Die Weihnachtsferien sind bereits geplant? Wer dem Trubel der Feiertage entgehen will, hat gewiss schon seine Reisepläne abgeschlossen. Das eine oder andere Schnäppchen fliegt einem dennoch kurzfristig zu: von Berlin nach New York für weni-ger als 350 Euro, Hin- und Rückflug wohlgemerkt. Man sollte sich das Reisen nicht vermiesen lassen. Auch diejenigen Politiker, die in schöner Regelmäßigkeit für höhe-re Flugpreise oder gar Verbote plädieren, fliegen zum Eisessen nach Kalifornien oder planschen zu Weihnachten gern in warmen Gefilden im Hotelpool. Mobilität macht unser Leben besser, nicht schlechter, sie ist eine Bereicherung, sie schafft sozialen und wirtschaftlichen Austausch, man lernt andere Menschen und Kulturen kennen. Reisen ist tödlich für Vorurteile, schrieb dereinst Mark Twain. * * * Wer sich beim automobilen Reisen vom Smartphone leiten lässt, nimmt meist Google Maps, das einen Marktanteil von 80 Prozent hat. Auch auf dem iPhone. Das hindert nun die EU-Kommission nicht, Apple Maps nach dem Digital Markets Act regulieren zu wollen, obwohl Cupertino in diesem Bereich nur einen Marktanteil von zehn Prozent hat. Es geht darum, dass Apple angeblich ein „Gatekeeper“ sei. Nun hat sich die EU-Kommission in den vergangenen Jahren auf Apple geradezu eingeschossen. Zuletzt musste der Konzern seine Ohrhörer für die EU anpassen. Die Politik der Nadelstiche geht jetzt weiter. Sie wird seitens der EU nie aufhören. Denn Zehntausende von Bürokraten suchen Beschäftigung. Die Frage ist nur: Wie lange spielt Apple dieses unwürdige Spiel mit? * * * Auch die deutschen Autofahrer haben eine klare Meinung zu einem unwürdigen Spiel am Straßenrand. Der Wegelagerei durch immer mehr Radarfallen, die in der Regel nicht an Gefahrenstellen positioniert sind, sondern dort, wo die Kommunen den Autofahrer am besten abzocken können, setzen sie verbotene Technik entgegen. Am unlängst beendeten Black Friday war ein einziges Gerät der absolute Bestseller über alle Kategorien hinweg: der Blitzerwarner Ooono des gleichnamigen deutsch-dänischen Herstellers. Ein eindrucksvoller Protest, den die Autofahrer auch mal vors Rathaus tragen könnten. Etwa nach Hamburg, wo die Stadt fast 50 Millionen Euro pro Jahr nur durchs Blitzen generiert.
