In der Gegend von Barcelona sind in Spanien zum ersten Mal seit 1994 mehrere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen aufgetreten. Die spanischen Behörden aktivierten einen Notfallplan, der für 76 Gemeinden und Teile Barcelonas gilt. Rund 40 Betriebe wurde unter Quarantäne gestellt. Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende und unheilbare Virusinfektion, die nur gehaltene Schweine und Wildschweine befällt und fast immer zu deren Tod führt. Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich. Seit 2014 verbreitet sie sich vor allem im Südosten Europas; in der Europäischen Union ist sie nun in 14 Staaten präsent. Auch in Deutschland kam es zu vereinzelten Ausbrüchen. Der spanische Landwirtschaftsminister Luis Planas versicherte, man arbeite daran, die Auswirkungen „so weit wie möglich zu begrenzen“, und wolle die Märkte offen halten. Wirtschaftlich birgt die Seuche ein großes Risiko, denn Spanien ist der größte Produzent von Schweinefleisch in der EU und der drittgrößte auf der Welt. Die Züchter exportieren jährlich Produkte im Wert von 8,8 Milliarden Euro, von denen fast 60 Prozent in die EU gehen. Einer der wichtigsten Kunden ist China, dessen Importe sich zuletzt auf jährlich 1,1 Milliarden Euro beliefen. Peking stoppte jetzt die Einfuhren aus der Gegend von Barcelona, Mexiko setzte sie am Wochenende komplett aus.
