Der amerikanische Präsident Donald Trump hat in Davos mit Vertretern von 19 Ländern die Gründungsurkunde seines „Friedensrats“ unterzeichnet. Die Idee dieser von Trump geleiteten Institution entstand während des Konflikts in Gaza. In einer Rede, in der er wie am Vortag seine zahlreichen innen- und außenpolitischen Errungenschaften herausstrich, sagte Trump, bei seinem Amtsantritt vor einem Jahr habe die Welt in Flammen gestanden; nur habe dies kaum jemand mitbekommen. Trump stellte zudem die in den vergangenen Monaten erzielten humanitären Fortschritte in Gaza heraus. Die Gründung seines „Friedensrats“ ist von manchen Beobachtern als Konkurrenz zu den Vereinten Nationen wahrgenommen worden. Trump wiederholte zwar seine Kritik, die Vereinten Nationen nutzten ihre Möglichkeiten nicht. Gleichwohl strebt er nach seinen Worten eine Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen an. Außer von Trump wurde die Gründungsurkunde von Vertretern aus Bahrain, Marokko, Aserbaidschan, Bulgarien, Argentinien, Armenien, Ungarn, Indonesien, Jordanien, Kasachstan, dem Kosovo, Pakistan, Paraguay, Qatar, Saudi-Arabien, Usbekistan, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Mongolei unterzeichnet. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio hielt eine Lobrede auf Trump. Das Ziel des „Friedensrats“ besteht darin, die „Stabilität zu fördern, eine verlässliche und rechtmäßige Regierungsführung wiederherzustellen und dauerhaften Frieden in von Konflikten betroffenen oder bedrohten Gebieten zu sichern“. Der UN-Sicherheitsrat hat die Institution beauftragt, die Verwaltung, den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Erholung des Gazastreifens nach dem Gazakrieg zu unterstützen.
