FAZ 13.02.2026
20:39 Uhr

Zweite Bundesliga: Nürnberg zerlegt Karlsruhe


Einen Tag nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Miroslav Klose besiegt Nürnberg den direkten Konkurrenten aus Karlsruhe furios. Am Ende steht es 5:1. Nur zwei Nürnberger erzielen die Tore für ihren Verein.

Zweite Bundesliga: Nürnberg zerlegt Karlsruhe

Der neue Vertrag für Trainer Miroslav Klose hat beim 1. FC Nürnberg offensichtlich Kräfte freigesetzt. Einen Tag nach dem Ende der Hängepartie und einer Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Weltmeister von 2014 bis zum Sommer 2028 schossen die eiskalten Franken in der zweiten Fußball-Bundesliga den defensiv überforderten Karlsruher SC mit 5:1 (3:0) förmlich vom Platz. Die von den Mehrfachtorschützen Mohamed Ali Zoma und Julian Justvan angetriebenen Nürnberger beendeten genau zum richtigen Zeitpunkt ihr Tief von drei sieglosen Spielen. Mit dem achten Saisondreier überholte der diesmal auftrumpfende Klub den behäbigen KSC in der Tabelle und liegt mit nun 29 Punkten zumindest vorübergehend auf Rang acht. „Ich bin stinksauer, die ersten 60 Minuten gehen gar nicht. Ich erwarte ganz schnell ein anderes Gesicht. Ich erwarte von allen, dass sie sich zu 100 Prozent einsetzen, wenn sie dieses Trikot anhaben“, sagte Sportgeschäftsführer Mario Eggimann nach der indiskutablen Leistung der Karlsruher. Justvan zweimal, Zoma dreimal Vor 29.378 Zuschauern sorgten die Nürnberger, die monatelang auf einen neuen Vertrag für ihren Trainer Klose gewartet hatten, schon früh für deutliche Verhältnisse. Justvan (25. Minute, 28.) und Zoma (41., 50., 65.) mit seinen Saisontoren sechs bis acht ließen ihre Fans über den höchsten Saisonsieg jubeln. Ein von Marvin Wanitzek verwandelter Elfmeter (58.) nach Foul von Debütant Justin von der Hitz an Leon Opitz bedeutete für die Karlsruher den Ehrentreffer. Sie warten nun seit vier Spielen auf einen Sieg und müssen sich in der Tabelle wieder nach unten orientieren. Beim 1. FC Nürnberg ragten aber nicht nur Zoma oder Justvan heraus. Adriano Grimaldi als Anspielstation im Sturm und der lauffreudige Startelfdebütant Rabby Nzingoula im defensiven Mittelfeld rundeten mit ihren Leistungen einen perfekten Nürnberger Abend ab. Es war gleichzeitig ein glänzendes Vertragsgeschenk für ihren Trainer. Düsseldorf vergibt Freistoß aus fünf Metern Fortuna Düsseldorf hat derweil den vierten Heimsieg in Serie verpasst. Beim weitgehend trostlosen 0:0 gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten SC Preußen Münster versäumten die Rheinländer einen Befreiungsschlag und die Gelegenheit, sich nach Punkten weiter vom Tabellenkeller zu distanzieren. Beide Klubs trennen vorerst zwar fünf Plätze, aber nur zwei Punkte. Für den Drittletzten Münster war es das achte sieglose Spiel in Serie. Die Westfalen gewannen von den vergangenen elf Spielen nur eines. Vor vielen bunt verkleideten Fans in der Karnevalshochburg Düsseldorf war es ein eher tristes Spiel. Beide Mannschaften zeigten zwar durchaus Zug zum Tor, bei den überschaubaren Chancen aber letztlich zu wenig Effektivität im Abschluss. Am Ende hatten die Münsteraner sogar die besseren Möglichkeiten zum Sieg. Nachdem Münsters Torwart Johannes Schenk einen scharfen Rückpass von Marvin Schulz hatte fangen müssen, durfte Düsseldorfs Florent Muslija in der 20. Minute einen indirekten Freistoß aus fünf Metern schießen. Er traf aber nur einen von sehr vielen Spielern vor dem Tor: seinen Kollegen Anouar El Azzouzi.