FAZ 25.02.2026
16:04 Uhr

Spanischer Sänger: Julio Iglesias droht mit Klage gegen die spanische Arbeitsministerin


Yolanda Díaz äußerte sich, nachdem zwei Frauen Missbrauchsvorwürfe gegen Julio Iglesias erhoben hatten. Der spanische Sänger fordert die Ministerin auf, ihre Aussage zurückzuziehen.

Spanischer Sänger: Julio Iglesias droht mit Klage gegen die spanische Arbeitsministerin

Der spanische Sänger Julio Iglesias droht mit einer Klage gegen die stellvertretende spanische Ministerpräsidentin Yolanda Díaz. Seine Anwälte forderten die Arbeitsministerin dazu auf, ihre Anschuldigungen ihm gegenüber zurückzuziehen, sich zu entschuldigen und ihn zu entschädigen. Díaz hatte Iglesias als „Sexueller-Missbrauchs-Täter“ bezeichnet und ihm vorgeworfen, weibliche Angestellte in „sklavenähnlichen Verhältnissen“ zu halten. Zwei Frauen, die 2021 auf Anwesen des Sängers in der Karibik arbeiteten, hatten ihn zuvor wegen sexueller Nötigung, Menschenhandels und Körperverletzung angezeigt. Die beiden Frauen gaben in ihren Anzeigen in Madrid an, sie hätten 2021 in zwei Villen des Sängers in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas ohne Vertrag gearbeitet. Dabei seien sie sexuellen Übergriffen sowie restriktiven Kontrollen ausgesetzt gewesen. Der Oberste Gerichtshof in Madrid erklärte sich für nicht zuständig, da es zu den angeblichen Taten im Ausland gekommen sei. Es lägen deshalb weder territoriale noch persönliche Anknüpfungspunkte vor, die das Gesetz für ein Eingreifen der spanischen Justiz verlangt.