FAZ 03.01.2026
08:06 Uhr

halbfinals der Darts-WM: Littler zieht zum dritten Mal in Serie ins WM-Finale ein


Luke Littler zieht bei seiner dritten WM zum dritten Mal ins Finale ein. Der 18 Jahre alte Weltranglistenerste trifft im Endspiel am Samstagabend auf einen ebenfalls noch recht jungen Niederländer.

halbfinals der Darts-WM: Littler zieht zum dritten Mal in Serie ins WM-Finale ein

Luke Littler greift abermals nach der Darts-Krone – und ist nach der nächsten Machtdemonstration nur noch einen Schritt von einer erfolgreichen WM-Titelverteidigung entfernt. Der 18 Jahre alte Star der Szene erreichte durch das 6:1 gegen seinen englischen Landsmann Ryan Searle problemlos das Finale und zog damit bei seiner dritten WM-Teilnahme zum dritten Mal ins Endspiel ein. An diesem Samstag (21.00 Uhr bei Sport1 und DAZN) trifft Littler im Duell um die begehrte Sid Waddell Trophy auf den niederländischen Shootingstar Gian van Veen. Der 23-Jährige spielt dann gegen den fünf Jahre jüngeren Littler das „jüngste“ Finale der Geschichte. Dabei zu sein, sei „großartig“, sagte van Veen nach dem 6:3 gegen den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson (55). „In einem WM-Finale zu stehen – das ist nicht einmal ein Traum, der wahr wird, weil ich mir das vorstellen konnte. Aber jetzt ist es passiert. Ich bin so glücklich“, sagte van Veen, der viele Jahre mit „Dartitis“, einer Art mentalen Blockade, zu kämpfen hatte. Auch Littler sagte bei DAZN: „Ich bin sehr glücklich. Morgen geht es wieder los – ein letztes Mal. Das dritte Finale in Serie. Das ist unglaublich.“ Einen Tag nach seinem souveränen 5:0-Erfolg gegen den Polen Krzysztof Ratajski verlor Littler zwar den ersten Satz. Danach aber erhöhte der Weltranglistenerste, der schon bei seiner WM-Premiere im Alter von 16 Jahren ins Endspiel gestürmt war, die Schlagzahl. Vor allem dank seines starken Scorings sicherte sich Littler Satz für Satz, Searle ließ seine wenigen Chancen auf die Doppelfelder liegen. Zwischenzeitlich gewann Littler gar elf Legs in Folge, er nutzte seinen ersten Matchdart. Drei Finalteilnahmen in Folge bei Weltmeisterschaften der Professional Darts Corporation (PDC) waren zuvor nur Rekordsieger Phil Taylor, Dennis Priestley und Anderson gelungen. Für Searle, genannt „Heavy Metal“, blieb die Krönung eines bemerkenswerten Laufs bei diesem Turnier aus. Der Engländer, der an einer seltenen Augenkrankheit leidet, durch die die Sehkraft über die Zeit nachlässt, hatte in Runde drei den Strausberger Martin Schindler geschlagen und bis zum Halbfinale nur zwei WM-Sätze verloren. Um auf Searles Krankheit aufmerksam zu machen, ließ sich ein Sponsor am Freitagabend etwas Besonderes einfallen: Die Logos im „Ally Pally“ wurden allesamt unscharf dargestellt.