FAZ 21.12.2025
18:42 Uhr

Woltemade trifft Crouch: Großer Crouchy, kleiner Crouchy


Wenn sich Gegenwart und Geschichte des Fußballs die Hand reichen: Eine liebevolle Begegnung zwischen Nick Woltemade und Peter Crouch zeigt, dass im Fußball wirklich jeder ein Vorbild finden kann.

Woltemade trifft Crouch: Großer Crouchy, kleiner Crouchy

Ein Fußballspiel dauert länger als 90 Minuten. Es lebt weiter in den Köpfen der Enthusiasten, verbindet sich mit anderen Spielen zu einer Geschichte, gespickt mit den Namen von Fußballkünstlern. Deshalb kann Lionel Messi Diego Maradona nacheifern, Kylian Mbappé auf Cristiano Ronaldo schauen und jedes Kind in Frankreich versuchen, Mbappé zu kopieren. Und deshalb war es auch ein schönes Treffen, zu dem es am Samstagnachmittag in Newcastle kam: Da schlurfte Nick Woltemade, Doppeltorschütze gegen den FC Chelsea, zum TV-Interview mit dem früheren Premier-League-Stürmer Peter Crouch – und bat erst einmal um ein Foto. Mal genial und mal „goofy“ Er tat das, weil der 1,98 Meter große Woltemade, den sie in Stuttgart Woltemessi getauft haben, als Kind auf dem Fußballplatz nicht „Messi“, sondern „Crouchy“ gerufen wurde. Ob sich der kleine Crouchy etwas abgeschaut habe vom 2,01 Meter großen Crouch, wurde er gefragt. So viele andere Spieler dieser Größe gebe es schließlich nicht, sagte Woltemade. So wurde aus dem Treffen zweier unterhaltsam selbstironischer Stürmer, die auf dem Feld mal genial und mal „goofy“ wirken, auch deshalb eine schöne Begegnung, weil sich nicht nur Crouchy und Crouch, sondern auch Gegenwart und Geschichte des Fußballs die Hand reichten. Und weil sie zeigte, dass in diesem Spiel auch der unorthodoxeste Kicker ein Vorbild findet.