FAZ 29.01.2026
06:33 Uhr

US-Armee in Grönland: Geheimoperation Eiswurm


Die Amerikaner haben schon im Kalten Krieg große Pläne für Grönland verfolgt. Die Hinterlassenschaften eines Atomkraftwerks unter dem Eis zeugen davon.

US-Armee in Grönland: Geheimoperation Eiswurm

Wenn es eine verlässliche Konstante in der zweiten Amtszeit des amerikanischen Präsidenten gibt, dann ist es dessen Unberechenbarkeit: Alles scheint möglich. Sein vehementes Expansionsinteresse auf die unwirtliche arktische Insel Grönland überraschte jedoch selbst passionierte Trump-Versteher. Was will der US-Präsident auf einem hocharktischen Eiland, das er in seiner Rede im verschneiten Davos gleich dreimal mit der Vulkaninsel Island verwechselte? Zwar scheint nach dem Weltwirtschaftstreffen die Kuh vorerst vom Eis, doch gab der Brüsseler Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs vergangene Woche keine Entwarnung, und auch im Gespräch mit NATO-Chef Mark Rutte erneuerte Trump am Wochenende seinen Anspruch auf den „Besitz“ der dortigen US-Militärbasen.

Grönland ist aufgrund seiner Ressourcen zum Spielball der Weltpolitik geworden. Nicht zum ersten Mal. Es hat zwar vieles zu bieten, es lässt aber einiges auch vermissen.

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