FAZ 23.12.2025
10:49 Uhr

Statistisches Bundesamt: Die Deutschen trinken weniger Sekt, Prosecco und Champagner


Zur Feier des Tages ein Glas Sekt? Laut dem Statistischen Bundesamt greifen die Deutschen immer seltener zu Schaumwein. Der Pro-Kopf-Konsum ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken.

Statistisches Bundesamt: Die Deutschen trinken weniger Sekt, Prosecco und Champagner
Die Einkommen vieler Beschäftigten stagnieren. (Foto: Lutz Wallroth/imago images/Shotshop)

Zu Weihnachten, Silvester und anderen festlichen Anlässen stoßen die Deutschen gerne an, aber offenbar tun sie das immer seltener mit Sekt, Prosecco und Champagner. Das geht aus einer Meldung des Statistischen Bundesamts hervor. Demnach wurden im Jahr 2024 in Deutschland 255,3 Millionen Liter Schaumwein abgesetzt. Das waren 19,5 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. Im Durchschnitt hat jede Person ab 16 Jahren im vergangenen Jahr rund 4,8 Flaschen Schaumwein à 0,75 Liter getrunken – oder 36 Gläser à 0,1 Liter. Zehn Jahre zuvor sah der Pro-Kopf-Konsum noch anders aus. Damals tranken die Deutschen durchschnittlich 6,1 Flaschen Schaumwein. Das entspricht 46 Gläsern. Auf Sekt, Prosecco und Champagner wird eine Schaumweinsteuer erhoben. Diese bildet laut dem Statistischen Bundesamt die Grundlage der Statistik. 2024 nahm der Bund laut der Behörde rund 352 Millionen Euro aus der Schaumweinsteuer ein, was einem Anteil von 0,04 Prozent an den gesamten Steuereinnahmen des Bundes, der Länder und Gemeinden entspricht. Da die Schaumweinsteuer nur auf Schaumwein mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol erhoben wird, ist alkoholfreier Sekt in der Statistik nicht enthalten.