Die Bundesregierung, der Bundeskanzler, mag außenpolitisch einigen Respekt genießen. Innenpolitisch ist das Zutrauen geringer, und es scheint weiter zu schwinden. Nun wird vor den Wahlen im Frühjahr wieder einiges versprochen. Und vom Volke einiges gewünscht. An unsere bescheidene Redaktion herangetragen wird das Ansinnen, die Merz-Offensive möge beinhalten, in Brüssel etwas gegen die Bimmel-Rüttel-Erziehungsbeauftragten in Neuwagen zu unternehmen. Die sind offenbar gänzlich gegen den Bürgerwillen oktroyiert, gegen den der Industrie sowieso, warum also glaubt eine politische Bürokratie, es besser wissen zu müssen? Statt dass man die Industrie mal machen ließe Das ist nur ein Beispiel, wie der Kontakt zum Bürger verloren geht. Die neu konstruierte Subvention für Elektroautos ist ein weiteres. Im Januar stiegen die Neuzulassungen von batterieelektrischen Personenwagen um 23,8 Prozent. Super. Auf 42.692 Stück. Halb super. Ihr Marktanteil erreichte in einem schwachen Gesamtmarkt 22 Prozent und lag damit wieder etwas unterhalb der Vormonatswerte. Nicht mehr so super. Aus dem Autohandel ist die Praxis zur Berliner Theorie zu vernehmen: Spürbare Kaufzurückhaltung, die tief verunsicherte Kundschaft warte einfach ab. Förderbedingungen zu kompliziert, Nachweisverfahren undurchsichtig, Abwicklung diffus. Dazu die gegen alle geweckte Hoffnung nicht sinkenden, sondern tendenziell steigenden Strompreise plus die Dauerthemen Ladeinfrastruktur und Restwertentwicklung, sie hängen der Elektromobilität wie ein Klotz am Rad. Statt dass man die Industrie mal machen ließe, ihr zutraute, mit guten Produkten zu überzeugen. Die kann das, wenn sie nicht ständig gleichzeitig stranguliert und beatmet wird. Der Landmaschinenunternehmer Bernard Krone schreibt uns jedes Jahr einen Brief. Sein Motto in diesem: Teamwork, Anpassungsfähigkeit, Innovationskraft. Schau mal einer an.
