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04.01.2026
07:27 Uhr
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Chuck Schumer: Über Militäreinsatz „völlig im Dunkeln gelassen“ +++ Oberstes Gericht ernennt Rodríguez zur Interimspräsidentin +++ Maduro kommt in New Yorker Haftanstalt an +++ Alle Entwicklungen im Liveblog

„Good night! Happy New Year!“: Bei seiner Ankunft in New York hat sich Nicolás Maduro durchaus locker gezeigt. Auf einem vom Weißen Haus verbreiteten Video ist zu sehen, wie er in Handschellen von Beamten der amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde DEA einen Gang entlang geführt wird. Maduro wendet sich an einen der Beamten und fragt auf Spanisch: „Good night? Das sagt man doch so: Gute Nacht! Oder?“ Dann grüßt er in den Raum, wo offenbar Fotografen stehen.
Vier Monate lang hat das amerikanische Militär die Gefangennahme von Nicolás Maduro vorbereitet. Die Eliteeinheit „Delta Force“ trainierte dafür in einem Nachbau der Residenz des venezolanischen Präsidenten in Kentucky. F.A.Z.-Korrespondentin Sofia Dreisbach hat all diese Details der „Operation Absolute Resolve“ aufgeschrieben:
Peru will die sofortige Rückkehr von Venezolanern ermöglichen. Dies gelte unabhängig von deren Einwanderungsstatus, teilte Präsident Jose Jeri auf der Plattform X mit. Venezuela trete in eine neue „Ära der Demokratie und Freiheit“ ein. In Nachbarländern wie Ecuador feiern unterdessen Exil-Venezolaner die Entwicklung. Eine Demonstrantin in Quito sprach von einer „ungeheuren Freude“.
Die Beschränkungen für den Luftraum über der Karibik laufen US-Verkehrsminister Sean Duffy zufolge um Mitternacht US-Ostküstenzeit (05.00 Uhr GMT) aus. Der Flugverkehr könne dann wieder aufgenommen werden, schreibt Duffy auf der Online-Plattform X. Die Fluggesellschaften seien informiert und würden ihre Flugpläne zügig aktualisieren.
Die mexikanische Regierung hat den US-Militärschlag gegen Venezuela entschieden verurteilt. Dieser verletzte die UN-Charta, erklärte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum am Samstag (Ortszeit) auf der Plattform X. Der zweite Artikel der Charta verbiete die Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder politische Unabhängigkeit eines Staates.Das mexikanische Außenministerium erinnerte in einer Mitteilung daran, dass Lateinamerika und die Karibik 2014 von der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) zu „einer Zone des Friedens“ erklärt wurden, die auf gegenseitigem Respekt und dem Verbot der Anwendung und Androhung von Gewalt basiert. Jegliche Militäraktion gefährde die regionale Stabilität, warnte das Außenministerium.Angesichts der Ereignisse in Venezuela forderte Mexiko die Vereinten Nationen auf, „unverzüglich zu handeln“, um Bedingungen zu schaffen, die eine „friedliche, nachhaltige und im Einklang mit dem Völkerrecht stehende Lösung“ ermöglichen.
Nach der Entmachtung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die USA hat das Oberste Gericht Venezuelas die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin ernannt. Rodríguez werde „vorübergehend alle mit dem Amt des Präsidenten verbundenen Eigenschaften, Pflichten und Befugnisse übernehmen und ausüben“, entschied das Gericht in Caracas am späten Samstagabend (Ortszeit). Mit dem Schritt solle die Kontinuität der Verwaltung und Verteidigung des Landes gewährleistet werden.Nach Angaben der Richter wurde Maduro jedoch nicht für dauerhaft aus dem Amt ausgeschieden erklärt. Dies hätte die Abhaltung von Neuwahlen innerhalb von 30 Tagen erforderlich gemacht.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit der venezolanischen Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado telefoniert. Er unterstütze ihren Aufruf zur Freilassung und zum Schutz der politischen Gefangenen in Venezuela, teilte Macron auf X mit. Zudem könne Machado bei ihren Bemühungen um einen friedlichen Übergang auf die Unterstützung Frankreichs zählen. Zuvor hatte Macron gesagt, der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia solle die Verantwortung in dem Land übernehmen Die Oppositionspolitikerin bedankte sich auf X bei Macron. Sie hat ebenfalls die Einsetzung des Oppositionspolitikers González als Nachfolger von Maduro gefordert. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor skeptisch über Machados eigene künftige Rolle in Venezuela geäußert. „Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land genießt“, sagte er.
Bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump „viele“ kubanische Staatsbürger getötet worden. „Viele Kubaner haben letzte Nacht ihr Leben verloren“, sagte Trump am Samstag in einem Interview mit der „New York Post“. „Sie haben Maduro beschützt. Das war kein guter Zug“, fügte der US-Präsident hinzu. „Kuba war immer sehr abhängig von Venezuela. Von dort bekamen sie ihr Geld, und sie haben Venezuela beschützt, aber in diesem Fall hat das nicht so gut funktioniert“, sagte Trump weiter. Nähere Angaben zur Zahl der mutmaßlich Getöteten machte Trump jedoch nicht. Militärische Maßnahmen gegenüber dem wirtschaftlich geschwächten Kuba ziehe er jedoch nicht in Betracht, sagte Trump weiter gegenüber der „New York Post“: „Nein, Kuba wird ganz von selbst fallen.“
Der bei einem US-Angriff in Venezuela gefangen genommene Staatschef Nicolás Maduro ist in den USA eingetroffen. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend. Fernsehbilder zeigen die Ankunft der Maschine auf dem Stewart International Airport, rund 100 Kilometer nordwestlich von New York City. Von dort aus wurde er mit einem Hubschrauber nach Manhattan geflogen, wo ihn zahlreiche Sicherheitskräfte erwartetenEin vom Weißen Haus auf der Plattform X verbreitetes Video zeigte, wie Maduro in Handschellen und umrahmt von Beamten der US-Drogenpolizei DEA in einem Gang des Gebäudes abgeführt wird. US-Medienberichten zufolge soll er für die Zeit seiner Untersuchungshaft im Stadtteil Brooklyn im Metropolitan Detention Center untergebracht werden, einer Haftanstalt der Bundesbehörden.Nach Angaben des US-Justizministeriums soll Maduro in New York zu einem nicht näher definierten Zeitpunkt vor Gericht gestellt werden. Er wird der „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ beschuldigt. Zudem wird Maduro vorgeworfen, tonnenweise Kokain in die USA importiert zu haben sowie illegale Waffen zu besitzen.
Große US-Fluggesellschaften annullieren nach dem Militäreinsatz in Venezuela Hunderte Flüge. Betroffen sind unter anderem American Airlines, Delta, Spirit Airlines und JetBlue Airways. Die US-Luftfahrtbehörde FAA sperrt den Luftraum über der Karibik und verweist auf Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Militäreinsatz, der andauere. US-Verkehrsminister Sean Duffy teilt auf der Plattform X mit, die Beschränkungen würden aufgehoben, „wenn es angemessen ist“.
Nach der Entmachtung des Staatspräsidenten Nicolás Maduro in Venezuela sollte nach Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia die Verantwortung in dem Land übernehmen. „Der bevorstehende Übergang muss friedlich, demokratisch und unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes erfolgen“, teilte Macron mit. „Wir wünschen uns, dass der 2024 gewählte Präsident Edmundo González Urrutia diesen Übergang rasch sicherstellen kann.“Macron hob hervor, das venezolanische Volk können sich freuen, von der Diktatur Maduros befreit worden zu sein. Dieser habe die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt, schrieb Macron auf der Plattform X. US-Präsident Donald Trump verbreitete Macrons Stellungnahme auf seiner eigenen Plattform Truth Social weiter.
Venezuela hatte in einer öffentlichen Erklärung von einer „eklatanten Verletzung der Charta der Vereinten Nationen“ gesprochen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird nun am Montag um 16 Uhr deutscher Zeit zu einer Sitzung zusammenkommen, um das Thema zu besprechen.