FAZ 15.09.2026
03:35 Uhr

USA unter Trump: Oberstes Gericht stoppt Trumps Anti-Briefwahl-Pläne


Liveticker zur US-Politik unter Donald Trump / Trump dampft Militärübung mit Südkorea ein / Jetzt lesen im Liveticker der FAZ

USA unter Trump: Oberstes Gericht stoppt Trumps Anti-Briefwahl-Pläne

USA bestätigen Stationierung von Waffen im AllDie USA haben erstmals offiziell die Stationierung von Waffen im Weltall bestätigt. „Die USA verfügen über Waffen zur Weltraumkontrolle im Orbit“, erklärte ein Sprecher der US Space Force am Montag, ohne allerdings Einzelheiten zu den Waffen zu nennen. Er teilte lediglich mit, dass sie „in der Lage sind, den gemeinsamen Kampfverband gegen feindliche Aktionen zu verteidigen“.Die Weltraumkontrolle umfasse die Einsatzbereiche, „die erforderlich sind, um den Weltraum zu kontrollieren und zu verteidigen“, hieß es in der Erklärung weiter. Dabei kämen „kinetische und nicht-kinetische Mittel“ zum Einsatz. Diese Fähigkeiten könnten „sowohl für offensive als auch für defensive Zwecke eingesetzt werden“.In seiner ersten Amtszeit hatte US-Präsident Donald Trump 2019 eine United States Space Force als eigene Truppengattung ins Leben gerufen. Sowohl Russland als auch China – die beiden geopolitischen Hauptrivalen der USA – stellen potenzielle Bedrohungen für die US-Interessen im Weltraum dar.

Newsom würde Harris 2028 Vorrang gewähren Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom will für die Demokraten in zwei Jahren nicht als Präsidentschaftskandidat antreten, falls sich Ex-Vizepräsidentin Kamala Harris für das Amt bewirbt. Er sagte CNN: „Warum sollte ich? Ich würde ihr das nicht antun.“ Dem 58-Jährigen werden seit geraumer Zeit Präsidentschaftsambitionen nachgesagt.Medienberichten zufolge hatte Harris im April zumindest die Tür für eine mögliche erneute Präsidentschaftskandidatur offen gelassen und gesagt, sie denke darüber nach. Harris war von 2021 bis 2025 Vizepräsidentin unter dem damaligen US-Präsidenten Joe Biden. Nach dessen Rückzug aus dem Wahlkampf 2024 rückte sie als Spitzenkandidatin der Demokraten vor und verlor gegen den heutigen Präsidenten Donald Trump.

Richter blockiert verschärfte Visa-Regeln für Studenten und Journalisten Ein Bundesrichter hat ​eine neue Regel der US-Regierung blockiert, die den Aufenthalt ausländischer Studenten und Journalisten in den USA begrenzen sollte. Das Urteil des Gerichts ‌in Boston erfolgte einen Tag, bevor die Regelung des Heimatschutzministeriums in Kraft treten sollte. Geklagt hatte ein ‌Bündnis aus ‌Gewerkschaften und Hochschulgruppen. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass das Ministerium die Politik auf „außergewöhnlich schwache“ Argumente gestützt ​habe.Die nun gestoppte Regelung ⁠hätte eine fast 50 Jahre alte Praxis beendet, bei der ausländische Studenten ​Visa für die Dauer ihres Studiums erhalten. Die Regierung ⁠wollte diese Aufenthalte für ‌Studenten (F-Visa) und Teilnehmer an Kulturaustauschprogrammen (J-Visa) auf vier Jahre begrenzen. Visa für Journalisten (I-Visa) sollten auf bis zu 240 ⁠Tage beschränkt werden. ⁠Der von dem republikanischen Präsidenten George W. Bush ernannte ⁠Richter ​schrieb, ⁠der Schaden für das Hochschulsystem ​und die US-Wirtschaft wäre „wahrscheinlich katastrophal“. Eine Stellungnahme ‌des Heimatschutzministeriums lag zunächst nicht vor.

