FAZ 20.11.2025
09:57 Uhr

Ungleichheit: Wo Haus und Garten locken


Immer weniger können sich das Wohnen in guten Lagen leisten. Außerhalb ist das anders. Doch ist ein Haus auf dem Land für junge Menschen eine kluge Investition?

Ungleichheit: Wo Haus und Garten locken

Der sanierte Altbau steht im Frankfurter Nordend. Vier Zimmer auf 105 Quadratmeter Wohnfläche. Die Fotos in der Verkaufsanzeige zeigen einen schmalen Balkon, und außer einem Badezimmer mit Badewanne gibt es nicht nur einen Parkettboden, sondern auch ein Gäste-WC. Die Anzeige wirbt mit einem „guten Preis“: 685.000 Euro soll die Wohnung kosten. Das entspricht ziemlich genau Frankfurter Verhältnissen. In Deutschlands Finanzmetropole kostet eine Eigentumswohnung im Schnitt 6500 Euro je Quadratmeter. Mancherorts auf dem Land, fernab von jeder Großstadt, bekäme man dafür nicht nur eine Wohnung, sondern sogar zwei Häuser – mit Garten.

Richard Arnold ist in Schwäbisch Gmünd geboren und hat in der Härterei gejobbt. Als er Oberbürgermeister wurde, gab es bei Bosch noch 6000 Beschäftigte. Jetzt herrscht Stille. Tschernobyl-like, klagt er.

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Redakteurin Politik & Wohnen.

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