FAZ 28.07.2026
03:46 Uhr

mutmaßlich krebserregend: Johnson & Johnson zahlt 5,5 Milliarden Dollar im Babypuder-Streit


Der US-Konsumgüterkonzern hat den Vorwurf, seine Talkum-Produkte hätten Eierstockkrebs ⁠verursacht, stets bestritten. Nun werden durch die Zahlung einer Milliarden-Summe zehntausende Klagen beigelegt.

mutmaßlich krebserregend: Johnson & Johnson zahlt 5,5 Milliarden Dollar im Babypuder-Streit

Johnson & Johnson legt den jahrelangen Rechtsstreit um ⁠mutmaßlich krebserregendes Babypuder mit einem Milliardenvergleich bei. Der US-Konsumgüterkonzern zahlt 5,5 Milliarden Dollar, ‌um zehntausende Klagen beizulegen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Mit dem Vergleich ‌sollen ‌fast alle verbleibenden Klagen (99,75 Prozent) beigelegt werden, in denen dem Unternehmen vorgeworfen wird, seine Talkum-Produkte hätten Eierstockkrebs ⁠verursacht. J&J hat die Vorwürfe stets bestritten und die Sicherheit seiner Produkte betont. Der ⁠Konzern hatte den Verkauf ‌von Babypuder auf Talkumbasis in den USA bereits 2020 eingestellt. Dem ⁠Vergleich vorausgegangen ⁠waren jahrelange Rechtsstreitigkeiten und gescheiterte Versuche ⁠von J&J, ⁠die Klagen über eine Insolvenz abzuwickeln.