FAZ 13.01.2026
08:22 Uhr

Pressestimmen zu Alonso-Aus: „Ein Zusammenbruch. Ein Notruf“


Nach nur sieben Monaten muss Trainer Xabi Alonso Real Madrid verlassen. In der internationalen Presse ist von einem „Albtraum“ die Rede. Kylian Mbappé zeigt sich dankbar.

Pressestimmen zu Alonso-Aus: „Ein Zusammenbruch. Ein Notruf“

Lange war über den Rauswurf von Xabi Alonso spekuliert worden. Überraschend kam er an diesem Montag trotzdem, die ersten Reaktionen folgten gleich. „Es war zwar nur eine kurze Zeit, aber es war mir eine Freude, für dich zu spielen und von dir zu lernen“, schrieb Real-Stürmer Kylian Mbappé bei Instagram und bedankte sich für das „Vertrauen vom ersten Tag“. „Ich werde dich als Trainer in Erinnerung behalten, der klare Vorstellungen hatte und viel über Fußball weiß“, schrieb er weiter. Die internationale Presse fasst derweil noch einmal die Gründe für Alonsos Ende in Madrid zusammen. Spanien „AS“: „Damit endet eine Geschichte, die mit einem Märchen begann, aber mit einem Albtraum endete.“ „AS“: „Seit dem 1. November ist die Stimmung im Bernabéu gedrückt: nur sieben Siege in den letzten 14 Spielen. Eine Siegquote von 50 Prozent, die des Vereins nicht würdig ist. Ein Zusammenbruch. Ein Notruf.“ „Marca“: „Schon seit Wochen hegte der Vorstand Zweifel am Projekt. Man hatte das Gefühl, er habe noch nicht die richtige Formel gefunden, keinen Draht zur Mannschaft gefunden, und das körperliche Training sei nicht effektiv gewesen.“ „Marca“: „Nach einem hoffnungsvollen Projektstart gab es einen schleichenden Vertrauensverlust, der in Dschidda zur Krise eskalierte. Viele glaubten, dass allein die Tatsache, vom FC Barcelona nicht ‚abgeschossen‘ worden zu sein, dem Trainer weitere Schonfrist verschaffe – doch bei Real Madrid gibt es keine ehrenvollen Niederlagen.“ „El Mundo“: „Es handelt sich um einen völlig unerwarteten Schritt, denn alles, was in den Stunden nach dem Supercup-Finale aus dem Inneren des Klubs nach außen drang, deutete darauf hin, dass auf der Trainerbank Ruhe bewahrt werden sollte.“ „ABC“: „Nachdem Arrigo Sacchi im Dezember 2005 seinen Vertrag als Sportdirektor von Real Madrid aufgelöst hatte, fasste er das Wesen des größten Klubs der Welt in einem ebenso pointierten wie bitteren Satz zusammen: ‚Wenn in Kolumbien ein Flugzeug abstürzt, ist für Florentino Pérez der Trainer von Real Madrid schuld.‘“ „Sport“: „Einer der Hauptauslöser (der Trennung) war das Verhältnis zwischen den Spielern und Xabi Alonso. Schon seit der Klub-WM haben die Methoden und Entscheidungen des Trainers einen Teil der Mannschaft nicht überzeugt. Dass der Klub sich in entscheidenden Momenten auf die Seite der Spieler stellte, führte zu einem spürbaren Machtverlust des Trainers in der Kabine.“ Italien „Tuttosport“: „Erdbeben bei Real Madrid, Xabi Alonso entlassen!“ „Gazzetta dello Sport“: „Er wird durch seinen ehemaligen besten Freund Álvaro Arbeloa ersetzt, der bisher Castilla, die zweite Mannschaft von Real Madrid, trainierte. Eine sehr riskante Entscheidung, ganz im Stil von Florentino.“ „Corriere della Sera“: „Erschütterung bei den Blancos“ England „The Sun“: „Real Madrid ersetzt Xabi Alonso durch einen ehemaligen Liverpool-Teamkollegen, nur acht Minuten nach Bekanntgabe seines Abschieds.“ „Daily Mail“: „Xabi Alonso von Real Madrid gefeuert: Vereinslegende nach nur sieben Monaten im Amt entlassen“ „BBC“: „Es war die Bestätigung dafür, dass Florentino Pérez nie wirklich an seinen Trainer geglaubt hatte.“ Schweiz „Blick“: „Am Sonntagabend verliert Real Madrid den Supercopa-Final gegen Barcelona 2:3. Keine 24 Stunden später ziehen die Verantwortlichen die Reissleine.“