Die Zahl der Todesopfer durch hohe Wellen auf der Ferieninsel Teneriffa hat sich Medienberichten zufolge auf vier erhöht. Eine Frau, die zunächst noch in ein Krankenhaus geflogen worden war, sei dort gestorben, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Die Warnung vor hohen Wellen an der Nord- und Westküste Teneriffas bestand schon seit Freitag. Dennoch waren zahlreiche Menschen in dem Naturschwimmbecken Isla Cangrejo und auf den nahen Felsen des Strandes von Los Gigantes in der Gegend von Santiago del Teide im Westen der kanarischen Insel. Eine Riesenwelle riss insgesamt vier Personen in den Tod. Eine weitere Person wird angeblich noch vermisst. Ein Hubschrauber und ein Großaufgebot von Rettungskräften waren am Sonntagnachmittag im Einsatz. Bei den Getöteten und Verletzten handelt es sich laut Presseberichten um Urlauber. Demnach kamen sie auch aus Italien und der Slowakei. Am Montag war unklar, ob Deutsche unter den Opfern waren. Insgesamt kamen vier Menschen ums Leben. Mehrere andere Personen konnten sich aus eigener Kraft aus dem Wasser ans Ufer retten. Am 8. November waren an mehreren Orten durch riesige Wellen auf der Insel drei Menschen getötet und mehr als ein Dutzend weitere Personen verletzt worden. Sie hatten an Hafenmolen Fotos gemacht. Diese hohen Wellen sind im Herbst und Winter auf den Kanaren nicht ungewöhnlich. Sie werden durch Stürme hervorgerufen, die weit draußen im Atlantik wüten. Diese großen und sehr energiereichen Wellen brechen in dem tiefen Meer rund um die Inseln erst ganz kurz vor der Küste und treffen dann fast ungebremst auf Land. Die Folgen können auch für Menschen, die sich gerade auf Uferpromenaden oder einer Hafenmole aufhalten, verheerend sein.
