FAZ 03.01.2026
08:58 Uhr

angriff auf Venezuela: US-Medien: Trump hat Angriff auf Venezuela schon vor Tagen befohlen


Venezuela wirft USA „schweren militärischen Angriff vor“+++ Präsident Maduro ruft Ausnahmezustand aus +++ Explosionen in der Hauptstadt Caracas +++ Alle Entwicklungen im Liveblog

angriff auf Venezuela: US-Medien: Trump hat Angriff auf Venezuela schon vor Tagen befohlen

Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat Flüge rund um Venezuela untersagt. „In Zusammenhang mit den andauernden militärischen Aktivitäten“ ist der Betrieb von kommerziellen und privaten US-Flügen in bestimmten Gebieten verboten. Das geht aus einer sogenannte Notam (Notice to Airmen, Hinweise an Piloten) hervor, die die FAA bei verschiedenen Gefahrensituationen und Lagen herausgibt. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, um Piarco auf der Insel Trinidad sowie um San Juan auf Puerto Rico. Zudem warnen die USA vor Reisen nach Venezuela. „Reisen Sie nicht nach Venezuela. US-Bürger in Venezuela sollten sich an Ort und Stelle in Sicherheit bringen und das Land unverzüglich verlassen, sobald dies gefahrlos möglich ist“, hieß es in einer Reisewarnung. 

Venezuela wirft den USA vor, mit dem Angriff auf Caracas und andere Orte die „strategischen Ressourcen des Landes, vor allem Öl und Mineralien\" in seine Gewalt bringen zu wollen. Der Vorwurf ist Teil der Erklärung, mit der Staatschef Nicolás Maduro den Ausnahmezustand ausgerufen hat. 

Wo fanden die Angriffe in Venezuela statt? Das ist gerade noch nicht abschließend zu beurteilen. Zumal Reporter vor Ort berichten, dass immer noch Flugzeuge in der Luft über Caracas sind.In der Hauptstadt scheint besonders Fuerte Tiuna getroffen worden zu sein. Dort befindet sich unter anderem das Verteidigungsministerium Venezuelas und eine wichtige Militärbasis. Auf Videos ist zu sehen, wie Dutzende Fahrzeuge das Gebiet verlassen. Auch einige Kilometer nördlich von Caracas gab es Explosionen. CNN berichtet, der Hafen von La Guaira sei getroffen worden. Auch in der Stadt Higuerote, mehr als 80 Kilometer von Caracas entfernt, gab es eine große Explosion. 

Nach Kolumbien hat auch Kuba den Angriff auf Venezuala verurteilt. Miguel Díaz-Canel Bermúdez forderte auf der Plattform X eine „umgehende Reaktion der internationalen Gemeinschaft“. 

Berichte über den Aufenthaltsort von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro gibt es aktuell nicht. Die „New York Times“ berichtet, dass aber zumindest Teile der Menschen in seinem Umfeld in Sicherheit zu sein scheinen. 

Das von Präsident Trump so genannte „Kriegsministerium“ der USA verweist alle Medien, die Fragen zu den Explosionen in Caracas stellen, an das Weiße Haus. Dort wollen die Sprecher die Berichte aber nicht kommentieren, berichtete die „New York Times“ um etwa 3 Uhr morgens Washingtoner Zeit.

Nach zahlreichen Explosionen in der Hauptstadt Caracas hat Venezuela den USA einen „schweren militärischen Angriff“ vorgeworfen. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro habe den Ausnahmezustand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet, hieß es am Samstag in einer Mitteilung der Regierung. 

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Explosionen ereignet. Medienberichten zufolge hat US-Donald Trump Angriffe auf Militäreinrichtungen angeordnet. Lesen Sie hier einen Überblick der Ereignisse: 

Nach Berichten über Explosionen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas hat der Präsident des Nachbarlandes Kolumbien von einem Angriff auf Venezuela gesprochen. „In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle: Venezuela wurde angegriffen. Sie beschießen es mit Raketen“, schrieb Staatschef Gustavo Petro auf der Plattform X. „Die Organisation Amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen sollten sofort zusammentreten“, forderte er. 

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela haben in den vergangenen Wochen und Monaten stark zugenommen. Dahinter stehen strategische Interessen Washingtons.  Aber worum geht es überhaupt in dem Konflikt? Tjerk Brühwiller fasst die wichtigsten Punkte zusammen: