Die amerikanische Leihmutter McKenna West hat vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten eine Niederlage erlitten. Der Supreme Court lehnte jetzt den Antrag der 28 Jahre alten Krankenschwester ab, über die Anerkennung der biologischen Eltern als Sorgeberechtigte für den sechs Wochen alten Rumi zu entscheiden. Ein kalifornisches Gericht hatte den sogenannten intended parents Nausheen Gilkar und Omar Ahmed im vergangenen Mai das Sorgerecht zugesprochen. West hatte sich zuvor geweigert, den Jungen, bei dem in der 20. Schwangerschaftswoche eine schwere Herzerkrankung diagnostiziert wurde, wie in der Leihmuttervereinbarung vorgesehen abzutreiben. Um alle juristischen Möglichkeiten auszuschöpfen, war West im Sommer zur Entbindung aus ihrem Heimatstaat Alaska nach Texas gereist. Der Bundesstaat erlaubt auch sogenannten surrogates unter Umständen die Übernahme des Sorgerechts. Vor vier Wochen hatte ein Gericht in Texas den Antrag der Leihmutter aber abgelehnt. Rumi, der bereits eine Herzoperation hinter sich hat, lebt nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs auch künftig bei seinen biologischen Eltern in Los Angeles.
