Bei Lawinenabgängen in Österreich sind am Samstag fünf Menschen ums Leben gekommen. Wie der Rundfunksender ORF unter Berufung auf die Bergrettung im Bundesland Salzburg berichtete, wurde gegen Mittag eine Skitourengeherin in der Nähe von Bad Hofgastein im Pongau abseits der Pisten von einer Lawine verschüttet. Ihr Ehemann alarmierte die Bergrettung, Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos. Am Nachmittag ging laut Angaben der Bergrettung Salzburg eine weitere Lawine am 2.150 Meter hohen Finsterkopf im Großarltal nieder. Sieben Skitourengeher seien dabei verschüttet worden. Vier Mitglieder der Gruppe konnten laut Bergrettung nur noch tot geborgen werden. Die anderen wurden teils schwer verletzt. Herkunft und Alter aller Toten und Verletzten sind noch unbekannt. Lawinengefahr in der Region „Die Lawinenlage ist heikel“, sagte die Sprecherin der Bergrettung weiter. Alt- und Neuschnee seien schlecht miteinander verbunden, so dass sich immer wieder Lawinen lösten. „Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist“, sagte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser. Bei den Unglücken war ein Großaufgebot an Rettern im Einsatz. 90 Bergretter und -retterinnen, weitere Hilfskräfte und mehrere Hubschrauber haben den Angaben nach geholfen, die Toten zu bergen und die Verletzten in Krankenhäuser zu fliegen. Nach mehreren Wochen ohne Schneefällen waren in den österreichischen Alpen jüngst regional rund 20 bis 50 Zentimeter Schnee gefallen. Zuletzt wurden ein junger Tscheche und ein Mann noch unbekannter Identität bei zwei Lawinenunglücken im freien Skiraum getötet. Die Behörden appellieren immer wieder an die Skitourengeher, äußerst vorsichtig zu sein.
