FAZ 02.12.2025
14:43 Uhr

Vor Innenministerkonferenz: Bündnis aus mehr als 55 Organisationen fordert Böllerverbot


Die Debatte um ein Böllerverbot nimmt wieder an Fahrt auf. Die Deutsche Umwelthilfe und die Gewerkschaft der Polizei positionieren sich klar dafür. Und fordern die Innenminister zum Handeln auf.

Vor Innenministerkonferenz: Bündnis aus mehr als 55 Organisationen fordert Böllerverbot

Kurz vor dem Start der Innenministerkonferenz am Mittwoch fordern die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und ein breites Bündnis aus 55 weiteren Organisationen von den Innenministerinnen und Innenministern der Länder sowie vom Bundesinnenminister ein bundesweites Verbot privater Silvesterböller und Silvesterraketen. Die Niederlande hätten bereits erkannt, dass die verheerenden Folgen von privatem Silvesterfeuerwerk nur durch ein flächendeckendes Verbot gestoppt werden könnten, heißt es von dem Bündnis. Den Haag setzt ein landesweites Verbot ab 2026 ein. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) weigert sich bislang diesen Schritt zu gehen. „Minderheit jedes Jahr tausende Menschen verletzt werden, Städte im Feinstaub versinken und Millionen Tiere in panische Flucht geraten“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. Ein Verkaufs- und Anwendungsverbot privater Pyrotechnik sei längst überfällig. Das sieht auch die Gewerkschaft der Polizei so. Dessen Bundesvoristzender Jochen Kopelke spricht von massiver Silvestergewalt. „Die Innenministerkonferenz muss das Thema Böllerverbot endlich ernst nehmen und den Regionen ermöglichen, regionale Lösungen umzusetzen.“ Erstmals hat sich auch das Deutsche Kinderhilfswerk als erste Kinderrechtsorganisation dem Bündnis-Aufruf für ein Böllerverbot angeschlossen.