FAZ 09.02.2026
07:02 Uhr

Regionalwahlen in Aragón: Vox in Spanien auf dem Vormarsch


Die Sozialisten von Ministerpräsident Pedro Sánchez stürzen ein weiteres Mal ab. Die Rechtspopulisten verdoppeln derweil die Zahl ihrer Abgeordneten in Aragón.

Regionalwahlen in Aragón: Vox in Spanien auf dem Vormarsch

In Spanien setzt die rechtspopulistische Vox-Partei ihren Siegeszug fort. Bei den Regionalwahlen in Aragón verdoppelte Vox am Sonntag die Zahl ihrer Abgeordneten und kam auf 14 Mandate. Ähnlich gut waren die Rechtspopulisten schon in der Extremadura abgeschnitten, wo die sozialistische PSOE-Partei von Ministerpräsident Pedro Sánchez wie auch jetzt eine schmerzhafte Niederlage einstecken musste. Die PSOE erzielte ein historisch schlechtes Ergebnis und verlor fünf Mandate (jetzt 18). In Aragón wurde bei den vorgezogenen Wahlen die konservative PP zwar wieder stärkste Partei, verlor aber zwei Abgeordnete und verfügt weiterhin über keine Regierungsmehrheit. Dafür ist Regionalpräsident Jorge Azcón wieder auf die Unterstützung von Vox angewiesen. Denn mögliche Partner, wie die kleine Regionalpartei „Aragón existe“ musste ebenfalls Verluste hinnehmen. Die Sozialisten befinden sich derzeit in einer Krise. Zuletzt hatte unter anderem ein Korruptionsskandal um den früheren Verkehrsminister José Luis Ábalos die schon zuvor instabile Minderheitsregierung erschüttert. Die PP und Vox fordern den Rücktritt Sánchez', dessen privates und berufliches Umfeld in Korruptionsaffären verstrickt ist. Mehr als eine Million Spanier waren in der Region im Nordosten des Landes zur Stimmabgabe aufgerufen. Für Mitte März steht die nächste Regionalwahl in Kastilien und León an.