FAZ 08.12.2025
06:50 Uhr

Riesenwellen auf Kanaren: Wieder ertrinken drei Menschen vor Teneriffa


Zwei Männer und eine Frau, die in einem „natürlichen Schwimmbecken“ baden, kommen nach einer ungewöhnlich hohen Welle ums Leben. Die Behörden hatten gewarnt.

Riesenwellen auf Kanaren: Wieder ertrinken drei Menschen vor Teneriffa

Vor der Küste der Kanareninsel Teneriffa sind drei Menschen von einer Welle ins Meer gerissen worden und ertrunken. Bei den Todesopfern handele es sich um zwei Männer und eine Frau, erklärte der Rettungsdienst nach dem Unglück am Sonntag. Drei weitere Menschen wurden demnach verletzt. Eine der verletzten Personen erlitt einen Herzstillstand, konnte jedoch wiederbelebt werden. Zur Nationalität der Opfer machte der Rettungsdienst keine Angaben. Warnung war rausgegangen Das Unglück ereignete sich laut Lokalmedien in einem natürlichen Pool im Ort Isla Cangrejo. Die Regionalregierung der Kanaren hatte für das gesamte Wochenende eine Warnung vor hohen Wellen ausgegeben. Unter anderem hatte sie davor gewarnt, am Meeresrand Fotos oder Videos zu machen. Laut der Website der kanarischen Regionalregierung ist der Natur-Pool von Isla Cangrejo „ein natürliches Schwimmbecken in einer schönen Ecke der Küste“, das dank einer Betonmauer vor Wellen geschützt sei und „einen ruhigen Ort zum Schwimmen und Sonnenbaden für die ganze Familie“ bietet. Gleichzeitig heißt es auf der Website, vor „Flut und starkem Wellengang muss man besonders vorsichtig sein“. Schon im November hatten Wellen auf Teneriffa mehrere Personen in den Tod gerissen. Die Küsten der Kanaren treffen besonders im Herbst und Winter riesige Wellen, die Stürme hervorrufen, die weit draußen im Atlantik wüten. Diese großen und sehr energiereichen Wellen brechen in dem tiefen Meer rund um die Inseln erst ganz kurz vor der Küste und treffen fast ungebremst auf Land. Die Folgen können auch für Menschen, die sich gerade auf Uferpromenaden oder einer Hafenmole aufhalten, verheerend sein.