Die Deutsche Bahn hat das mit der vor einem Jahr beendeten Generalsanierung der Riedbahn erstrebte Ziel einer Reduzierung der Störungen um 80 Prozent bisher nicht erreicht. Während einer Pressekonferenz berichteten Manager, im Schnitt habe in den vergangenen zwölf Monaten die Zahl der durch den Zustand der Strecke bedingten Störungen um 60 Prozent unter dem Niveau vor der Sanierung gelegen. Im November wurde der Wert sogar lediglich um 40 Prozent unterschritten. Wolfgang Weinhold, Programmleiter der Generalsanierungen bei der Deutsche-Bahn-Tochtergesellschaft DB Infrago, und Julian Fassing, der für die Arbeiten entlang der Riedbahn verantwortlich war, sagten, man sei noch nicht dort, wo man sein wolle. Die Manager zeigten sich jedoch optimistisch, das angestrebte Ziel zu erreichen. „Es spricht nichts dagegen, dass wir dahin kommen“, hieß es. Mehr Züge pünktlich als 2023 Probleme hätten zuletzt einige Weichen sowie die Kontrollen von zwei Bahnübergängen gemacht, hieß es. So habe sich ein erstmals in Deutschland eingesetzter Infrarotscanner, mit dem diese Übergänge kontrolliert würden, durch Sonneneinstrahlung und Herbstlaub irritieren lassen. Die Standorte der Geräte seien daraufhin verändert worden, und eine neue Software sei installiert worden. Generell zeigten sich Weinhold und Fassing zufrieden. Im November 2025 habe der Anteil der Fernzüge, die auf der Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim eine zusätzliche Verspätung eingefahren hätten, bei sieben Prozent gelegen. Im November 2023, also vor der Sanierung, habe dies für 19 Prozent dieser Züge gegolten. Im Regional- und S-Bahn-Verkehr seien im vergangenen Monat 81 Prozent der Züge auf der Riedbahn pünktlich gewesen, im November 2023 hingegen lediglich 59 Prozent. Die Manager hoffen, dass im nächsten Jahr auf der gesamten Strecke das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS in Betrieb gehen kann. Dann können die Fernzüge dort durchweg mit 200 Kilometern in der Stunde verkehren. Bei künftigen Generalsanierungen wolle man darauf verzichten, gleichzeitig noch dieses System einzubauen. Zudem sei eine schrittweise Inbetriebnahme der Strecken nach den Bauarbeiten geplant, zunächst sollten nur Güterzüge verkehren.
