FAZ 08.01.2026
12:24 Uhr

arbeitswelt: Weniger Stress mit Ordnung auf dem Schreibtisch


Mit einem aufgeräumten Schreibtisch ins neue Jahr zu starten, lohnt sich, sagen Arbeitswissenschaftler und haben einige Tipps parat.

arbeitswelt: Weniger Stress mit Ordnung auf dem Schreibtisch

Noch ist die Zeit der guten Vorsätze, auch wenn der eine oder andere schon wieder fröhlich verdrängt worden ist. Da kommt der „Räum-Deinen-Schreibtisch-auf-Tag“ am 12. Januar gerade recht, um daran zu erinnern, dass es vielleicht eines der Ziele für 2026 war, mit einem wohlsortierten Arbeitsplatz in das Jahr zu starten. Einem, an dem man nicht stundenlang nach Belegen für die Abrechnungen oder die Steuererklärung suchen muss. Am besten geht man Schritt für Schritt vor: Zuerst wird aussortiert: Was brauche ich wirklich? 19 Kugelschreiber – eher nicht! So geht man Schreibtisch, Schränke und Ablagen durch und entsorgt alles Überflüssige. Wer sich mit dem Wegwerfen schwertut, kann eine Kiste für den Kindergarten in der Nachbarschaft oder ähnliche Projekte packen. Wer allerdings beim Ausmisten auf die Idee kommt, dabei gleich den ganzen Aktenschrank durchzusortieren, braucht wohl deutlich mehr als einen Aktionstag. Mehr Produktivität, weniger Stress Im nächsten Schritt sollte alles einen festen Platz erhalten, damit man nicht ständig den Locher oder die Heftklammern sucht, sofern man noch mit Papier arbeitet – ansonsten kommen die virtuellen Ordner dran. Auch da „verstaubt“ gerne mal etwas, was man ohnehin nie mehr anschaut. Im dritten Schritt geht es dann um die Sauberkeit. Wer das, was echten Staub angesetzt hat, nicht ohnehin schon entsorgt hat, wischt es ab und sorgt für saubere Oberflächen. Ein wenig Dekoration gehört für viele dazu, die nicht wegen wechselnder Schreibtische stets ein „clean Desk“ hinterlassen müssen. Doch sollte man gut überlegen, ob die Tasse mit der Aufschrift „Schnuggelsche“ wirklich dekorativ ist, auch wenn sie ein nettes Geschenk war. Und der Dauerkalender mit den lustigen Sprüchen, der nur selten umgeblättert wird, ist dann vielleicht auch eher überflüssig. Der vierte Schritt gehört zu den schwierigeren, denn es gilt nun, klare Standards zu setzen, um auch dauerhaft Ordnung zu bewahren. Dabei hilft dann wohl das, was als fünfter Schritt genannt wird: Selbstdisziplin üben. Dafür werden kurze, aber regelmäßige Aufräumroutinen empfohlen. Ein Aktionstag im Jahr reicht also nicht ganz, eher einer im Monat. All das aber soll zu effizienteren Abläufen, mehr Produktivität und sogar zu geringerem Stress und weniger Fehlern führen. Gute Argumente also, um ein paar Stunden in einen hübsch geordneten Arbeitsplatz zu investieren.