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05.01.2026
11:43 Uhr
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Nach Einsatz in Venezuela droht Trump auch Kolumbien +++ UN-Sicherheitsrat berät über US-Einsatz in Venezuela +++ Maduro wird am Montag vor Gericht erwartet +++ Alle Entwicklungen im Liveblog

China setzt weiter auf Kooperation mit Venezuela. Egal, wie sich die politische Situation in Venezuela verändere, Chinas Bereitschaft, die praktische Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zu vertiefen, werde sich nicht ändern, sagte Außenamtssprecher Lin Jian in Peking. Chinas legitime Interessen in Venezuela seien in Übereinstimmung mit dem Gesetz geschützt, erklärte er weiter. China hat die USA außerdem abermals zu einer sofortigen Freilassung des gefangengenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Ehefrau aufgefordert. Die Volksrepublik sei zutiefst besorgt und verfolge die Sicherheitslage genau, sagt ein Sprecher des Außenministeriums bei einer Pressekonferenz in Peking. Schon am Sonntag hatte China die Freilassung Maduros und seiner Frau gefordert und von einem Verstoß gegen das Völkerrecht gesprochen.
Die Bundesregierung vermeidet weiter eine völkerrechtliche Bewertung des US-Angriffs auf Venezuela. Außenminister Johann Wadephul (CDU) verlangte zwar am Montag im Deutschlandfunk von den USA, dass diese die internationale Rechtslage nicht nur beachten, sondern auch darlegen, auf welcher Grundlage der Angriff erfolgte. Die Gesamtlage jedoch sei „außerordentlich komplex“.Wadephul verwies darauf, dass der von den USA gestürzte und außer Landes gebrachte Präsident Nicolás Maduro an der Spitze eines Unrechtsregimes gestanden habe. Er sei für Menschenrechtsverletzungen und die Flucht von einem Fünftel der venezolanischen Bevölkerung aus ihrer Heimat verantwortlich.Zudem gebe es geopolitische Aspekte. In der Region gebe es ein „starkes chinesisches, iranisches, auch russisches Engagement“. „Also geopolitisch haben wir auch ein Interesse, haben die USA ein Interesse, das zurückzudrängen“, sagte der deutsche Außenminister. Die rechtlichen Aspekte übersehe dennoch niemand, sagte Wadephul und verwies auf eine Erklärung der EU-Außenbeaufragten Kaja Kallas, die er mittrage. In der Erklärung wird auf die Grundsätze des Völkerrechts und die Charta der Vereinten Nationen, die unter allen Umständen eingehalten werden müssten.
US-Präsident Donald Trump hat auch Kolumbien abermals gedroht. Der Republikaner sagte vor Journalisten, Kolumbien sei „sehr krank“ und werde von einem „kranken Mann“ regiert, der es liebe, „Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen“. Das werde er „nicht mehr lange machen“, sagte Trump – ohne ins Detail zu gehen, was er konkret damit meinte.Trump hat Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro bereits mehrfach heftig kritisiert, nannte ihn bei seiner Pressekonferenz auf dem Flug nach Washington aber nicht namentlich. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump: „Das klingt für mich gut.“
US-Präsident Donald Trump hat Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez mit Blick auf den künftigen Kurs des ölreichen Landes offen gedroht. Unter Hinweis auf die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz sagte Trump, Rodríguez könne eine noch „schlimmere Situation“ drohen. Maduro habe immerhin schnell aufgegeben. „Er hat seine Hände gehoben. Er hat aufgegeben“, schilderte Trump während eines Flugs nach Washington vor Journalisten.Bereits zuvor hatte Trump der Zeitschrift „The Atlantic“ über Rodríguez gesagt: „Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen, wahrscheinlich höher als Maduro.“ Die genaue Frage zu der Antwort veröffentlichte das Medium nicht – auch nicht, ob Trump sich dazu geäußert hatte, was er genau mit „richtig“ meinte. Neuwahlen sieht Trump derzeit nicht als Priorität. „Wir werden zur richtigen Zeit Wahlen haben, aber das Wichtigste ist, dass sie das Problem lösen. Das Land ist kaputt“, sagte Trump vor der Presse. „Wir müssen es wiederbeleben, und dafür brauchen wir große Investitionen von den Ölgesellschaften, um die Infrastruktur wieder funktionsfähig zu machen“, sagte der US-Präsident.
