FAZ 25.02.2026
14:41 Uhr

Verbindung zu Epstein: Bill Gates gibt Affären mit Russinnen zu


„Ich habe nichts Illegales getan“: Bill Gates hat bei einer internen Veranstaltung seiner Stiftung um Entschuldigung gebeten – und Stellung zu kursierenden Gerüchten über seine Verbindung zu Epstein bezogen.

Verbindung zu Epstein: Bill Gates gibt Affären mit Russinnen zu

Es war nicht nur die seit Jahren vermutete Affäre mit einer russischen Bridge-Spielerin. Wie der Technologiemilliardär Bill Gates am Dienstag zugab, unterhielt er während der inzwischen geschiedenen Ehe mit Melinda French Gates auch eine Beziehung zu einer russischen Atomwissenschaftlerin. Spekulationen über Begegnungen mit mutmaßlichen Opfern des New Yorker Sexualstraftäters Jeffrey Epstein wies der Siebzigjährige aber zurück. „Ich habe nichts Illegales getan, und ich habe nichts Illegales gesehen. Ich habe auch nie Zeit mit den Opfern, den Frauen um Epstein verbracht“, beteuerte Gates bei einem Treffen mit Mitarbeitern der nach ihm benannten Stiftung und bat für seine Verbindung zu dem vor fast sieben Jahren verstorbenen Finanzmanager um Entschuldigung. „Russian girls“ in Epsteins E-Mails Die Freigabe weiterer sogenannter Epstein-Akten durch das amerikanische Justizministerium vor drei Wochen hatte auch die Gerüchte über das Wesen von Gates’ Kontakt zu dem New Yorker befeuert. In E-Mails, die Epstein an sich selbst schickte, deutete er sexuelle Begegnungen von Gates mit „Russian girls“ an, die in Geschlechtskrankheiten mündeten. Epstein soll laut Recherchen des „Wall Street Journal“ später versucht haben, den Microsoft-Gründer mit den Affären zu erpressen. Angeblich plante der New Yorker in den Jahren 2011 bis 2014 eine gemeinsame Stiftung mit Gates, um sich nach der Verurteilung wegen des sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen einige Jahre zuvor reinzuwaschen. Wie Gates am Dienstag zugab, war er damals wiederholt per Privatjet mit Epstein gereist, auch nach Deutschland und Frankreich. Dessen Karibikinsel Little Saint James, bekannt als „Pädo-Insel“, habe er aber nie besucht. Wie der Microsoft-Gründer bei dem Treffen der Gates Foundation bestätigte, hatte seine frühere Ehefrau ihn immer wieder vor Epstein gewarnt. „Ich gebe zu, dass sie immer Zweifel an dem Epstein-Ding hegte“, sagte Gates. French Gates hatte im Sommer 2021 nach 27 Ehejahren und der Geburt von drei Kindern die Scheidung eingereicht. Als einen der Gründe nannte die Einundsechzigjährige wiederholt die Verbindung ihres früheren Ehemannes zu Epstein.