Trump: „Kranke Verschwörung“ gegen KI Donald Trump hat am Montag behauptet, es gebe eine „kranke Verschwörung“ gegen Künstliche Intelligenz und Rechenzentren. Der einzige, der sich darüber freue, sei China, schrieb der amerikanische Präsident auf seiner Plattform Truth Social. „Wer KI gewinnt, gewinnt“, hieß es weiter. „Verschwörungstheoretiker, Hochverräter, Betrüger und Leute, die Daten durchstechen, aufgepasst!“Trump kritisierte die Chefs der führenden KI-Unternehmen, die sich am Wochenende dafür ausgesprochen hatten, das Entwicklungstempo Künstlicher Intelligenz zu bremsen. Über Anthropic-Chef Dario Amodei schrieb er, dieser habe „schlechte“ oder potenziell schlechte Dinge tun wollen, von denen ihn die amerikanische Regierung abgehalten habe. Jetzt tue Amodei so, als sei er ein „perfekter kleiner Engel“. Im Falle von KI, schrieb Trump, sei nur eine Form von Kontrolle nötig: ein „starker und intelligenter (mit hohem IQ) Präsident“. Das hätten die USA „in Hülle und Fülle“. 

Trump vor jubelnden Iren: Alle „haben genervt“, nehme deshalb Whiskey-Zoll zurückUS-Präsident Donald Trump hat ​zum Abschluss seines Irland-Besuchs erklärt, den Zollsatz von zehn ⁠Prozent auf irischen Whiskey aufzuheben. Trump machte die Ankündigung am Sonntag vor einer Menge irischer Golf-Fans bei einem Turnier ‌auf einem Golfplatz, der seiner Familie gehört. Der irische Regierungschef Micheal Martin und der irische Spitzen-Golfer Shane Lowry hätten ‌ihn auf ‌auf den Zoll angesprochen. „Und alle haben mich ständig damit genervt und gesagt: 'Würdest du mir einen Gefallen tun? Es ist so unfair, was ​da vor sich geht.'“ ⁠Alle hätten ihn gebeten, den Zoll zurückzunehmen. „Und ich sagte im Namen der ​Vereinigten Staaten von Amerika: Ich werde die Zölle auf irischen Whiskey ⁠aufheben“, sagte Trump unter ‌lautem Jubel der Menge.Die Abgabe wird derzeit im Rahmen der Zölle auf alle Wein- und Spirituosenexporte der ⁠EU in die ⁠USA erhoben. Der Irische Whiskey-Verband (IWA) begrüßte die Ankündigung. „Nichts verdeutlicht die Handelsbeziehungen ⁠zwischen ​den USA ⁠und Irland besser als irischer ​Whiskey“, hieß es in einer Erklärung ‌des IWA-Direktors Eoin O Caitin. Der Verband freue sich darauf, ​dass die Ankündigung vollständig umgesetzt ​werde.

Trump: „Negative Kräfte“ hinter Forderungen nach Drosselung von KI-Entwicklung US-Präsident Donald Trump hat Forderungen nach einer Drosselung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) wegen Sicherheitsbedenken zurückgewiesen. Hinter derartigen Forderungen stünden „negative Kräfte“, sagte Trump am Sonntag während seines Besuchs in Irland. Angesichts der deutlichen Warnungen vor Gefahren für die Menschheit durch KI hatte der Chef des KI-Unternehmens Anthropic, Dario Amodei, zu einer Verlangsamung der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz aufgerufen. Unterstützung erhielt er vom Chef des Konkurrenzunternehmens OpenAI, Sam Altman, und dem Techunternehmer Elon Musk.Aus seiner Sicht gebe es „viele negative Kräfte, die das zur Sprache bringen, obwohl sie es nicht sollten“, sagte Trump in Irland. „Sie bringen Dinge zur Sprache, die nicht passieren werden“, fügte der US-Präsident hinzu, der als großer Anhänger der Künstlichen Intelligenz gilt. Der Mehrheitsführer von Trumps Republikanern im US-Repräsentantenhaus, Mike Johnson, warnte ebenfalls vor einer vorschnellen Regulierung. Das Wettrennen mit China bei der Entwicklung von KI zu verlieren, wäre „eine Bedrohung für jeden einzelnen Amerikaner“, sagte er am Sonntag im US-Sender CNN. 