Nach der Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro zeigt sich die neue venezolanische Regierung nun bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. „Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt“, hieß es in einer von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung. Rodríguez hatte sich unmittelbar nach dem US-Angriff zunächst unbeugsam gezeigt.„Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen Krieg“, schrieb sie nun an US-Präsident Donald Trump gerichtet. „Das war schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.“ Sie forderte eine von Respekt geprägte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.Venezuelas Oberster Gerichtshof ermächtigte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Die überzeugte Sozialistin gab sich zunächst unbeugsam. Sie forderte Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als Verstoß gegen die UN-Charta. „Wir werden nie wieder Sklaven sein“, sagte sie in Richtung Trump.
Mehr als 30 Kubaner bei US-Angriff auf Venezuela getötet
Der UN-Sicherheitsrat berät am Montag über den US-Militäreinsatz in Venezuela, bei dem der langjährige Staatschef Nicolás Maduro festgenommen und in die USA gebracht wurde. Die Dringlichkeitssitzung findet um 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) auf Bitten Venezuelas statt. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hatte den US-Angriff verurteilt und betont: „Wir sind bereit, Venezuela zu verteidigen.“
Venezuelas autoritärer Staatschef Nicolás Maduro bleibt trotz seiner Inhaftierung in den USA nach Einschätzung der Regierung in Caracas rechtmäßiger Präsident des südamerikanischen Landes. „In Venezuela gibt es einen verfassungsmäßigen Präsidenten, Nicolás Maduro Moros, der zwar derzeit illegal festgehalten wird, aber weiterhin das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist“, sagte Außenminister Yván Gil auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) laut dem regierungsnahen Sender Telesur. „Trotz des Angriffs herrscht in Venezuela heute Frieden und Ruhe, die Institutionen funktionieren uneingeschränkt.“
Bei dem US-Einsatz in Venezuela zur Festnahme von Präsident Nicolas Maduro werden nach kubanischen Angaben 32 Bürger des Landes getötet. Die Regierung in Havanna ordnet für den 5. und 6. Januar eine zweitägige Staatstrauer an, teilt sie mit. Einzelheiten zu den Beisetzungen sollen noch bekanntgegeben werden.
Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme des Staatschefs Nicolás Maduro haben laut US-Präsident Donald Trump die USA die Führung in dem südamerikanischen Land übernommen. „Wir verhandeln mit den Leuten, die gerade vereidigt wurden“, sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten bezogen auf die venezolanische Interimspräsidentin Delcy Rodríguez. „Fragen Sie mich nicht, wer die Verantwortung trägt, denn ich werde eine Antwort geben, die sehr kontrovers ist“, fügte Trump hinzu und konkretisierte auf Nachfrage: „Es bedeutet, dass wir die Verantwortung tragen“.
Nach der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro durch die USA hat Venezuelas neu ernannte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez ihre erste Kabinettssitzung einberufen. Der staatliche Sender VTV zeigte Rodríguez am Sonntagabend (Ortszeit) an einem Tisch im Präsidentenpalast Miraflores, an dem unter anderem Verteidigungsminister Vladimir Padrino und Innenminister Diosdado Cabello saßen.
US-Präsident Donald Trump kann sich einen Militäreinsatz gegen die Regierung Kolumbiens vorstellen. Eine auf die kolumbianische Regierung ausgerichtete Militäroperation klinge gut für ihn, sagt Trump.
Das russische Föderationsratsmitglied Alexei Puschkow warnt nach der US-Militäraktion in Venezuela vor einem Scheitern des Einsatzes. „Wird dieser 'Triumph' nicht in einer Katastrophe enden?“, schreibt Puschkow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Er zieht dabei Vergleiche zu früheren US-Interventionen. Zuvor hatte der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, die Aktion als „rechtswidrig“ verurteilt, aber zugleich anerkannt, dass US-Präsident Donald Trump konsequent US-Interessen verfolge.