FAZ 07.02.2026
11:11 Uhr

SEK-Einsatz in Bielefeld: Mann hält Spaziergänger stundenlang in seiner Gewalt


Bei einer Prügelei soll ein Bielefelder erst mit einer Schreckschusspistole auf seinen Nachbarn geschossen haben. Anschließend bedrohte er mit der Waffe einen Spaziergänger und zwang ihn, mit in seine Wohnung zu kommen.

SEK-Einsatz in Bielefeld: Mann hält Spaziergänger stundenlang in seiner Gewalt

Ein 40 Jahre alter Mann soll in Bielefeld mit einer Schreckschusspistole mehrfach auf den Kopf eines Nachbarn gefeuert und dann einen unbeteiligten Spaziergänger stundenlang gefangen gehalten haben. Ein Spezialeinsatzkommando habe den 40-Jährigen am Freitagmorgen schließlich überwältigen und festnehmen können, teilte die Polizei mit. Der polizeibekannte Mann sitze nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung in Untersuchungshaft. Ein 38 Jahre alter Nachbar war durch die Schüsse leicht verletzt worden. Bei dem Streit soll es um geringe Geldschulden gegangen sein, nach Polizeiangaben kam es zu einer Schlägerei. Zur falschen Zeit am falschen Ort Auf dem Weg nach Hause habe der 40-Jährige dann aber einen unbeteiligten nächtlichen Spaziergänger in seine Gewalt gebracht. Unter Androhung seiner Schusswaffe zwang er den Mann nachzuschauen, ob an seiner Wohnung bereits Polizisten auf ihn warteten.  Als dies nicht der Fall war, brachte er den Mann in seine Wohnung und bedrohte ihn dort mehrfach mit der Schusswaffe. Erst nach mehreren Telefonaten mit speziell geschulten Polizeibeamten ließ er ihn in der Nacht wieder frei.  Etwa neun Stunden nach den Schüssen erfolgte der Zugriff und Spezialeinsatzkräfte nahmen den Deutschen in seiner Wohnung fest. Eine Mordkommission ermittelte, stufte die Schüsse aber schließlich nicht als versuchte Tötung, sondern als gefährliche Körperverletzung ein.