FAZ 19.11.2025
17:43 Uhr

Strafbefehl gegen Adeyemi: „Es war ein riesiger Fehler“


Karim Adeyemi reagiert bei Instagram auf Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes: DFB-Spieler vom BVB gesteht riesigen Fehler ein

Strafbefehl gegen Adeyemi: „Es war ein riesiger Fehler“

Fußball-Nationalspieler Karim Adeyemi bereut den Kauf einer sogenannten „Mystery Box“ im Internet, deren Inhalt dazu geführt hat, dass gegen ihn ein Strafbefehl wegen des Besitzes unerlaubter Waffen verhängt wurde. Im Instagram-Profil des Profis von Borussia Dortmund wurde am Mittwoch ein Adeyemi zugeschriebenes Statement hochgeladen, in dem er sein Bedauern ausdrückt. Er habe die „Mystery Box“ Anfang 2024 „aus Leichtsinn und ohne wirklich darüber nachzudenken, was ich da tat“, bestellt. Das Paket, in dem sich „auch Gegenstände, die waffenrechtlich nicht erlaubt sind“, befanden, sei „viele Monate später“ zugestellt worden und sei „durch einen Zufall ungeöffnet bei der Polizei gelandet. Trotzdem war es ein riesiger Fehler. Einer, der mir sehr leid tut, mich viel gekostet hat und den ich zutiefst bereue. Ich weiß, dass ich in der Öffentlichkeit stehe und eine Vorbildfunktion habe. Der bin ich dabei nicht gerecht geworden. Genau deshalb schmerzt es mich umso mehr, dass ich so leichtsinnig gehandelt habe.“ Er habe daraus gelernt und „verspreche euch, dass ich solche Fehler in Zukunft vermeiden werde“, heißt es in der Instagram-Story. Vor dem Training der Dortmunder Profis am Mittwoch und in Abstimmung mit dem Deutschen Fußball-Bund hatten BVB-Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl mit Adeyemi gesprochen. „Wir haben die Angelegenheit natürlich sehr ernst genommen“, sagte Ricken der F.A.Z. Adeyemi hatte am Ende einen Strafbefehl über 60 Tagessätze zu 7500 Euro akzeptiert, die Geldstrafe beläuft sich insgesamt also auf 450.000 Euro. Kehl und er hätten „ausführlich und deutlich“ mit dem Profi gesprochen, sagte Ricken, Adeyemi „bereue seinen Fehler zutiefst. Zu berücksichtigen ist aber auch, dass er eine teure Strafe leisten musste, niemand geschädigt wurde und der Spieler auch weiterhin als nicht vorbestraft gilt.“ Adeyemi habe fest versprochen, einen solchen Fehler nicht wieder zu machen: „Wir vertrauen ihm, dass er sich daran hält.“ Adeyemi werde demnächst gemeinsam Trainingseinheiten mit Kindern in der Dortmunder „Nordstadtliga“ absolvieren.