FAZ 03.02.2026
15:10 Uhr

Sturmtief Leonardo: Fast alle Flüsse führen Hochwasser


Portugal und Spanien kämpfen seit Tagen mit starken Unwettern. Vielerorts gilt die höchste Alarmstufe. Die Behörden raten zu Notvorräten.

Sturmtief Leonardo: Fast alle Flüsse führen Hochwasser

Angesichts der andauernden Unwetter hat die portugiesische Regierung den Ausnahmezustand bis zum Wochenende verlängert. Für die westlichen Azoren gilt die höchste Alarmstufe. Die Polizei rät der Bevölkerung, sich eine Notfallausrüstung für 72 Stunden zu besorgen. Am Dienstag wurde das Sturmtief Leonardo auf dem Festland erwartet, das weiteren Starkregen, Schnee, Wind und raue See bringen soll. Die Einsatzkräfte sind noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt, die in der vergangenen Woche der Sturm Kristin angerichtet hatte. Damals kamen mindestens fünf Personen ums Leben; später gab es noch drei weitere Todesopfer. Die Stauseen sind randvoll Am Dienstag waren mehr als 100.000 Menschen im Bezirk Leiria ohne Strom. Erdrutsche und Überschwemmungen behindern den Verkehr. Fast alle Flüsse führen Hochwasser. Nun droht der Douro über die Ufer zu treten, der drittgrößte Fluss der Iberischen Halbinsel. Die Stauseen sind randvoll gefüllt. In nur zwei Tagen seien rund 500 Millionen Kubikmeter Wasser kontrolliert in Flüsse geleitet worden, was sie weiter anschwellen ließ, berichtete der Sender RTP. Die Regierung beschloss ein Nothilfepaket in Höhe von 2,5 Milliarden Euro zur Unterstützung des Wiederaufbaus. Der Staat übernimmt 80 Prozent der Gehälter in den betroffenen Unternehmen. Im benachbarten Spanien haben die Behörden wegen starker Regenfälle für diesen Mittwoch die höchste Alarmstufe ausgerufen. In Andalusien wurde – bis auf Almería – überall der Schulunterricht abgesagt.