Trump befürwortet Wiedervereinigung IrlandsDer amerikanische Präsident Donald Trump hat sich für eine Wiedervereinigung des britischen Nordirlands mit der ​Republik Irland ausgesprochen. Er wolle keine Probleme verursachen, aber er würde eine Vereinigung sehr begrüßen, sagte ⁠Trump am Samstag vor Journalisten bei einem Treffen mit dem irischen Ministerpräsidenten Micheál Martin in Dublin. „Es wird letztlich dazu kommen“, fügte Trump hinzu. Großbritannien werde bei dem Thema zwar ein Wörtchen mitzureden haben, ‌er halte eine Vereinigung jedoch für eine großartige Sache. Die britische Regierung wies die Äußerungen umgehend zurück. Die Haltung von Premierminister Andy Burnham bleibe unverändert: Ein Referendum über eine Abspaltung Nordirlands ‌vom Vereinigten Königreich stehe nicht zur ‌Debatte, teilte sie mit.Auch Nordirlands größte pro-britische Unionistenpartei DUP wies Trumps Äußerungen zurück. Eine Wiedervereinigung würde zur „Zerstörung unseres Landes“ führen, schrieb DUP-Chef Gavin Robinson auf der Plattform X. Die verfassungsmäßige Zukunft Nordirlands werde von den Menschen ​dort entschieden, nicht durch Kommentare aus London, Dublin ⁠oder Washington.

Im Verkehrsknotenpunkt „Oculus“ unweit von Ground Zero erscheinen zwei Sonnenstrahlen, die an die am 11. September zerstörten Zwillingstürme des World Trade Centers in New York erinnern.

Die New Yorker gedenken auf vielfältige Weise der Menschen, die beim Terroranschlag am 11. September 2001 ums Leben kamen.

25 Jahre danach: Amerika gedenkt Terror am 11. September 200125 Jahre nach den islamistischen Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben in den USA die Trauerfeierlichkeiten begonnen. In New York versammelten sich am Freitag Angehörige der Todesopfer am Mahnmal an Ground Zero, wo früher das World Trade Center stand. An der Zeremonie nahmen neben dem amerikanischen Vizepräsidenten J. D. Vance die früheren US-Präsidenten Joe Biden, Barack Obama, George W. Bush, Bill Clinton und andere Politiker beider großer Parteien teil. Hinterbliebene verlasen bei der Gedenkfeier die Namen der Todesopfer der Anschläge, untermalt von Musik. Glockenschläge markierten die Momente, in denen die Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Center eingeschlagen waren.Präsident Donald Trump nahm an einer Zeremonie am Pentagon in Washington teil, in das Terroristen ebenfalls ein Flugzeug steuerten. „Wir werden nie vergessen“, sagte Trump in seiner Rede. „Das ist, warum wir heute kämpfen. Wir haben keine Wahl, nur ein Sieg zählt“, zog Trump eine Verbindung zum heutigen amerikanischen Krieg gegen Iran. Einen großen Teil seiner Rede verwendete Trump, um von Schicksalen der Opferfamilien des 11. Septembers zu erzählen. Insgesamt 2977 Menschen kamen bei den Anschlägen ums Leben. Mehr als 9400 Menschen starben an Krebs und anderen Krankheiten, die durch den Staub und Rauch beim Einsturz des World Trade Centers verursacht wurden. 

Mehr als 150.000 Menschen leiden an gesundheitlichen Folgen von 9/1125 Jahre nach den Anschlägen wächst die Zahl der Menschen weiter, die an den gesundheitlichen Folgen der Anschläge leiden. Nach Angaben der US-Regierung hat die Zahl der Menschen, die infolge von Erkrankungen im Zusammenhang mit dem 11. September gestorben sind, die Zahl der unmittelbar bei den Anschlägen Getöteten inzwischen weit übertroffen.Durch den Einsturz der rund 400 Meter hohen Türme und die anhaltenden Brände entstand in Lower Manhattan ein hochgiftiges Gemisch unter anderem aus pulverisiertem Beton, Glas, Gipskarton, verbrannten Kunststoffen und weiteren Schadstoffen. Zehntausende Einsatzkräfte, Helfer, Anwohner und Beschäftigte waren dem Staub und Rauch ausgesetzt. Das staatliche World Trade Center Health Program betreut inzwischen mehr als 150.000 Menschen mit möglichen Folgen dieser Belastung. 

