Nach dem dicken Ausrufezeichen im Titelrennen der englischen Premier League geht der FC Arsenal mit großen Zielen ins Jahr 2026. „Wir wissen, was wir wollen. Wir werden sehr hart arbeiten müssen an jedem Tag, aber ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Teammanager Mikel Arteta im Anschluss an das beeindruckende 4:1 (0:0) im Spitzenspiel gegen Aston Villa. Das Team des deutschen Nationalspielers Kai Havertz, der nach seiner Knie-Operation erstmals wieder im Kader stand, führt die Meisterschaft mit fünf Punkten Vorsprung auf Manchester City an. Der Rivale spielt am Neujahrstag (21.00 Uhr bei Sky) beim AFC Sunderland und kann wieder verkürzen. Aston Villa, das zuletzt elf Pflichtspiele nacheinander gewonnen hatte, ist mit sechs Punkten Rückstand Dritter. Arteta sprach von einem „schönen Abend“ und einem „sehr schwierigen Spiel“, in dem sein Team nach „wackligen zehn Minuten die Kontrolle ergriffen“ habe. In der zweiten Halbzeit sei Arsenal „sehr effizient in allen Belangen“ gewesen. „Wir mussten ganz präzise sein, großes Lob an meine Spieler, denn gegen dieses Team ist es nicht leicht.“ Havertz kam nicht zum Einsatz. Gabriel Magalhaes (48. Minute), Martin Zubimendi (52.), Leandro Trossard (69.) und Gabriel Jesus (78.) trafen für die Londoner. Ollie Watkins (90.+4) war ganz spät für Villa erfolgreich. Arsenal ist zuletzt 2003/2004 Meister geworden, die Champions League hat der Klub noch nie gewonnen. Aber: Arsenal fügte Ende November in der Königsklasse dem deutschen Rekordmeister Bayern München die bislang einzige Pflichtspielniederlage der Saison zu. FC Arsenal schießt Aston Villa nach Pause ab Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ohne Tore drehte Arsenal nach der Pause auf. Innenverteidiger Gabriel traf nach einer Ecke per Oberschenkel. Vier Minuten später erhöhte Zubimendi nach Vorlage von Kapitän Martin Ödegaard. Trossards Treffer, der erst nach minutenlangem Video-Assistenten-Check bestätigt wurde, war bereits die Vorentscheidung. Doch die Londoner hatten nicht genug. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung traf Gabriel Jesus. Der Brasilianer war nach langer Verletzungspause erst im Dezember auf den Platz zurückgekehrt. In der achtminütigen Nachspielzeit hatte Villa seine besten Chancen. Das Team aus Birmingham, das vom früheren Arsenal-Coach Unai Emery trainiert wird, scheiterte am Pfosten und an Arsenal-Torwart David Raya, bevor Watkins schließlich doch noch traf. Durch den klaren Sieg hat Spitzenreiter Arsenal nach 19 Spielen 45 Punkte bei einer Tordifferenz von 25. Der Tabellenzweite Manchester City hat 40 Zähler und eine Partie weniger absolviert. Aston Villa bleibt auf Platz drei, hat nun aber sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus London. Mit einem Blitzstart und Nick Woltemade als Joker befreite sich derweil Newcastle United aus der Minikrise. Nach drei Premier-League-Spielen ohne Sieg setzten sich die Magpies am Dienstag beim FC Burnley mit 3:1 (2:1) durch, Nationalspieler Woltemade kam dabei erstmals in der laufenden Ligasaison von der Bank. Sein Teamkollege Malick Thiaw stand über 90 Minuten in der Innenverteidigung. Die Gäste legten furios los: Joelinton (2. Minute) verwertete eine starke Hereingabe von Gordon, Woltemade-Ersatz Yoane Wissa (7.) staubte nach einem Abpraller bei seinem Startelfdebüt ab. Burnley meldete sich durch Josh Laurent (23.) zurück, doch kam nicht mehr zum Ausgleich. Thiaw vergab per Kopf noch die Riesenchance zur Vorentscheidung (78.), ehe Bruno Guimaraes (90.+3) in der Nachspielzeit den erst zweiten Auswärtssieg Newcastles perfekt machte. Der Tabellenfünfte FC Chelsea kam parallel nicht über ein 2:2 (2:2) gegen den FC Bournemouth hinaus. Auch Teammanager Fabian Hürzeler holte mit Brighton & Hove Albion durch ein 2:2 (2:1) bei West Ham United einen Zähler.
