Nach dem Wintereinbruch zum Jahresbeginn haben Schnee, Glätte und Kälte Deutschland fest im Griff. Wegen vereisten und zugeschneiten Straßen ist es in der Nacht an vielen Orten zu Unfällen gekommen. In Bayern und Norddeutschland blockierten Lastwagen Autobahnen, die dann für Aufräumarbeiten gesperrt wurden. In Hamburg waren bereits am Freitagnachmittag Dutzende Fahrzeuge auf der Köhlbrandbrücke stecken geblieben. Laut dem Deutschen Wetterdienst können die Straßen auch noch am Samstagvormittag glatt sein. In der kommenden Nacht muss dann abermals mit glatten Straßen durch überfrierende Nässe, Schnee und Schneematsch gerechnet werden. Auf der A 93 in der Oberpfalz geriet ein Lastwagen mit 20 Tonnen Lachs ins Rutschen und kippte um. Der Anhänger des Lastwagens platzte auf und der Fisch verteilte sich über die Fahrbahn, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei sagte. Beim Versuch auszuweichen, stießen sieben weitere Autos zusammen. Alle Beteiligten blieben unverletzt. Auch auf der A1 kurz vor Bremen rutschte ein Lastwagen auf der glatten Straße und kollidierte unter anderem mit einem LED-Schild und der Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Beamten sperrten die Autobahn. Um die Fahrbahn von Eis und Schnee zu befreien, musste die Polizei die Streufahrzeuge durch die Rettungsgasse zum Unfallort lotsen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Rheinland-Pfalz kam es zu zahlreichen Glätteunfällen. Hunderte Flüge in den Niederlanden gestrichen Der Wintereinbruch hält auch die Niederlande in Atem. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol behindern Schnee und Eis den Flugverkehr massiv. Wie schon am Freitag komme es auch am Samstag und Sonntag wegen des Winterwetters und dem Enteisen der Maschinen zu Verspätungen und dem Ausfall etlicher Flüge, teilte der Flughafen mit. Alleine die niederländische Fluggesellschaft KLM strich am Samstag über 200 Flüge, am Sonntag sollen laut KLM knapp 300 Flüge ausfallen, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Auch zahlreiche Flüge nach Deutschland waren von Ausfällen und Verspätungen betroffen. Am Samstagabend wurde neuer Schneefall mit weiteren Behinderungen erwartet. Auch auf den Straßen und im Bahnverkehr in den Niederlanden kam es zu Behinderungen und dem Ausfall von Zügen. Die Behörden riefen die Menschen zur Vorsicht auf. Im Süden bleibt es weitgehend trocken In Deutschland soll es am Sonntag meist stark bewölkt bis bedeckt bleiben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Lediglich ganz im Süden sei mit viel Sonne zu rechnen. Vorrangig vom Nordwesten her bis zum Erzgebirge komme es zu Schneeschauern. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und minus 3 Grad. In der Nacht zum Montag erwarten die Meteorologen teils zweistellige Minusgrade. Im Süden sind demnach Tiefstwerte zwischen minus 10 und minus 15 Grad möglich, im Rest des Landes zwischen minus 3 und minus 9 Grad. Dabei seien vor allem im Norden Schneeschauer möglich. Am Montag komme es insbesondere in Küstennähe zu schauerartigen Schneefällen, vereinzelt seien auch Graupelgewitter möglich. Im Süden soll es hingegen weitgehend trocken bleiben. Abseits von größeren Nebelfeldern zeige sich zudem die Sonne vermehrt. Am Dienstag erwartet der DWD eisige Temperaturen und Dauerfrost fast im gesamten Land. Lediglich auf den Nordseeinseln und am Niederrhein seien zarte Plusgrade möglich. Ansonsten lägen die Höchsttemperaturen bei weitgehend trockenem Wetter zwischen minus 6 und minus 1 Grad.
