Die amerikanische Unternehmensberatung Accenture möchte den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der eigenen Belegschaft weiter vorantreiben und setzt dabei auch auf sanften Druck. Das Unternehmen koppelt die Beförderung von Führungskräften an die regelmäßige Nutzung der firmeneigenen KI-Tools. In einer internen Mail an Mitarbeiter und Führungskräfte heißt es, dass eine Beförderung in Führungspositionen die „regelmäßige Nutzung“ von KI voraussetze, berichtet die Financial Times. Demnach schreckt das Unternehmen auch nicht davor zurück, die Verwendung der KI-Tools durch die Mitarbeiter zu überwachen, um das Wissen darüber bei der Entscheidung, wer befördert wird, berücksichtigen zu können. Laut dem Wirtschaftsblatt hat Accenture im Februar damit begonnen, die wöchentlichen Log-Ins einiger Führungskräfte auszuwerten, um sehen zu können, wie oft die KI-Tools tatsächlich genutzt werden. Wenn im Sommer über die Beförderung von Führungskräften entschieden wird, werde die „Nutzung unserer wichtigsten KI-Tools ein sichtbarer Faktor“ sein, zitiert das Wirtschaftsblatt aus der Email. Auf Nachfrage wollte sich das Unternehmen nicht weiter zu der Beförderungspolitik äußern. In einem kurzen Statement dazu hieß es lediglich: „Unsere Strategie ist es, der bevorzugte Reinvention-Partner für unsere Kunden zu sein und dabei ein absolut kundenorientierter und KI-gestützter Arbeitsplatz und Arbeitgeber. Dafür ist die Einführung der neuesten Tools und Technologien erforderlich, um unsere Kunden möglichst effektiv zu bedienen.“ Accenture hat seine Belegschaft in großem Umfang in der Nutzung generativer KI geschult. KPMG-Partner beim Schummeln erwischt Das Beratungsunternehmen mit seinen weltweit rund 800.000 Mitarbeitern steht mit dem Vorgehen nicht alleine da. Auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat angekündigt, für die jährliche Leistungsbeurteilung seiner Führungskräfte zu untersuchen, wie sie die KI-Tools des Unternehmens nutzen. Kürzlich sorgte ein Fall in Australien für Aufsehen, als sich ein KPMG-Partner bei einem internen Test über KI selbst von einer KI hat helfen lassen, um die Prüfung zu bestehen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg musste er dafür eine Strafe von 7000 Dollar zahlen und den Test wiederholen.
