FAZ 19.11.2025
13:02 Uhr

Schachweltpokal in Goa: Aus für deutsche Großmeister


Die deutschen Großmeister sind matt. Die Hoffnungen für das Kandidatenturnier ruhen damit ganz auf Matthias Blübaum.

Schachweltpokal in Goa: Aus für deutsche Großmeister

Als letzter Deutscher ist auch Alexander Donchenko beim Schachweltpokal im indischen Goa im Viertelfinale ausgeschieden. Der Usbeke Nodirbek Jakubojew lockte ihn in der ersten Partie in eine von Donchenko falsch eingeschätzte Stellung, die der Deutsche rasch verlor. In der zweiten Partie mit Weiß kämpfte der Gießener Großmeister zwar lange, doch mehr als ein Remis war zu keiner Zeit auf dem Brett. Im Unterschied zu Jakubojew hatte Donchenko vor dem Viertelfinale keinen freien Tag zur Vorbereitung nutzen können, sondern musste erst sein Stechen gegen den Vietnamesen Lê Quang Liêm, die aktuelle Nummer 18 der Weltrangliste, gewinnen. Auch für den Lübecker Frederik Svane war gegen einen Usbeken Schluss. Im Achtelfinale unterlag er Dschawochir Sindarow in der ersten Partie mit Schwarz und konnte am folgenden Tag mit Weiß das Blatt nicht mehr wenden. Usbekistans eigentlich größte WM-Hoffnung, Nodirbek Abdusattorow, war hingegen schon in der dritten Runde ausgeschieden. Der dritte und vierte der deutschen Rangliste haben es damit aber weiter als erwartet gebracht. Mit 35.000 Dollar respektive 25.000 Dollar verdienten Donchenko und Svane ihre jeweils bislang höchsten Preisgelder. Während des Weltpokals verbrachten die deutschen Nationalspieler fast so viel Zeit miteinander wie in einem Teamwettbewerb. Der Weltranglistenvierte Vincent Keymer sprach nach seinem Ausscheiden in der vierten Runde des K.o.-Wettbewerbs nicht über sich, stattdessen lobte er die anderen Deutschen.