Heise 13.05.2026
08:05 Uhr

Auf überschwemmte Straßen gefahren: Waymo verteilt Updates an autonome Taxis


Nachdem autonome Taxis von Waymo dabei beobachtet wurden, wie sie überflutete Straßen zu durchqueren versuchten, hat der Hersteller mit einem Update reagiert.

Auf überschwemmte Straßen gefahren: Waymo verteilt Updates an autonome Taxis

Nachdem autonome Taxis von Waymo überflutete Straßen befahren haben, hat der Hersteller bei fast 3800 davon die Software aktualisiert, um das in Zukunft zu verhindern. Das hat der Hersteller der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA mitgeteilt und Details zu dem Rückruf ausgeführt. Betroffen sind Fahrzeuge mit der fünften und sechsten Generation des automatisierten Fahrsystems. Für den Rückruf muss keines der Fahrzeuge in eine Werkstatt, das Update kann aus der Ferne installiert werden. Laut Waymo handelt es sich nicht um eine abschließende Behebung des Problems, sondern eine vorübergehende Maßnahme. Die umfasse eine Anpassung des Einsatzbereichs der Fahrzeuge und eine Aktualisierung der genutzten Karten. Das Update wurde demnach bereits am 20. April übertragen.

Laut CNBC waren Waymo-Taxis unter anderem in Austin im US-Bundesstaat Texas dabei gefilmt worden, wie sie auf überschwemmte Straßen gefahren sind, wo sie stecken blieben. Andere Fahrzeuge mussten sie dann umständlich umfahren. Auch an anderen Orten sei so etwas passiert. Am 20. April sei ein autonomes Fahrzeug von Waymo in San Antonio, ebenfalls in Texas, auf eine überflutete Straße gefahren und dann hinweggeschwemmt worden. Keine Person sei an Bord und damit in Gefahr gewesen. Waymo hat den Taxidienst in der Stadt demnach eingestellt und noch nicht wieder aufgenommen. Die Rückkehr auf die dortigen Straßen werde aber weiter vorbereitet.

Die autonomen Taxis von Waymo dürfen in mehreren US-Städten Passagiere befördern, ohne dass eine Sicherheitsperson am Steuer sitzen muss. Damit ist der Anbieter führend, kein anderes Unternehmen ist in den USA ähnlich weit. Inzwischen werden so jede Woche mehr als eine halbe Million Personen befördert. Wegen der Vorreiterrolle von Waymo finden Störungen aber immer besonders große Beachtung. Im Oktober hat ein Waymo-Taxi beispielsweise in San Francisco eine Katze überfahren, was zu viel Kritik führte. Vielerorts haben zudem Behörden kritisiert, dass die autonomen Fahrzeuge Schulbusse passieren, obwohl das während des Aus- und Einsteigens von Kindern untersagt ist. Im März hat ein Waymo-Taxi in Austin einen Krankenwagen blockiert.

(mho)