FAZ 11.02.2026
08:44 Uhr

Sicherheit als Waffe: Der unheimliche Erfolg von Anthropic


Anthropic wurde gegründet, um die Gefahren der KI zu bändigen. Nun überholt das Sicherheitslabor Open AI bei Unternehmenskunden und versetzt die Softwareindustrie in Panik. Wie Vorsicht zur schärfsten Waffe des Silicon Valley wurde.

Sicherheit als Waffe: Der unheimliche Erfolg von Anthropic

Fünfzehn Minuten Vorsprung nahm sich Anthropic vergangene Woche, als beide Rivalen ihre neuen Sprachmodelle am selben Tag vorstellten. Open AI hatte zehn Uhr morgens pazifischer Zeit angesetzt, um sein Programmiermodell GPT-5.3-Codex zu präsentieren. Anthropic legte vor und zeigte sein neues Flaggschiff Opus 4.6 um 9:45 Uhr. Wenige Minuten – und doch, in einer Branche, in der ein Quartal schon als Ewigkeit gilt, ist eine Viertelstunde auch eine Machtdemonstration.

Anthropic tritt erstmals direkt im Rechtsmarkt auf und bringt ein System, das juristische Dokumente eigenständig prüfen kann. Das ist ein Wendepunkt für Legal Tech:  KI-Modelle wie Claude halten Einzug in Kanzleien.

Das Model Context Protocol verbindet KI-Agenten mit Firmensystemen. SAP, Salesforce und Service Now reagieren – und an der Börse wächst die Unruhe. Was hinter dem neuen Standard steckt

Nie zuvor floss in so kurzer Zeit so viel Kapital in eine einzelne Technologie. Allein Amazon, Google, Microsoft und Meta wollen in diesem Jahr mehr als 600 Milliarden Dollar in KI investieren. Ein Blick auf das größte Infrastrukturprojekt der Geschichte

Kurse und Finanzdaten zum Artikel:

Schlagworte: