FAZ 09.12.2025
10:35 Uhr

Wechsel nach Wolfsburg: Warum Schwegler die Eintracht verlässt


Eintracht-Manager Pirmin Schwegler verlässt den Klub nach knapp einem Jahr wieder und wechselt für eine halbe Million Euro zum VFL Wolfsburg. Das hat mehrere Gründe.

Wechsel nach Wolfsburg: Warum Schwegler die Eintracht verlässt

Nach Barcelona ist er schon nicht mehr mitgereist: Pirmin Schwegler verlässt die Eintracht nach einem knappen Jahr als Manager wieder. Knapp 500.000 Euro Ablöse erhält der hessische Bundesligaklub für seinen Leiter Profifußball. Nach F.A.Z.-Informationen sind darüber einige im Klub verwundert. Schwegler war im Januar aus Hoffenheim gekommen, er sollte seither zwischen Trainer, Sportdirektion und Kader vermitteln. Das ist ihm gut gelungen, etwa im Fall Can Uzun, der nach einem nicht ganz einfachen ersten Jahr in Frankfurt im zweiten durchstartete. In Wolfsburg dürfte sein Kompetenzbereich wachsen. Bei der Eintracht hatte er neben sich Sportdirektor Timmo Hardung, der sich um die Berater kümmert, um die Verbindungen zu ausländischen Klubs, auch um die Internationalisierung des Vereins. Und über ihm Markus Krösche, der Sportvorstand der Eintracht, der in der ersten Reihe steht. Schwegler soll ungeduldig geworden sein Dem Vernehmen nach ist Schwegler ungeduldig geworden. Es hieß, er könne eines Tages seinen Chef beerben, wenn Krösche den Verein verlässt. Bis dahin sollte er in der zweiten Reihe werkeln. Das passte gut, schließlich ist Schwegler gut vernetzt, jung, intelligent, ein Manager-Talent. Noch dazu wohnt er im Taunus, er war auch mal Eintracht-Kapitän. Das alles sind schöne Argumente. Aber wenn der Aufstieg raus aus der zweiten Reihe winkt, noch dazu in Wolfsburg, wo Spieler hinwechseln, die der Eintracht zu teuer sind (zuletzt etwa Verteidiger Koulierakis oder Mittelfeldspieler Majer) – dann sind diese Argumente schönes Beiwerk, keine Entscheidungsgrundlage. Schwegler verlässt die Eintracht also ein zweites Mal nach 2014, als er als Kapitän nach Hoffenheim wechselte. Und aus dem Klub heißt es: Des Geldes wegen sollte man nicht ein zweites Mal gehen.