Auch am Pentagon in Washington haben am Freitag die Trauerfeierlichkeiten 25 Jahre nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 begonnen. Der amerikanische Präsident Donald Trump wohnt der Zeremonie zusammen mit First Lady Melania Trump bei. 

Peru tritt amerikanischer Sicherheitsinitiative beiPeru tritt der amerikanischen Initiative „Shield of the Americas“ bei. Dies teilte die rechtsgerichtete Präsidentin Keiko Fujimori am Donnerstag nach einem Treffen mit Außenminister Marco Rubio in der peruanischen Hauptstadt Lima mit. Fujimori verwies zur Begründung auf grenzüberschreitende Aktivitäten krimineller Organisationen. Aus diesem Grund müsse man die Kräfte mit anderen Ländern bündeln, sagte Fujimori.Rubio begrüßte die Ankündigung. Kriminelle Banden und terroristische Gruppen seien „eine direkte Bedrohung der Souveränität unserer Länder“, sagte der Außenminister.Der „Shield of the Americas“ ist eine amerikanische Initiative zur Zusammenarbeit mit rechtsgerichteten Regierungen in Süd- und Mittelamerika. Erklärtes Ziel ist der Kampf gegen kriminelle Banden. Unter Präsident Donald Trump streben die Vereinigten Staaten strategisch eine Vormachtstellung in der Region an.Laut Außenminister Rubio gehören dem Zusammenschluss inzwischen 14 Länder an. Dazu zählen unter anderem Argentinien, Bolivien, Chile und El Salvador. Vor rund vier Wochen trat Kolumbien dem „Shield of the Americas“ bei. Dort hatte der ultrarechte Abelardo de la Espriella Anfang August das Präsidentenamt angetreten und seinen linken Vorgänger Gustavo Petro abgelöst.Keiko Fujimori wurde Ende Juli in Peru als Präsidentin vereidigt. Sie konnte sich unter anderem mit dem Versprechen auf Stabilität und Sicherheit durchsetzen. Sie ist die Tochter von Alberto Fujimori, der das Andenland von 1990 bis 2000 autoritär regiert hatte. 

Diesel kostet erstmals sechs Dollar pro GalloneDer landesweite Durchschnittspreis für Diesel ist in den Vereinigten Staaten nach Daten des Marktanalyseportals Gasbuddy auf die Rekordmarke von 6,00 Dollar je Gallone (3,785 Liter) geklettert. Damit sei Diesel so teuer wie nie zuvor. Umgerechnet sind das ungefähr 5,17 Euro. „Mit 6,00 Dollar je Gallone ist Diesel jetzt etwa 2,30 Dollar teurer als vor einem Jahr, als der nationale Durchschnittspreis bei etwa 3,70 Dollar lag“, teilte Gasbuddy mit.Laut Automobilverband AAA kostete eine Gallone am Donnerstag im Durchschnitt 5,977 Dollar. Der Preis wird dort ein Mal pro Tag aktualisiert. Zuletzt sprach der Verband von einer deutlich steigenden Tendenz. So kletterte der Preis für eine Gallone Benzin um 13 Cent auf 4,277 Dollar. Im Vergleich: Vor einem Jahr lag der Durchschnittspreis bei 3,194 Dollar.Knappes Angebot wegen Krieg in NahostDie jetzige Preisentwicklung liegt zum Großteil an der vertrackten Situation rund um die Straße von Hormus. Durch den Irankrieg und den gestörten Schiffsverkehr in der Meerenge gelangt kaum Rohöl auf den Weltmarkt, das knappe Angebot führt zu höheren Preisen. Dass Diesel auch historisch gesehen seit Jahren teurer ist als Benzin, liegt den Angaben nach unter anderem daran, dass die Nachfrage nach Diesel insbesondere in Europa, China, Indien und den Vereinigten Staaten größer ist und die Bundessteuer auf Diesel höher ausfällt als bei Benzin. Mit Benzin fährt ein großer Teil der Pkw-Flotte, mit Diesel jedoch fast sämtliche Transportfahrzeuge.Am Donnerstag war der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im November erstmals seit Mai wieder auf 108 Dollar geklettert, nachdem der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran zuletzt militärisch wieder eskaliert war.