Strecken kam auf unserer Probefahrt nie ein dringender Wunsch nach Mehrleistung auf. Das 1960 kg wiegende Auto erreicht 100 km/h nach 8,5 Sekunden, 170 km/h Spitzentempo ist möglich. Wer „Leistung +“ wählt, fährt mit dauernd laufendem Generator. Sonst bringt sich der Generator ab 20 Prozent Akkustand ins Spiel. Im Modus „EV+“ springt er spätestens bei neun Prozent automatisch an. Der 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner versorgt dann den Antriebsmotor direkt mit elektrischer Energie.